„Willkommen in Hamburg“

Til Schweigers ARD-Tatort siegt im Voting – Zuschauer genervt von Genuschel

  • Johanna Ristau
    vonJohanna Ristau
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Til Schweigers (56) Tatort „Willkommen in Hamburg“ ist der Sieger des ARD-Tatort-Votings. Doch ein paar Kleinigkeiten gingen den Zuschauern auf den Kecks.

  • Til Schweiger* flimmerte im Tatort als Nick Tschiller über die TV-Bildschirme.
  • Die ARD lässt Tatort-Fans in der Sommerpause abstimmen, welche Folge sie sehen wollen.
  • Zuletzt entschied die Mehrheit sich für Til Schweigers „Willkommen in Hamburg*“.

HamburgWunschkonzert statt Sommerloch. Anlässlich des 50-jährigen Tatort-Jubiläums kam die ARD dieses Jahr mit einem ganz besonderen Zuschauer-Leckerli um die Ecke. Fans des Kult-Krimis dürfen selbst bestimmen, welche Folge am Sonntagabend im Fernsehen läuft. Eine Liste mit 50 Tatorten aus 20 Jahren stellt die ARD online zur Verfügung.

Name:Tilman Valentin Schweiger
Geboren: 19. Dezember 1963 (Alter 56 Jahre)
Größe:1,78 m
Ehepartnerin: Dana Schweiger (verh. 1995–2014)
Kinder:Emma, Luna, Lilli und Valentin Schweiger

Vergangenen Sonntag, 2. August 2020, hatten Zuschauer sich für Til Schweiger in seiner Rolle als Kommissar Nick Tschiller entschieden. Ganze 16.056 Zuschauer wollten die Tatort-FolgeWillkommen in Hamburg“ sehen. In dem Streifen spielte auch Til Schweigers Tochter Luna Schweiger (23) eine prominente Rolle. 24hamburg.de berichtete zuletzt über den schweren Todesfall in der Familie, den Luna und Til Schweiger* zu verkraften hatten. Auf Platz zwei lag der TatortKollaps“ aus Dortmund mit 14.152 Stimmen und auf Platz drei der KielerBorowski und das Meer“ mit 13.031 Stimmen.

Til Schweigers Tatort (ARD) gewinnt Voting – Zuschauer sind trotzdem genervt

Doch letzten Endes waren trotz gewonnenen Votings nicht alle Zuschauer zufrieden mit der Ausstrahlung des Schweiger-Tatortes – und schon gar nicht mit der Leistung des Wahl-Hamburgers mit schwäbischen Wurzeln. Auf Twitter sammelten sich noch am Sonntagabend, 2. August 2020, die kritischen Kommentare der ARD-Zuschauer: „Tatort 2.8.20 – Kann mich noch gut an die Erstausstrahlung erinnern, alle waren gespannt und schalteten ein: Til Schweiger! Die Enttäuschung war groß: zu viel Gewalt und ein kaum zu verstehendes Genuschel. Das soll der Wunschtatort von heute sein? Unser jedenfalls nicht!“, schrieb ein wütender Nutzer auf Twitter.

Til Schweigers Tatort „Mitten in Hamburg“ aus dem Jahr 2013 sorgte auf Twitter für Kritik.

Til Schweiger gewinnt ARD-Tatort-Voting – Zuschauer gehen bei Twitter auf die Barrikaden

Eine andere Zuschauerin twitterte: „Es haben sich wirklich viele für einen Tatort mit Til Schweiger ausgesprochen? Oh mein Gott, armes Deutschland.“ „Til Schweiger ist kein Schauspieler, sorry“, brachte eine andere Nutzerin ihren Unmut auf den Punkt. In der Tat ist Til Schweiger, der mit seinen Töchtern Lilli und Emma gemeinsam vor der Kamera steht*, nicht nur Schauspieler. Er ist auch Regisseur, Film-Produzent und Unternehmer, bringt bald sogar sein eigenes Passagierschiff namens „Barefoot Boat“ auf den Markt*, wie 24hamburg.de berichtet. Auch dieser Zuschauer war am Sonntagabend offenbar auf dem Baum: „Tatort, noch kein Schimanski und ihr zeigt dieses Machwerk ohne Schauspieler und dafür mit Til Schweiger. Seid ihr noch zu retten?“

ARD-Wunsch-Tatort: Einige Zuschauer hätten Schimanski alias Götz George Nick Tschiller alias Til Schweiger vorgezogen

Ein anderer witzelte: „Wer Tatort mit Til Schweiger mag, bekommt im Himmel später mal Ärger mit Schimanski.“ Mit einem Retweet sprang ein anderer Nutzer auf den Zug auf: „Kann mir vor allen Dingen nicht vorstellen, dass es so viele Menschen gibt, die einen Nuschel-Tatort mit Til Schweiger zum Lieblingstatort wählen, sodass es jetzt gezeigt wird.“ Ein weiterer Kritiker auf Twitter: „Moin, in der ZDF-Mediathek gibt es so viele interessante Filme und Serien, da braucht man sich wirklich nicht den Sonntagabend mit einem Til-Schweiger-Tatort versauen.“ 24hamburg.de berichtet auch über die Ex-Frau von Sky du Mont und ihre Tattoo-Leidenschaft. Sie glauben nicht, wo Mirja du Mont ihren Körper überall verziert hat.

Til Schweiger: Darum geht es im ARD-Tatort „Willkommen in Hamburg“

In dem actionreichen TatortWillkommen in Hamburg“, in dem Til Schweiger im Jahr 2013 seinen Einstand als Tatort-Kommissar feierte, muss der frisch nach Hamburg gezogene Kommissar Nick Tschiller (Til Schweiger) eine Wohnung überprüfen. Dabei erschießt er gleich drei Männer, die unter Verdacht stehen, minderjährige Mädchen zur Prostitution gezwungen zu haben. Mit seinem Kollegen Yalcin Gümer (Fahri Yardim, 39) kommt er allerdings schnell einem Menschenhändlerring auf die Spur.

Neben zahlreichen Actionszenen des Wahlhamburgers stehen auch die Beziehungen zu seiner Ex-Frau und zu seiner pubertierenden Tochter (Luna Schweiger), zu der er gezogen ist, im Fokus der Handlung. Nick Tschillers Versuche, seiner Tochter das perfekte flüssige Ei zu kochen, ziehen sich zudem durch den ganzen Film. In dem Tschiller-Tatort wird zudem viel geschossen – ob Til Schweiger deshalb eine bessere Bundeswehr-Gedenkkultur fordert?

Til Schweigers ARD-Tatort „Willkommen in Hamburg“ erfolgreichster Tatort in 20 Jahren

Dennoch sorgte der Kult-Krimi mit Hollywood-Hanseate Til Schweiger im Jahr 2013 bei der Erstausstrahlung für großes Interesse und sogar einen Quoten-Rekord. Mit 12,57 Millionen Zuschauern übertraf der Schweiger-Tatort die Einschaltquoten der letzten zwanzig Jahre. Allerdings wurde der Hamburger Tatort mit Til Schweiger nur zwei Wochen nach der Rekord-gekrönten Erstausstrahlung vom Münster-TatortSumm, Summ, Summ“ mit 12,81 Millionen Zuschauern überholt.

Seit dem liegen die Münsteraner Tatorte vor den Hamburger-Tatorten mit Til Schweiger, wie web.de berichtet. Laut dem 56-Jährigen haben Jan Josef Liefers (51), den Til Schweiger kürzlich als Mode-Sünder* outete, und Axel Prahl (60) das aber vor allem ihm zu verdanken, wie der Schauspieler im Jahr 2018 in der „Bild“ zum Besten gab. „Unser Rekord hat ein neues Quotenrennen ausgelöst. Direkt danach hat der Münster-Tatort seine Quote gesteigert. Wir haben dem Format unheimlich gutgetan“, sagte er dem Blatt selbstbewusst.* 24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes.

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe/dpa

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