„Waffen spielten eine Rolle“

Abou-Chaker-Prozess: Bushido packt über Clan-Gewalt und Waffen aus

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  • Christian Domke Seidel
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  • Laura-Marie Löwen
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  • Yannick Hanke
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Am 14. Verhandlungstag im Gerichtsprozess gegen den Abou-Chaker-Boss sprach Nebenkläger Bushido über Waffen, die im Clan-Umfeld eine Rolle spielen.

  • Deutschrap*-Star Bushido* gewinnt Zivilprozess gegen Abou-Chaker-Boss.
  • Prozess geht weiter: Bushido von Coronavirus-Sars-CoV-2*-Infektion auskuriert.
  • Prozess gegen Arafat Abou-Chaker: Nebenkläger Bushido spricht über Clan-Waffen.

Update vom Dienstag, 17. November 2020, 8:40 Uhr: Berlin Deutschrapper und Nebenkläger Bushido hat im Rahmen des Gerichtsprozesses gegen Arafat Abou-Chaker über eine Schusswaffe gesprochen, die er im Umfeld des Clan-Chefs wahrgenommen habe. Am nunmehr 14. Verhandlungstag am Montag, 16. November 2020, packte der Berliner Musiker aus.

Rapper:Bushido
Geboren:28. September 1978 (Alter 42 Jahre), Bonn
Ehepartnerin:Anna-Maria Ferchichi (verh. 2012)
Kinder:Djibrail Ferchichi, Issa Ferchichi, Laila Ferchichi, Aaliyah Ferchichi
Filme:Zeiten ändern dich

Bushido: Deutschrapper spricht über Clan-Waffen und Gewalt

Vor allem einer der Brüder von Arafat Abou-Chaker habe die aus seiner Sicht scharfe Waffe getragen, hieß es von Bushido vor dem Landgericht Berlin. „Waffen spielten eine Rolle“, wird der Deutschrapper von der „dpa“ zitiert. Bei Touren sollen „Dinge wie Totschläger Standardrepertoire gewesen“ sein. Der Musiker selbst habe aber nie eine Waffe mit sich geführt, denn „ich bin Pazifist“.

Im Gerichtsprozess gegen Clan-Chef Arafat Abou-Chaker hat Deutschrapper und Nebenkläger Bushido erneut ausgesagt. (24hamburg.de-Montage)

Laut Bushido sei der Clan-Chef stets „sehr dominant“ aufgetreten. Auf Touren sei es auch zu Gewalt gekommen, Arafat Abou-Chaker habe sich aber „nicht selber die Hände schmutzig gemacht“. Zudem berichtete der Nebenkläger von einer Schreckschusswaffe, die er bei einer Fahrt im Tourbus wahrgenommen habe. „Würde es Stress mit irgendwelchen Gruppierungen geben, sei man handlungsfähig“, ließ Bushido verlauten. Der Gerichtsprozess wird am Mittwoch, 18. November 2020, fortgesetzt.

Abou-Chaker-Prozess: Clan-Chef fuhr mit Bushidos Ehefrau in den Urlaub

Update vom Mittwoch, 11. November 2020, 14:40 Uhr: Berlin – Nach einer zweiwöchigen Pause ist der Gerichtsprozess gegen Clan-Chef Arafat Abou-Chaker am Mittwoch, 11. November 2020, fortgesetzt worden. Auch Deutschrapper Bushido, der seine Coronavirus-Infektion auskuriert hat, war erneut als Nebenkläger zugegen. Am nunmehr 13. Verhandlungstag stand vor allem die Beziehung zwischen seiner Ehefrau Anna-Maria Ferchichi und Arafat im Fokus, weiß die „dpa“ zu berichten.

Der Vorsitzende Richter sprach von einem guten Verhältnis zwischen den beiden. Dem konnte Bushido nur beipflichten, der darauf verwies, dass seine Frau und der Clan-Chef zusammen „in vielen Club unterwegs“ gewesen sind. Der Deutschrapper und Anna-Maria Ferchichi seien zudem mehrere Male mit Arafat Abou-Chaker und dessen Familie in den Urlaub gefahren. Sogar 2017, als es zum Zerwürfnis zwischen Bushido und dem Abou-Chaker Boss kam, habe ein gemeinsamer Urlaub stattgefunden.

