Hassnachrichten auf Telegram

Attila Hildmann greift Karl Lauterbach aus der Türkei an

  • Yannick Hanke
    VonYannick Hanke
    schließen

Corona-Leugner Attila Hildmann ist auf 180. Hassattacke vom Verschwörungstheoretiker auf SPD-Politiker Karl Lauterbach. Der Sozialdemokrat zeigt zu viel Humor.

Istanbul – SPD-Gesundheitsökonom Karl Lauterbach wollte nur seinen Sinn für Humor unter Beweis stellen. In einem gemeinsamen Video mit Komikerin Carolin Kebekus hat sich der Mediziner selbst auf die Schippe genommen. Das war scheinbar zu viel für den ultrarechten Vegan-Koch Attila Hildmann. Der Verschwörungstheoretiker und Corona-Leugner reagiert empört. Hildmann verbreitet auf seinem Telegram-Kanal Hassnachrichten. Adressat: Karl Lauterbach, der promt auf Twitter reagiert.

Autor:Attila Hildmann
Geboren:22. April 1981, Berlin
Eltern:Ursel Hildmann
Ausbildung:Freie Universität Berlin

Attila Hildmann: Verschwörungstheoretiker mit Hass-Attacke auf Karl Lauterbach (SPD) – wegen Corona-Song

So hat ihn wohl noch keiner erlebt: Karl Lauterbach ist sich für einen Spaß von Comedienne Carolin Kebekus nicht zu schade* und performt zusammen mit ihr einen ganz speziellen Song. Im Rahmen der Unterhaltungssendung „Carolin Kebekus Show“ intoniert das ungleiche Duo das Lied „La Vida sin Corona“.

Formuliert aus der Türkei Hassnachrichten: Verschwörungstheoretiker Attila Hildmann benutzt Telegram, um SPD-Mediziner Karl Lauterbach zu beleidigen. (24hamburg.de-Montage)

Die Rolle von SPD-Gesundheitsökonom Karl Lauterbach bei dieser besonderen Darbietung? Der Mediziner gibt den Mahner und vermiest der Komikerin ihren positiven Ausblick auf den Sommer 2021. Während Kebekus von „Sonne“ oder „Strand“ singt, kommt Lauterbach seiner Rolle aus der Hamburger Talkshow von ZDF-Moderator Markus Lanz nach: Er gibt den Corona-Spielverderber. Grundtenor: „Es besteht durchaus noch Ansteckungsgefahr“. Findet Attila Hildmann nicht allzu lustig.

Karl Lauterbach: Corona-Mahner permanent von Antisemiten und Nazis beschimpft

Der in der Türkei untergetauchte Verschwörungstheoretiker Attila Hildmann haut fleißig in die Tasten. Via Telegram formuliert der Vegan-Koch unzählige Hassbotschaften, die sich gegen Karl Lauterbach und dessen Beteiligung an „La Vida sin Corona“ richten. „Daumen runter Blitzkrieg“, heißt es unter anderem von Corona-Leugner Hildmann. Sein Telegram-Kanal führt sogar zu Ermittlungen durch den Staatsschutz.

Und Karl Lauterbach? Reagiert verhältnismäßig gelassen und bedient sich der sozialen Medien. „Seit Monaten werde ich von Antisemiten und Nazis beschimpft und bedroht. Meine Solidarität gilt denen, die das seit Jahren ertragen“, heißt es zunächst einmal von Lauterbach auf Twitter. Während Carolin Kebekus als „Illuminatenf**ze“ verunglimpft wird, muss sich Lauterbach Bezeichnungen wie „Kauleisten-Knecht“ oder „Geisteskranker“ gefallen lassen.

La Vida sin Corona: Carolin Kebekus und Karl Lauterbach nehmen Pandemie-Song auf – zu viel für Attila Hildmann

„Ich hoffe, dass es uns bald gelingt, mit demokratischen Mitteln Kanäle, im wahrsten Sinne des Wortes, wie den von Attila Hildmann trocken zu legen“, äußert Karl Lauterbach seinen großen Wunsch für die jüngere Zukunft. Gehässige Kommentare, Beleidigungen bis hin zu nicht zitierbaren Drohungen sind fester Bestandteil im Leben vom SPD-Mediziner, seit dem er sich immer wieder öffentlich zur Bedrohung durch das Coronavirus äußert.

Umso überraschender ist es, dass Karl Lauterbach sein eigenes Image nun durch den Kakao zieht. Während Carolin Kebekus im sommerlichen Video zu „La Vida sin Corona“ großen Wert auf vorpandemische Distanzlosigkeit legt, grätscht Lauterbach in altbekannter Corona-Mahner-Manier dazwischen.

Der Sozialdemokrat weiß mit Warnungen aufzuwarten. Das hat Lauterbach längst zur Kultfigur im Kosmos von Markus Lanz gemacht. Nur Attila Hildmann beweist keinen Humor – und hat es sich sogar mit Amazon und Lieferando verscherzt. * 24hamburg.de und tz.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Stefan Zeitz/imago images & Christian Spicker/imago images & ZUMA Wire/imago images & Marius Schwarz/imago images

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare