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Zum Energiesparen: Andreas Rettig will Spielplan der Bundesliga umwerfen

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Von: Robin Dittrich

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Ganz Deutschland ist von einer Energiekrise betroffen. Strom- und Gaspreise schießen in die Höhe, viele können sich das nicht mehr leisten – so auch der Fußball?

Hamburg – Steigende Gas- und Strompreise, Benzin und Diesel ist wieder teurer, das 9-Euro-Ticket Geschichte. Verbraucher in Deutschland sehen sich aktuell einer Preissteigerung nach der anderen ausgesetzt. Auch Fußball-Clubs betrifft die Energiekrise. Der ehemalige Geschäftsleiter des FC St. Pauli, Andreas Rettig, plant deshalb einen neuen Bundesliga-Spielplan.

Person:Andreas Rettig
Geboren:25. April 1963 in Leverkusen
Beruf:Fußballfunktionär
Ehemaliger Verein:FC St. Pauli

Energiekrise in Deutschland – Andreas Rettig plant neuen Bundesliga-Spielplan

Die Energiekrise ist längst in Deutschland angekommen. Aufgrund des Krieges zwischen Russland und der Ukraine gab es nach und nach immer mehr Preissteigerungen. Zunächst traf es Lebensmittel, dann wurde Benzin deutlich teurer. Um dem entgegenzuwirken, wurden Entlastungspakete von der Bundesregierung entwickelt. Enthalten waren der Tankrabatt und das 9-Euro-Ticket sowie eine Energiepauschale. Auch Fußballvereine sind von der Krise betroffen – deshalb soll es bald einen neuen Bundesliga-Spielplan geben, vorgestellt wird der schon beim „Rat der Nachhaltigkeit“ in der kommenden Woche.

Andreas Rettig (rechts) fordert einen neuen Bundesliga-Spielplan – zum Energiesparen und für die Umwelt.
Andreas Rettig (rechts) fordert einen neuen Bundesliga-Spielplan – zum Energiesparen und für die Umwelt. © Jan Huebner/Mike Schmidt/Imago (Montage)

Die Überlegung dazu hatte Andreas Rettig, ehemaliger Funktionär beim FC St. Pauli. Von 2015 bis 2019 war der heute 59-Jährige kaufmännischer Geschäftsleiter bei den Kiezkickern. Zuletzt war er als Vorsitzender der Geschäftsführung bei Drittligist FC Viktoria Köln tätig. Was Rettig plant, würde den gesamten Spielplan der Bundesligen durcheinander werfen: „Ich habe vor einiger Zeit angeregt, sich ernsthaft Gedanken zu machen über die Umstellung des Spieljahres auf das Kalenderjahr, wie es beispielsweise in den skandinavischen Ländern umgesetzt wird“, sagte er gegenüber der BILD.

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Wegen Energiekrise: Bundesliga soll ökologischer werden – kann das klappen?

Eine Saison in der schwedischen Allsvenskan geht beispielsweise nur von April bis zum November oder Dezember des gleichen Jahres. Trotz dieser deutlich kürzeren Zeitspanne bekommt die Liga rund 30 Spiele pro Verein zustande. In Norwegen herrscht ein ähnlicher Spielplan: Die Saison startete am 2. April 2022 und endet am 13. November 2022. Insbesondere die Spieler im Winter sind für Rettig nicht sinnvoll: „Dass jetzt im Winter möglicherweise 2000 Liter Heizöl am Tag für den Betrieb einer Rasenheizung verfeuert werden sollen, ist sicherlich kein positives und imagebildendes Signal. So viel verbraucht ein Einfamilienhaus im ganzen Jahr.“

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Für Andreas Rettig muss die Bundesliga ökologischer werden. Er verstehe nicht, wieso der Spielplan für die WM in Katar umgestellt werden kann, „warum das auf Dauer zum Schutz der Natur aber nicht passieren kann. Denn auf Dauer gegen die Natur anzuspielen, ist sicherlich keine kluge Idee“, zitiert ihn die Bild. Ob die Bundesliga mitzieht, scheint mehr als fraglich zu sein. Schon jetzt gibt es unzählige englische Wochen, um Ligaspiele, den DFB-Pokal, die Champions und Europa League sowie Länderspiele unter einen Hut zu bekommen.

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