Clan-Chef Arafat Abou-Chaker steht wieder vor Gericht. Deutschrapper und Nebenkläger Bushido berichtet von gemeinsamen Urlauben der beiden Alphatiere. (24hamburg.de-Montage)

Dies wusste der Berliner Musiker auch zu begründen: „Arafat hat meine Frau und meine Kinder zum Fastenbrechen getroffen“. Doch sei Anna-Maria Ferchichi auch ohne ihren Ehemann, dafür aber mit dem Clan-Chef in den Urlaub gereist. Zudem wollte der Vorsitzende Richter wissen, warum der Rapper seiner Mutter seinen ehemaligen Geschäftspartner vorgestellt habe. „Ab 2004 hatte er immer mehr Präsenz in meinem Leben. Meine Mutter hat jeden kennengelernt, hat für 20, 40 Personen gekocht“, ließ Bushido verlauten.

Abou-Chaker-Prozess: Bau eines Zauns führte zu Konflikt zwischen Bushido und Clan-Chef

Dieser Aussage fügte der Deutschrapper Folgendes an: „Als die Verbindung unwiderruflich existierte, war es so. Privat war Arafat eine Person, der man sich anvertraut hat. Arafat war eine Vertrauensperson. Ja, ein Freund“. Versöhnliche, herzliche Worte, bei denen Bushido im Rahmen des 13. Prozesstages aber nicht die ganze Zeit blieb. „Im August 2017 rückte die Hausabnahme in Kleinmachnow näher. Arafat lebt seit 2014 da, in dem Haus, das er sich unter den Nagel gerissen hat, ohne zu fragen“, wurde der 42-Jährige ziemlich deutlich.

Es sei schnell klar gewesen, dass durch das gemeinsame Grundstück einige Konflikte auf sie zukommen würden. „Arafat hätte Probleme gehabt, wenn meine Frau im Bikini am Pool liegt“, sagte Bushido. Um Privatsphäre zu gewährleisten, sollte ein Zaun auf dem Grundstück errichtet werden, der letztendlich zum Konflikt zwischen dem Deutschrapper, seiner Ehefrau und dem Clan-Chef geführt haben soll. „Meine Frau ist im ersten Augenblick sehr hitzköpfig, impulsiv“, hieß es von Bushido. In die Zaunplanung sei Arafat Abou-Chaker nicht mit involviert gewesen.

Bushido: Deutschrapper entscheidet Zivilprozess um Grundstücke für sich

Update, 4. November 2020: Frankfurt (Oder)Teilerfolg für Deutschrapper Bushido. Parallel zum Strafprozess gegen Clan-Chef Arafat Abou-Chaker hat der Berliner Musiker einen Zivilprozess um eine gemeinsame Immobiliengesellschaft gegen seinen Kontrahenten gewonnen, berichtet dpa.

Konkret ging es hierbei um ein Grundstück in Rüdersdorf (bei Berlin) mit vielen Immobilien, heißt es von Gerichtssprecher Jasper Schüler-Dahlke. Für das Immobiliengeschäft habe Bushido mit Arafat Abou-Chaker ursprünglich eine Gesellschaft gegründet. Nachdem es zum Zerwürfnis zwischen den beiden gekommen sei, habe Bushido diese Gesellschaft aufgelöst. Zudem habe der Deutschrapper im Zivilprozess beantragt, als alleiniger Besitzer im Grundbuch eingetragen zu werden.

Deutschrapper Bushido gewinnt einen Zivilprozess gegen Clan-Chef Arafat Abou-Chaker. (24hamburg.de-Montage)

Das Gericht habe dem in seinem Urteil am Montag, 2. November 2020, stattgegeben, berichtet Schüler-Dahlke. Allerdings müsse Bushido seinem ehemaligen Geschäftspartner, also Arafat-Abou-Chaker, nun 126.000 Euro inklusive Zinsen als Entschädigung zahlen. Darüber hinaus soll der Deutschrapper noch bestehende Bankschulden übernehmen.

Abou-Chaker-Prozess unterbrochen: Deutschrapper Bushido mit Coronavirus infiziert

Update vom Mittwoch, 28. Oktober 2020, 10:15 Uhr: Berlin – Der Gerichtsprozess gegen Clan-Chef Arafat Abou-Chaker ist nach Informationen der „dpa“ vorerst unterbrochen. Der nunmehr 13. Verhandlungstag, der für den 28. Oktober 2020 anberaumt gewesen ist, musste aufgrund der Coronavirus-Sars-CoV-2-Infektion von Deutschrapper und Nebenkläger Bushido abgesagt werden.

In der Nacht von Dienstag, 27. Oktober 2020, auf Mittwoch, 28. Oktober 2020, hat Bushido in seiner Instagram-Story Folgendes gepostet: „Auch wenn ich alle Vorgaben sehr ernst genommen habe, habe ich heute einen positiven Corona-Test erhalten. Ich konnte euch Aluhüte noch nie verstehen. Nehmt die Sache ernst und achtet auf eure Mitmenschen. Ich selbst habe Symptome und hoffe ihr bleibt alle gesund“.

