Tesla-Gründer am Pranger

Attila Hildmann: Elon Musk laut Schwurbler „grottenhässlich“ und schlecht im Bett

  • Christian Domke Seidel
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Attila Hildmann schießt gegen Tesla-Gründer Elon Musk. Er bezeichnet den intelligenten Milliardär als „Psycho“ und will mit einer Kanone gegen ihn vorgehen. Geht der Verschwörungstheoretiker zu weit?

  • Verschwörungstheoretiker Attila Hildmann* attackiert Unternehmer Elon Musk.
  • Attila Hildmann glaubt, Elon Musk sei schlecht im Bett.
  • Attila Hildmann will Satelliten mit einer Flak abschießen.

Berlin Attila Hildmann hat einen neuen Feind. Es ist Unternehmer, Milliardär und Tesla-Gründer Elon Musk. Keine Firma des Amerikaners erntet das Wohlwollen des Verschwörungstheoretikers aus Berlin. Mit einer Flak will er die Satelliten des Weltraumunternehmens SpaceX abschießen. Musk arbeite an der Versklavung der Menschheit, sei „grottenhässlich“ und schlecht im Bett.

AutorAttila Hildmann
Geboren22. April 1981 (Alter 39 Jahre), Berlin
Größe1,77 m
ElternUrsel Hildmann
AusbildungFreie Universität Berlin

Attila Hildmann setzt Tesla-Gründer Elon Musk auf seine Feindesliste

Verschwörungstheoretiker Attila Hildmann hat mittlerweile eine lange Liste an Feinden. Satiriker Jan Böhmermann* zum Beispiel und natürlich Bundeskanzlerin Angela Merkel*. Vielleicht weil die meisten seiner selbst ausgesuchten Feinde nicht auf die Beleidigungen, Anschuldigungen und Drohungen des Verschwörungstheoretikers reagieren, wächst die Liste immer weiter. Jetzt ist Unternehmer Elon Musk dazu gekommen.

Verschwörungstheoretiker Attila Hildmann hat ein neues Feindbild: Unternehmer Elon Musk. (24hamburg.de-Montage)

Mit Milliardär Elon Musk hat sich Verschwörungstheoretiker Attila Hildmann schon in regelmäßigen Abständen auf seinem Telegram-Kanal* beschäftigt. Doch am Dienstag, 13. Oktober 2020, hat sich der Gründer des Elektroautoherstellers Tesla auf Twitter über die globale Coronavirus*-Pandemie geäußert. Er hat kaum mehr gesagt, als das Schwedens Weg der angestrebten „Herdenimmunität“ seiner Meinung nach richtig gewesen sei.

Attila Hildmann: Elon Musk ist „grottenhässlich“ und schlecht im Bett

Zur Erinnerung: In der ersten Hochphase der Coronavirus-Pandemie starben in Schweden – umgerechnet auf die Einwohnerzahl – rund viermal mehr Infizierte als in Deutschland. Das lag vor allem daran, dass Pflegeeinrichtungen, in denen vermehrt Risikopatienten liegen, nicht ausreichend abgeschottet wurden. Die Theorie ist, dass Schweden von einer zweiten Welle verschont wird, weil die Herdenimmunität dort größer sei.

Zu dieser hochkomplexen Debatte hat Verschwörungstheoretiker Attila Hildmann nichts beizutragen. Wohl aber zur Person des Unternehmers Elon Musk. Zu den Worten über Schweden schreibt Hildmann nur: „Elon Musk ist selbst einer der Verbrecher und das hier ist nur Show!“ Was genau Show sein soll, verrät er nicht. Er klärt aber darüber auf, was er selbst über den Milliardär zu wissen glaubt. Der gehöre zur Neuen Weltordnung (NWO) und die wolle nur eines: „Sie stecken fast alle unter einer Decke und ihr Ziel ist die Versklavung der Menschheit.“ Übrigens: Auch Sängerin Nena fällt durch krude Aussagen auf*.

Satelliten von Elon Musk können Menschen kontrollieren, glaubt Verschwörungstheoretiker Attila Hildmann

Verschwörungstheoretiker Attila Hildmann hat sich gelegentlich mit Unternehmer Elon Musk auseinandergesetzt. Vor allem wegen dessen Firma SpaceX. Das Unternehmen verdient sein Geld damit, ein weltumspannendes Satellitennetzwerk aufzubauen. Das soll ab Ende 2020 für Internet in den USA sorgen und ab 2021 dann weltweit. Aktuell sind etwas weniger als 1.000 Satelliten auf ihrer Umlaufbahn. Genehmigt bekommen hat SpaceX 11.927 Satelliten. Geht es nach Elon Musk, sollen in Summe 40.000 Stück durch das All fliegen.

Damit hat Verschwörungstheoretiker Attila Hildmann ein Problem. Denn die Satelliten haben in seinen Augen vor allem einen Zweck: Sie sollen die Nanochips ansteuern, die wir Menschen angeblich im Blut haben. Diese Chips sollen wir über die Impfstoffe verabreicht bekommen. Mit diesen Nanochips und den Satelliten von Elon Musk soll die NWO alle Menschen kontrollieren können. Attila Hildmann hat auch schon einen Plan zum Gegenangriff: „Wenn ich Reichskanzler wäre, würde ich die 5G-Satelliten von Musk mit einer deutschen Flak abschießen lassen, sollten sie den deutschen Luftraum verletzen.“

Attila Hildmann: „Nur Hippies“ fahren Tesla – Elon Musk neuer Feind des Verschwörungstheoretikers

Zur Einordnung des Plans: Der Luftraum eines Landes erstreckt sich bis zu einer Höhe von sechzig Kilometern über der Erdoberfläche. Zwischen sechzig und 110 Kilometern wird es rechtlich schon strittig. Die Satelliten bewegen sich in einer Höhe von rund 550 Kilometern über der Erdoberfläche. Immerhin eines haben Attila Hildmann und Elon Musk gemeinsam: Sie sind sehr geschäftstüchtig. Nur sind beim Verschwörungstheoretiker die Marketing-Maßnahmen fragwürdig*.

Doch nicht nur SpaceX stößt Verschwörungstheoretiker Attila Hildmann sauer auf. Auch Tesla, die Elektrofahrzeugmarke von Elon Musk, ist dem Kochbuchautor ein Dorn im Auge. „Ein Tesla Auto ist schön wie Elon Musk – also grottenhässlich“, schreibt Hildmann. Und: „Ein Tesla Auto ist so funktionsfähig und leidenschaftlich wie Elon Musk im Bett!“ Eines ist in den Augen von Hildmann klar: „Deine hässlichen Kackautos fahren nur Hippies. In Deutschland fährt man Porsche, Mercedes, Audi, Opel, VW und BMW. Wir können nicht nur Autos besser bauen als du kleiner Krüppel-Nerd.“ Das sein Porsche 911 nach eigener Aussage bereits fünf Motorschäden hatte*, erwähnt Attila Hildmann an dieser Stelle nicht. Auch eine Angestellte der Polizei Hamburg ist auf das Geschwurbel reingefallen*. *24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Patrick Pleu/dpa & Fabian Sommer/dpa

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