Verschwörungstheoretiker angegriffen

Betrunkener greift Attila Hildmann an: Video von Schlägerei – Corona-Koch verletzt?

  • Christian Domke Seidel
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Verschwörungstheoretiker Attila Hildmann wird attackiert. Diesmal nicht nur verbal. Vor seiner veganen Snackbar in Berlin attackiert ihn ein alkoholisierter Mann. Doch der Kochbuchautor und die Polizei erzählen unterschiedliche Geschichten. Der Verschwörungstheoretiker selbst lädt ein Video der Schlägerei hoch.

  • Kochbuch-Autor Attila Hildmann vor Snackbar angegriffen.
  • Verschwörungstheoretiker wird leicht verletzt und lädt Video hoch.
  • Polizei Berlin schnappt betrunkenen Angreifer.

Update vom Donnerstag, 01. Oktober 2020, 19:45 Uhr: Berlin Attila Hildmann wurde vor seiner Snackbar von einem betrunkenen Mann angegriffen. Der Verschwörungstheoretiker selbst hat ein Video der vermeintlichen Schlägerei auf YouTube hochgeladen. Es zeigt am Anfang eine verbale Auseinandersetzung zwischen verschiedenen Personen. Es ist unübersichtlich. Um was es genau geht, ist nicht ersichtlich. Der eigentliche Vorfall ist ab Minute 1:48 zu sehen. Ein Mann, der Attila Hildmann sein soll, wird von zwei Personen geschubst, leicht getreten und geboxt. Der Grund für das Gerangel ist unklar.

Autor:Attila Hildmann
Geboren:22. April 1981 (Alter 39 Jahre), Berlin
Größe:1,77 m
Eltern:Ursel Hildmann
Ausbildung:Freie Universität Berlin

Attila Hildmann lädt Video der Schlägerei auf YouTube hoch

Nicht zu sehen ist, dass „Faschos“, wie es Attila Hildmann ausdrückt, vor seinem Laden demonstriert hätten oder dass Gäste der Snackbar beleidigt und mit Gabeln beworfen worden wären. Eine scheinbar angetrunkene Person wirft eine Flasche ungefähr in Richtung der Snackbar, deren Gastgarten scheint auf dem Video allerdings leer zu sein. Auch ist nicht zu sehen, dass Attila Hildmann bei einem Streit dazwischen geht.

Besoffener attackiert Attila Hildmann vor Snackbar mit Gabeln und Flaschen

Erstmeldung vom Donnerstag, 01. Oktober 2020, 17:41 Uhr: Berlin – Es kam erneut zu einem Angriff auf Verschwörungstheoretiker Attila Hildmann. Nach der Attacke gegen den Kochbuchautor* in Hamburg, wurde er diesmal vor seiner eigenen Snackbar in Berlin angegriffen und leicht verletzt. Doch der Polizeibericht und die Erzählung von Attila Hildmann gehen auseinander.

Verschwörungstheoretiker Attila Hildmann vor Snackbar angegriffen

So viel steht fest: Attila Hildmann wurde am Mittwochabend, 30. September 2020, gegen 21:30 Uhr vor seiner Snackbar angegriffen und leicht verletzt. Die Polizei Berlin meldete, dass zwei Angreifer den Verschwörungstheoretiker mit Gegenständen beworfen haben sollen. Auch sollen sie Attila Hildmann geschlagen und getreten haben. Dabei wurde der Kochbuchautor leicht an Kopf und Bein verletzt. Die Männer ergriffen daraufhin die Flucht.

Attila Hildmann wurde vor seiner Snackbar angegriffen. Von wie vielen Menschen ist nicht klar. Der Polizeibericht und die Erzählung des Verschwörungstheoretikers weichen ab. (24hamburg.de-Montage)

Einer der Angreifer kam aber nicht weit. Die Polizei Berlin nahm den Tatverdächtigen wenig später fest. Dabei widersetzte sich der Mann allerdings, ging auf die Polizisten los und beleidigte sie. Ein Test ergab, dass der vermeintliche Angreifer mit 1,5 Promille Alkohol im Blut unterwegs war. Jetzt wird wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Der 31-jährige Mann und Attila Hildmann haben sich außerdem gegenseitig angezeigt.

Polizeibericht und Erzählung von Attila Hildmann unterscheiden sich

So hat es sich laut Polizeibericht zugetragen. Attila Hildmann weiß in seiner Telegram-Gruppe* natürlich mehr zu berichten. Der Verschwörungstheoretiker muss mit regelmäßigen Demonstrationen vor seiner Snackbar in Berlin leben. Auch kam es schon zu einem Angriff auf seinen Laden mit Buttersäure. Völlig unnötige Gewalt.

Attila Hildmann hat den Angriff anders erlebt. So hätte eine Gruppe „Linksfascho-Korona-Kommunisten“ vor seinem Laden demonstriert. „Wie fast täglich“, ergänzt der Kochbuchautor. Die Demonstranten hätten dann Gabeln nach den Gästen in der Snackbar geschmissen und die Kunden beleidigt. „Da ging ich dazwischen und sie wurden tätlich, flüchteten dann aber doch und warfen zum Abschluss noch Glasflaschen nach mir!“ Es sei bereits der fünfte Anschlag auf die Snackbar in sechs Monaten gewesen.

Attila Hildmann leicht an Bein und Kopf verletzt

Warum die Polizei von zwei Männern schreibt, wenn es doch eine ganze Gruppe war, die auf Attila Hildmann und dessen Gäste losgegangen sei, bleibt unklar. Klar ist, dass solche gewalttätigen Übergriffe nicht zu entschuldigen sind. Egal ob sie von einem Betrunkenen ausgehen, oder von einer ganzen Gruppe.

Um Attila Hildmann müssen sich dessen Fans derweil keine Sorgen machen. „Mir geht es den Umständen entsprechend“, schreibt er in seiner Telegram-Gruppe * und findet auch pathetische Worte für die Mitleser in seiner Gruppe: „In großer Sorge bin ich vor allem um das deutsche Volk und unsere Demokratie und Menschenrechte!“ Auch ist er gleich wieder bei der Sache: „Korona ist ein Verbrechen gegen die Menschheit und Ex-Stasi-Spitzel Merkel benutzt es, um eine kommunistische Militärdiktatur zu errichten und die Menschen mit RNA-Giftstoffen zu töten!“ Attila Hildmann schließt seinen Bericht mit einem Aufruf: „Ich stehe für friedlichen Widerstand!“ Zumindest TV-Star Michael Wendler glaubt ihm das*, tritt bei „Deutschland sucht den Superstar“ (RTL) als Juror zurück und outet sich als Verschwörungstheoretiker.

Attila Hildmann neigt zur Androhung von Gewalt

Zu den bisherigen Methoden von Attila Hildmann passt diese Ansage allerdings nicht. So berichtet 24hamburg.de darüber, dass er ein Kopfgeld auf Mitglieder von Anonymous Germany* ausgesetzt hat. Für Volker Beck fordert er derweil die Todesstrafe*. Auch bedrohte er Journalisten des Jüdischen Forums*. * 24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Jan Woitas/dpa & Jens Kalaene/dpa

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