Der Gerichtsprozess gegen Clan-Chef Arafat Abou-Chaker ist vorerst unterbrochen. Der Grund hierfür ist die Coronavirus-Infektion von Deutschrapper und Nebenkläger Bushido. (24hamburg.de-Montage)

Eine Sprecherin des Landgerichts Berlin verkündete, dass gemeinsam mit dem Gesundheitsamt und dem Arbeitsmedizinischen Zentrum das weitere Vorgehen besprochen wird. Entschieden wurde, dass der Gerichtsprozess für zwei Wochen pausiert. Die Verhandlung soll planmäßig am Mittwoch, 11. November 2020, fortgesetzt werden. Offiziell sei die zuständige Strafkammer des Landgerichts am Morgen des 28. Oktobers 2020 darüber unterrichtet worden, dass ein Verfahrensbeteiligter, also Deutschrapper Bushido, positiv auf das Coronavirus-Sars-Cov-2 getestet worden sein. Deswegen richtet Bushido einen Instagram-Appell an seine Follower – und wird von Sänger Xavier Naidoo beleidigt*.

Deutschrapper Bushido spricht via Instagram-Story über seine Infektion mit dem Coronavirus. (Screenshot)

Abou-Chaker-Prozess: Deutschrapper Bushido entschied sich „für die Familie“

Update vom Dienstag, 27. Oktober 2020, 8:35 Uhr: Berlin – Der Gerichtsprozess gegen Clan-Chef Arafat Abou-Chaker ist am Montag, 26. Oktober 2020, fortgesetzt worden. Am nunmehr 12. Verhandlungstag Deutschrapper Bushido, der als Nebenkläger auftritt, ist erneut in den Zeugenstand berufen worden. Wie die „dpa“ berichtet, habe der 42-Jährige vor dem Landgericht Berlin ausgesagt, sich bereits längere Zeit vor der Beendigung ihrer Geschäftsbeziehung persönlich vom Abou-Chaker-Boss abgewandt zu haben.

Hierfür ausschlaggebend seien Vorgänge rund um seine Ehefrau Anna-Maria Ferchichi gewesen. Nachdem Bushido nicht zu seiner Gemahlin gehalten hatte, als sie von Arafat Abou-Chaker beschimpft worden sei, habe sie sich sogar für einige Monate vom Deutschrapper getrennt. „Danach habe ich mich klar für die Familie entschieden“, wird Bushido zitiert. Ein Antrag der Verteidiger vom Clan-Chef, mit dem die Einstellung oder Ausssetzung des Verfahrens gefordert wurde, blieb zunächst offen.

Clan-Chef Arafat Abou-Chaker sieht sich mit den Aussagen von Deutschrapper Bushido konfrontiert. Der Berliner Musiker hält zu seiner Frau Anna-Maria Ferchichi. (24hamburg.de-Montage)

Die Anwälte von Arafat Abou-Chaker argumentierten, dass bei einer am Dienstag, 22. September 2020, durchgeführten Durchsuchung in den Räumlichkeiten ihres Mandanten wichtige Notizen fotografiert worden sein. Diese habe der Clan-Chef im Prozess angefertigt, es soll sich hierbei um Unterlagen zu seiner Verteidigung handeln. Ein faires, rechtsstaatliches Verfahren sei unter diesen Umständen nicht mehr gegeben.

Abou-Chaker-Prozess: Deutschrapper Bushido bricht ins eigene Geschäft ein

Update vom Donnerstag, 22. Oktober 2020, 10:25 Uhr: Berlin – Der Gerichtsprozess gegen Clan-Chef Arafat Abou-Chaker, in dem Deutschrapper Bushido als Nebenkläger und Zeuge auftritt, sorgt für bundesweites Aufsehen. Dies hat sich der „stern“ zum Anlass genommen, um die Hintergründe der ausufernden Gerichtsverhandlung im Detail zu beleuchten (hinter Paywall). Vor allem enorm hohe Geldbeträge spielen hierbei eine immens wichtige Rolle.

Es wird explizit darauf verwiesen, dass sowohl Clan-Chef Arafat Abou-Chaker als auch Deutschrapper Bushido „vielfache Millionäre“ sind. Zwei Männer in ihren Vierzigern, die „mit Bushidos Musikrechten, den Auftritten und dem MerchandisingMillionen verdient haben. Hinzu kommen Einnahmen, die das mittlerweile zerstrittene Duo als Manager diverser Rap-Größen, darunter Shindy und Samra, verdient hat.

