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Wieder Erster! FC St. Pauli kämpft sich ohne Schultz an die Spitze zurück

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Von: Robin Dittrich

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Es war ein überragendes Fußballspiel. Der FC St. Pauli und Nürnberg lieferten sich ein Duell auf Augenhöhe. Am Ende gewinnen die Kiezkicker dank Torwart Vasilj.

Hamburg/Nürnberg – Im Spitzenspiel des 15. Spieltages der 2. Bundesliga gewinnt der FC St. Pauli gegen den 1. FC Nürnberg mit einem knappen 3-2. Was für ein geiles Fußballspiel! Am Ende hätten beide Teams den Sieg verdient gehabt. Die Kiezkicker gewannen die Partie durch ihre gute Chancenverwertung und ihren bärenstarken Keeper Nikola Vasilj. Der Bosnier trieb die Nürnberger Stürmer mit seinen Paraden zur Verzweiflung.

Fußballspiel:1. FC Nürnberg gegen FC St. Pauli
Endergebnis:2-3
Zuschauer:8.479
Nächste St. Pauli-Spiele:Schalke 04, Fortuna Düsseldorf, Holstein Kiel

Der FC St. Pauli musste ohne Trainer Timo Schultz antreten – er infizierte sich mit Corona

Wer einen Blick auf die Trainerbank von St. Pauli geworfen hat, könnte im ersten Moment verwundert gewesen sein. Die Co-Trainer Loic Favé und Fabian Hürzeler waren wie immer zu finden. Nur Cheftrainer Timo Schultz fehlte. Die Kiezkicker mussten auf ihren Coach verzichten, weil sich Schultz mit Corona infiziert hatte. Der 44-jährige infizierte sich kurz vor der Partie mit Corona – er soll glücklicherweise nur leichte Symptome zeigen. Favé und Hürzeler machten ihre Sache überragend. Am Ende war der 3-2 Sieg auch ihr Verdienst.

St. Pauli startet mit früher Führung, Nürnberg gibt sich nicht auf

Ihr letztes Auswärtsspiel bei Darmstadt 98 endete mit einem 0-4, diesmal machte es St. Pauli besser. Schon in der dritten Minute köpfte Guido Burgstaller den Ball nach Vorarbeit von Leart Paqarada vorbei an Nürnbergs Keeper Christian Mathenia. Mathenia dürfte vielen Fans noch aus seinen Zeiten beim HSV bekannt sein. Sieben Minuten später wechselten die Rollen. Vorarbeit Burgstaller, Tor Paqarada. St. Pauli startete mit einer starken Anfangsphase in die Partie.

Die FC St. Pauli-Spieler Marcel Hartel und Guido Burgstaller bejubeln den 3-2 Sieg gegen den 1. FC Nürnberg
Der FC St. Pauli gewinnt gegen Nürnberg mit 3-2 (24hamburg.de-Montate) © Imago

In der Folge drückte jedoch fast nur noch Nürnberg. Mit einem Sonntagsschuss von Johannes Geis fanden die Franken den verdienten Anschlusstreffer. Überschattet wurde die erste Halbzeit durch die verletzungsbedingte Auswechslung von Leart Paqarada. Der Mittelfeld-Stratege konnte nicht weitermachen, eine Diagnose steht noch aus. Auch in der zweiten Halbzeit spielte vorwiegend Nürnberg – sie trafen nur das Tor nicht. Ganz im Gegenteil zu Adam Dzwigala. Der erst zur zweiten Halbzeit eingewechselte Verteidiger traf mitten ins Nürnberger Herz zum 3-1. Für Nürnberg reichte es dann nur noch zum erneuten Anschluss.

Der FC St. Pauli ist wieder Tabellenführer. Torwart Vasilj übertrifft sich selbst.

19 Torschüsse hatte der 1. FC Nürnberg am Ende der Partie. Zehn mal schossen sie direkt auf das Tor von Nikola Vasilj, acht mal parierte der Keeper. Der Bosnier hatte in einer Szene zum Teil drei Schüsse, die er abwehren musste. Es war Vasiljs beste Saisonleistung. Allgemein wirkten die Kiezkicker durch das 0-4 gegen Darmstadt in der Vorwoche alles andere als verunsichert. Timo Schultz dürfte stolz auf die starke Mannschaftsleistung gewesen sein.

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Auffällig war die verhaltene Stimmung im Max-Morlock-Stadion. Durch neue Corona-Beschränkungen durften nur 12.500 Fans ins Stadion. In Nürnberg gibt es rund 50.000 Plätze. Zusätzlich gilt dort schon 2G plus. Am Ende fanden nur 8479 Fans den Weg in die Arena. Anhänger des FC St. Pauli waren nur wenige im Stadion. Durch einen Beschluss der Nürnberger durften nur Dauerkartenbesitzer das Spiel live vor Ort verfolgen. Schade für die 3000 St. Pauli-Fans, die schon Karten erworben hatten. Doch auch in Hamburg am Fernseher war es ein begeisterndes Duell. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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