Abou-Chaker-Gerichtsprozess: Die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Deutschrapper Bushido. (24hamburg.de-Montage)

Umso mehr verwundert die Story über ein angeblich verlorenes Armband und einen Einbruch, auf die vom „stern“ präzise eingegangen wird. 2014 hatte Bushido in Berlin den Aquaristik-Laden „Into the Blue“ eröffnet. In der Nacht vom 11. auf den 12. November 2014 soll der heute 42-Jährige einen Einbruch in sein eigenes Geschäft fingiert haben. Sowohl Edelfische und Korallen im Wert von 175.000 Euro als auch Bargeld in Höhe von 185.000 Euro wurden der Versicherung als gestohlen gemeldet. Der „Schwindel“ flog jedoch auf, wegen Versicherungsbetrugs wurde Bushido Ende 2016 zu elf Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt.

Abou-Chaker-Prozess: Brand in Villa von Deutschrapper Bushido wirft Fragen auf

Darüber hinaus wird der Brand im Dachstuhl der Villa des Deutschrappers im brandenburgischen Kleinmachnow thematisiert. Im Dezember 2013 benötigte es 80 Feuerwehrleute, um den Brand zu löschen. Der entstandene Schaden war ein Fall für die Versicherung, die Polizei ging von Brandstiftung aus.

Konnten die Beamten zunächst keinen Tatverdächtigen ausmachen, soll Arafat Abou-Chaker den mutmaßlichen Täter gestellt haben. Ein darauffolgendes Gespräch wurde vom Clan-Chef aufgezeichnet, er sah sich mit folgender Aussage konfrontiert: „Ich dachte, das wäre mit dir abgeklärt“.

Abou-Chaker-Prozess: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Deutschrapper Bushido

Die Reaktion von Arafat, wie sie vom „stern“ zitiert wird: „Ich mache keine Versicherungsbetrüge“. Die Aufnahmen des Geständnisses vom mutmaßlichen Täter befinden sich auf einem iPhone des Clan-Chefs, das von der Berliner Polizei konfisziert wurde. Nach der Auswertung wurde der entsprechende Mitschnitt an die zuständige Staatsanwaltschaft in Berlin weitergeleitet.

Die Strafverfolgungsbehörde teilte dem „stern“ wiederum mit, „dass sie ein Ermittlungsverfahren gegen die mutmaßlichen Brandstifter eingeleitet hat“. Und gegen den mutmaßlichen AnstifterDeutschrapper Bushido. Von Bushidos Anwältin heißt es, dass sich der Deutschrapper hierzu nicht äußern will. Der Gerichtsprozess gegen Clan-Chef Arafat Abou-Chaker wird planmäßig am Montag, 26. Oktober 2020, fortgesetzt.

Abou-Chaker-Prozess: Deutschrapper Bushido wird massiv beleidigt – Abou-Chaker-Boss schreitet ein

Update vom Montag, 19. Oktober 2020, 15:00 Uhr: Berlin – Der Gerichtsprozess gegen Clan-Chef Arafat Abou-Chaker pausiert bis Montag, 26. Oktober 2020. Neuigkeiten sind dennoch zu vermelden. Denn Deutschrapper Bushido, der als Nebenkläger auftritt und Arafat schwer belasten kann, wird im Netz massiv angefeindet. Überraschend springt ihm der Abou-Chaker-Boss zur Seite.

Mit seinen Zeugenaussagen kann Deutschrapper Bushido Clan-Chef Arafat Abou-Chaker schwer belasten. Pikante Informationen über die gemeinsame Vergangenheit der beiden Alphatiere können Arafat in die Bredouille bringen. Dies wissen auch Unterstützer des als Musikmanagers agierenden 44-Jährigen, die via Social Media Partei für den Abou-Chaker-Boss ergreifen – und Bushido als „Hu***sohn“ verunglimpfen.

Clan-Chef Arafat Abou-Chaker setzt sich für Deutschrapper Bushido ein. Der wird auf Instagram beschimpft. (24hamburg.de-Montage)

Zu viel für Arafat, der im Rahmen einer Fragerunde in seiner Instagram-Story einschreitet und dem Treiben ein Ende bereiten will. „Wallahi, ich kann über seine Mutter nur Gutes sagen, ich bitte euch, Bittgebete für sie zu sprechen. Möge der Erhabene ihrer Seele gnädig sein. Und wer was Schlechtes über sie sagt, soll ihm nicht vergeben werden“, heißt es vom Abou-Chaker-Chef. Bushidos Mutter ist bereits im April 2013 verstorben, sie galt als große Unterstützerin ihres Sohnes. Übrigens: Sowohl Bushido als auch Arafat sollen in einem Gerichtsprozess gegen Deutschrapper Fler aussagen*.

Prozess um Clan-Chef Arafat Abou-Chaker: Lügt Bushido?

Update vom Montag, 12. Oktober 2020, 15:55 Uhr: Berlin – Am Montag, 12. Oktober 2020, fand der elfte Verhandlungstag im Prozess gegen den Clan-Chef Arafat Abou-Chaker im Berliner Landgericht statt. Eigentlich geht es in dem Verfahren um mögliche Straftaten (Körperverletzung, Erpressung, Freiheitsberaubung), die Abou-Chaker gegenüber Deutschrapper Bushido verübt haben soll, nachdem Letzterer die gemeinsamen Geschäftsbeziehungen beendet haben soll. Nun scheint der Prozess immer mehr vom eigentlichen Thema abzurücken – stattdessen verlagern sich die Diskussionen auf die Hausdurchsuchung von Abou-Chakers Villa.

Wie 24hamburg.de/deutschrap* bereits berichtete, wurde Abou-Chakers Anwesen wegen Verdachts auf Steuerhinterziehung durchsucht. Dabei soll eine Steuerfahnderin Fotos von verteidigungsrelevanten Notizen des Clan-Chefs gemacht haben. Dadurch geriet das Verfahren ins Wackeln, da ein fairer Prozess durch diese Handlung unter Umständen nicht mehr gewährleistet werden könne.

Am 11. Verhandlungstag verlagerte sich die Aufmerksamkeit auf Bushido: Die Verteidiger Abou-Chakers brachten neue Vorwürfe gegen den Deutschrapper ins Spiel. Laut faz-Berichterstattung wollen sie Bushido bei einer „offensichtlichen Lüge“ ertappt haben. Ihr Vorwurf: Bushido habe von der Durchsuchung des Anwesens, welches zur Hälfte auch ihm gehört, von einem Journalisten erfahren. Folglich könnte der Journalist sich mit einem Beamten abgesprochen haben, der an der Durchsuchung beteiligt war.

Hat Bushido vor Gericht gelogen? Abou-Chakers Verteidiger werfen dem Deutschrapper eine Lüge bezüglich der Hausdurchsuchung in Kleinmachnow vor. (24hamburg.de-Montage)

Lügt Bushido über Hausdurchsuchung? Deutschrapper soll sich mit Journalisten abgesprochen haben

Bushido selbst streitet diese Annahmen ab und sagte vor Gericht, dass er erst durch Artikel im Internet am Morgen der Durchsuchung erfahren habe. Dann habe seinen Anwalt darüber in Kenntnis gesetzt, woraufhin dieser am Anwesen auftauchte. Das Problem: Offenbar tauchte Bushidos Anwalt bereits am Grundstück auf, bevor im Internet Artikel oder Posts über die Durchsuchung erschienen waren. Reporter, die vor Ort waren, hätten ab 17:46 Uhr die ersten Tweets veröffentlicht, der Anwalt des Deutschrappers sei aber schon um 7.10 vor der Villa erschienen.

Und somit werden weitere Fragen aufgeworfen: Steckte Bushido mit einem Journalisten unter einer Decke? Wer hat die Presse über die Hausdurchsuchung informiert? Verliert Bushido durch seine Aussage vor Gericht an Glaubwürdigkeit. Kann ein faires Verfahren unter diesen Umständen noch gewährleistet werden? Es bleibt spannend. Der Prozess wird am 26. Oktober 2020 fortgesetzt. In einer zweiwöchigen Prozesspause will das Berliner Landgericht über Anträge der Verteidigung beraten. Derweil wird Bushido übrigens von einem Abou-Chaker-Kumpel beleidigt*.

Anschlag auf Bushido geplant? Heftige Vorwürfe gegen Clan-Chef Arafat Abou-Chaker

Update vom Donnerstag, 8. Oktober 2020, 7:54 Uhr: Frankfurt (Oder) – Nicht nur in Berlin sehen sich Musiker Bushido und Arafat Abou-Chaker derzeit vor Gericht. Dort findet ein prominenter Prozess wegen Erpressung, Körperverletzung und Freiheitsberaubung statt. Auch in Frankfurt (Oder) stehen sich der Deutschrapper und der Clan-Chef gegenüber. Es geht um neunzig Wohnungen im Wert von zehn Millionen Euro.

Wegen neunzig Wohnungen im Wert von zehn Millionen Euro: Anschlagspläne auf Deutschrapper Bushido? (24hamburg.de-Montage)

Deutschrapper Bushido und Clan-Chef Arafat Abou Chaker waren Geschäftspartner. Aber nicht nur in der Musikindustrie. Im Jahr 2010 hatten die beiden gemeinsam eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) gegründet. Das Unternehmen sollte das Vermögen verwalten, das neunzig Wohnungen im Wert von rund zehn Millionen Euro einspielten. Doch im Jahr 2017 kommt es zum Streit zwischen den Geschäftspartnern.

Arafat Abou-Chaker wird vorgeworfen, Rechnungen gefälscht zu haben. Doch Deutschrapper Bushido hat beim Prozess am Dienstag, 6. Oktober 2020, in Frankfurt (Oder) noch weitere Vorwürfe. So soll es Anschlagspläne gegen ihn und seine Familie gegeben habenm, wie die Bild berichtet.. Ein Urteil soll am Montag, 2. November 2020, verkündet werden.

Abou-Chaker: Fotos von Geheim-Notizen des Clan-Chefs unterbrechen Prozess – Bushido schweigt

Update vom Montag, 5. Oktober 2020, 19:48 Uhr: Berlin/Kleinmachnow (Brandenburg) – Am zehnten Gerichtstag im Prozess gegen Arafat Abou-Chaker ging es vor allem um die Hausdurchsuchung, die Ende September in der Villa des Clan-Chefs vollzogen wurde. Der Hintergrund dessen war Verdacht auf Steuerhinterzug. Deutschrapper Bushido muss mit seiner Aussage bis zum nächsten Prozesstag, den 12. Oktober 2020 warten.

Der zehnte Prozesstag im Verfahren gegen den Clan-Chef Arafat Abou-Chaker wurde wegen Fotos unterbrochen, die Ermittler von seinen Notizen gemacht hatten. (24hamburg.de-Montage)

Abou-Chaker-Prozess: Verteidiger fordern Löschung der Fotos von Notizen des Clan-Chefs

Die Verteidiger forderten am 5. Oktober im Saal des Berliner Landgerichts die vollständige Löschung der Fotos, die Steuerfahnder bei der Hausdurchsuchung von Notizen des Clan-Chefs geschossen hatten. Sie würden ein „faires, rechtsstaatliches Verfahren“ gefährden. Bei den Fotos handelte es sich um Aufzeichnungen, die Abou-Chaker während des Prozesses in einer Verhandlung gemacht hatte, 24hamburg.de/vip* berichtete. Ein Finanzbeamter bestätigte am zehnten Prozesstag, dass die Fotos nicht verwendet werden würden.

Nach Informationen von watson sagte am zehnten Prozesstag auch die Steuerfahnderin aus, welche die Fotos von Abou-Chakers Notizen gemacht hatte. Diese seien nach ihren Angaben „steuerlich relevant“ gewesen. Darüber hinaus betonte, dass sie sich die Erlaubnis des Clan-Chefs für die Fotos eingeholt hätte, da sie ihm als weitere Option die Beschlagnahmung der Aufzeichnungen genannt hatte. Darin liegt für Abou-Chakers Verteidiger der Knackpunkt: Sie argumentieren, dass eine wirkliche Freigabe für die Fotos niemals stattgefunden habe.

Sollte sich nun herausstellen, dass ein faires Verfahren durch das Abfotografieren der Aufzeichnungen nicht mehr gewährleistet werden kann, so könnte der Prozess platzen. Am nächsten Verhandlungstag, dem 12. Oktober 2020, soll ein weiterer Zeuge zu dem Thema aussagen. Auch Deutschrapper Bushido wird erst am nächsten Prozesstag wieder aussagen.

Abou-Chaker-Prozess: Deutschrapper Mail gibt Steuerbehörde Schlüssel zu seinem Haus

Update vom Freitag, 2. Oktober 2020, 13:20 Uhr: Der Gerichtsprozess gegen Clan-Chef Arafat Abou-Chaker wird am Montag, 5. Oktober 2020, fortgesetzt. Deutschrapper und Nebenkläger Bushido hat inzwischen eine weitere Zeugenaussage getätigt. Der Berliner Musiker sprach über die Durchsuchung der Villa vom Abou-Chaker-Boss und über die Steuerfahndung, vermeldet die „dpa“.

Deutschrapper Bushido spricht im Rahmen des Gerichtsprozesses gegen Clan-Chef Arafat Abou-Chaker über eine Mail, die er von der Steuerfahndung erhalten habe. (24hamburg.de-Montage)

In seiner Aussage sprach Deutschrapper Bushido lediglich über Durchsuchung vom Dienstag, 22, September 2020, im Rahmen dessen die Villen von Arafat Abou-Chaker, aber auch vom Berliner Musiker selbst untersucht worden. Die Anwesen der beiden Männer im brandenburgischen Kleinmachnow liegen nebeneinander. Tage vor der Razzia habe Bushido per Mail die Bitte eines Steuerfahnders erhalten. Der Deutschrapper sollte dem Beamten sowohl Hausschlüssel als aus Türöffner zu seinem Anwesen übergeben.

Der Grund hierfür: Die Behörde wollte das Haus von Bushido in Augenschein nehmen, um nach Unterlagen zu suchen, hieß es vom 42-jährigen Deutschrapper. Wann genau diese Durchsuchung stattfinden soll, sei Bushido aber nicht gesagt worden. Als er von der Razzia bei Arafat Abou-Chaker erfahren hatte, habe er seinen Anwalt zum Anwesen des Clan-Chefs geschickt. „Ich wusste von keiner Maßnahme im Vorfeld“, betonte Bushido, der laut Eigenaussage nicht in dem Haus auf dem gemeinsamen Grundstück mit dem Abou-Chaker-Boss wohnt.

Abou-Chaker-Prozess: Deutschrapper Bushido muss Mailverkehr mit Steuerbehörde zugänglich machen

„Ich weiß nicht, in welche Richtung das ging“, hieß es von Bushido, der sich damit auf die Razzia bezog. Doch die Verteidiger zeigten sich mit dieser Aussage nicht zufrieden und hakten weiter nach. „Wer fragt, bekommt Hilfe angeboten“, sagte der Deutschrapper in Bezug auf die Mail der Steuerfahndung. Bushido habe die Medien darüber nicht informiert. Zudem ließ er Folgendes verlauten: „Ich fühle mich in meinen Grundrechten nicht beschnitten“.

Am Montag, 5. Oktober 2020, wird der Gerichtsprozess gegen Arafat Abou-Chaker planmäßig fortgesetzt. Es sollen Steuerfahnder befragt werden, Bushido soll den angesprochenen Mailverkehr mit der Behörde zugänglich machen. Oberstaatsanwältin Petra Leister hat sich zudem zur Durchsuchung beim Clan-Chef geäußert. Dies sei unglücklich verlaufen. Es sei wohl nicht möglich gewesen, eine solche Durchsuchung noch vor Prozessbeginn zu organisieren.

Abou-Chaker-Prozess: „Verfahren sofort per Urteil einstellen“ – fordern Verteidiger von Clan-Chef Arafat

Update vom Mittwoch, 30. September 2020, 12:20 Uhr: Berlin – Überraschende Wendung im Gerichtsprozess gegen Clan-Chef Arafat Abou-Chaker. Der 9. Prozesstag am Mittwoch, 30. September 2020, begann mit einem Paukenschlag sondergleichen. „Verfahren sofort per Urteil einstellen, hilfsweise aussetzen“, hallte es von der Abou-Chaker-Verteidigung durch den Gerichtssaal. Eine Forderung, die mit der Groß-Razzia in der Villa vom Clan-Chef am Dienstag, 22. September 2020, zusammenhängt.

Im Zuge der Razzia wurde das Grundstück von Arafat Abou-Chaker im brandenburgischen Kleinmachnow durch Steuerfahnder und Polizisten durchsucht. Dabei seien Unterlagen beschlagnahmt und Notizen fotografiert worden, die für die Verteidigung des Hauptangeklagten, also Arafat Abou-Chaker, relevant seien. Ein faires, rechtsstaatliches Verfahren sei unter diesen Umständen nicht mehr gegeben.

Steht weiterhin im Fokus der Öffentlichkeit: Der Gerichtsprozess gegen Clan-Chef Arafat Abou-Chaker ist vorerst unterbrochen. (24hamburg.de-Montage)

Der 9. Prozesstag am Mittwoch, 30. September 2020, wurde zunächst unterbrochen, das Gericht beriet über den Antrag der Abou-Chaker-Verteidigung. Noch ist unklar, ob eine weitere Befragung des Deutschrappers Bushido wie ursprünglich geplant noch fortgesetzt wird.

Abou-Chaker-Prozess: Clan-Mutter stirbt an Coronavirus – 200 Polizisten begleiten Beerdigung

Berlin/Hamburg* – Nach einer längeren Pause, bedingt durch den Tod von Arafat Abou-Chakers Mutter, soll der Gerichtsprozess gegen den Clan-Chef am Mittwoch, 30. September 2020, fortgesetzt werden. Erneut wird eine Zeugenaussage von Deutschrapper Bushido erwartet, der als Nebenkläger auftritt. Die Groß-Razzia in den Villen von Bushido und Arafat könnte ebenfalls Thema sein.

Am Montag, 14. September 2020, fand der bis dato letzte Verhandlungstag im Gerichtsprozess gegen Clan-Chef Arafat Abou-Chaker statt. Wie von 24hamburg.de-DeutschRap berichtet, musste die Hauptverhandlung aufgrund der Coronavirus-Sars-CoV-2-Erkrankung von Arafats Mutter vorerst unterbrochen werden*.

Es wird der nächste Showdown erwartet: Deutschrapper Bushido und Clan-Chef Arafat Abou-Chaker treffen am Mittwoch, 30. September 2020, im Saal des Berliner Landgerichts erneut aufeinander. (24hamburg.de-Montage)

Die im Libanon geborene Frau erlag kurz darauf ihrer Infektion und wurde am Freitag, 18. September 2020, unter Beobachtung von rund 200 Polizisten im Kreise ihrer Liebsten beerdigt. Ein schwerer Schicksalsschlag für Arafat Abou-Chaker, der sich für allerhand Vergehen vor der Justiz verantworten muss.

Abou-Chaker-Prozess: Clan-Chef Arafat soll Deutschrapper Bushido bedroht haben

Dem Deutsch-Libanesen werden schwere räuberische Erpressung, Freiheitsberaubung, gefährliche Körperverletzung, Nötigung, Beleidigung und Untreue vorgeworfen*, schildert 24hamburg.de-DeutschRap in aller Ausführlichkeit. Die einstigen Geschäftspartner Bushido und Arafat-Abou Chaker haben sich vor einigen Jahren voneinander gelöst, es folgte eine scheinbar unschöne Trennung.

Auch dies wird im Rahmen des Gerichtsprozesses thematisiert. Deutschrapper Bushido, der in diesem Fall als Nebenkläger auftritt, hat bereits einige Zeugenaussagen getätigt und pikante Details aus seiner gemeinsamen Vergangenheit mit dem Clan-Chef zum Besten gegeben. So soll Arafat Abou-Chaker den Musiker bedroht und dazu genötigt haben, Teile seines damaligen Einkommens an Arafat abzutreten.

Deutschrapper Farid Bang, Fler, Kollegah und Shindy sollen gegen Abou-Chaker-Boss aussagen

Anis Mohamed Youssef Ferchichi, wie Bushido mit bürgerlichem Namen heißt, ist aber nicht der einzige Deutschrapper, der auf absehbare Zeit die Räumlichkeiten des Berliner Landgerichts betreten wird. So sollen beispielsweise auch Shindy, Farid Bang, Kollegah und Fler gegen Arafat Abou-Chaker aussagen.

Fler wiederum hat sich bereits indirekt via Twitter zu dem Gerichtsprozess geäußert*. Der 38-Jährige geht in mehreren Tweets auf die Berliner Groß-Razzia ein, die am Dienstag, 22. September 2020, von rund 300 Beamten durchgeführt wurde. Im Rahmen dessen wurden unter anderem die Villa von Arafat Abou-Chaker untersucht.

Am Mittwoch, 30. September 2020, soll der Gerichtsprozess gegen Clan-Chef Arafat Abou-Chaker* planmäßig fortgesetzt werden. Eine weitere Zeugenaussage Bushidos gilt als sehr wahrscheinlich, scheint der Deutschrapper doch noch längst nicht alles über seinen einstigen Freund erzählt zu haben. Doch sieht sich der 42-jährige Musiker auch mit einigen kritischen Fragen konfrontiert.

Abou-Chaker-Prozess: Glaubwürdigkeit von Deutschrapper Bushido steht in Frage

Zuletzt, am Montag, 14. September 2020, wurde im Rahmen des arg verkürzten Verhandlungstages nur kurz über die im September 2008 veröffentlichte Bushido-Autobiografie geredet. Konkret soll die Verteidigung beantragt haben, dass ein Wikipedia-Eintrag über die Biografie des Berliners verlesen wird. Dadurch soll nämlich hervorgehen, dass der Deutschrapper diese für die Hörspielfassung selbst eingesprochen hat.

Der springende Punkt: Zuvor hatte Bushido immer wieder betont, besagtes Buch nicht gelesen zu haben, da es von einem Ghostwriter, dem Journalisten Lars Amend, geschrieben worden sei. Sollte sich letztendlich jedoch bewahrheiten, dass Bushido seine Biografie für das entsprechende Hörspiel selbst eingelesen hat, wie es aus dem Wikipedia-Eintrag hervorgeht, könnte das einen faden Beigeschmack für Bushidos Glaubwürdigkeit haben. * 24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Jens Kalaene/dpa & Paul Zinken/dpa & Taylan Gökalp/dpa

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