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Timo Schultz vor seinem Comeback beim FC St. Pauli: „Es war wirklich furchtbar“

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Von: Robin Dittrich

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Der FC St. Pauli hat doppelt gefeiert – Herbstmeister und Rückkehr von Trainer Timo Schultz. Das Unentschieden gegen Fortuna Düsseldorf war nur ein kleiner Makel.

Düsseldorf/Hamburg – Der FC St. Pauli hat seinen Trainer zurück – das war die positive Nachricht des Tages. Durch seine Corona-Infektion musste Timo Schultz die letzten beiden Partien von Zuhause verfolgen. In der Pressekonferenz vor dem Spiel berichtete „Schulle“ von seiner schweren Zeit. Das erste Spiel nach seinem Comeback hatte er sich wohl anders vorgestellt. Bei Fortuna Düsseldorf reichte es für die Kiezkicker nur zu einem 1-1. Trotzdem konnte St. Pauli die Herbstmeisterschaft feiern.

Fußballverein:FC St. Pauli
Fußballtrainer:Timo Schultz
Letztes Ergebnis:1-1 gegen Fortuna Düsseldorf
Nächster Gegner:Holstein Kiel (17. Dezember)

„Es war furchtbar“ – Timo Schultz über seine Zeit in Quarantäne

Vor dem Hinrunden-Abschluss gegen Düsseldorf erzählte Trainer Timo Schultz über seine Zeit in der Corona-Quarantäne: „Ich habe so viel geschlafen wie seit der Geburt unserer ersten Tochter nicht mehr“. Glücklicherweise merkte Schultz von seiner Corona-Infektion bis auf einen leichten Schnupfen nur wenig. „Aus mentaler Sicht aber war die Zeit deutlich schwieriger“ sagte der Coach bedrückt. Die meiste Zeit hielt er sich nur in seinem Zimmer auf – isoliert von seiner Familie. „Wir wollten vermeiden, dass sich unsere Kinder anstecken.“

FC St. Pauli-Trainer Timo Schultz gestikuliert in Richtung seiner Spieler. Im Hintergrund sind Fans von St. Pauli im Millerntorstadion zu sehen.
Timo Schultz ist nach Corona-Infektion zurück auf der Trainerbank © Laci Perenyi/Oliver Ruhnke/Imago

Was ihn mit am meisten schmerzte, war, seine Kiezkicker nur am Monitor spielen sehen zu können: „Es war wirklich furchtbar, tatenlos zugucken zu müssen.“ Obwohl er per Handy Kontakt zu seinen Co-Trainern gehabt hat, steht er doch lieber am Spielfeldrand: „Das möchte ich aber nicht noch einmal erleben. Ich habe ohne Ende geschwitzt, aber nicht, weil ich krank war.“
Gegen Düsseldorf konnte Schultz endlich wieder an der Seitenlinie schwitzen. Leider reichte es trotzdem nur zu einem 1-1 Unentschieden.

Der FC St. Pauli feiert die Herbstmeisterschaft trotz Unentschieden gegen Düsseldorf

Aus sportlicher Sicht verlief der Abend für St. Pauli anders als erhofft. Nach ereignisarmer erster Halbzeit traf Mittelfeldspieler Marcel Hartel in der 47. Minute zum umjubelten 1-0 für die Kiezkicker. Der Dauerbrenner im zentralen Mittelfeld ist nicht unbedingt für seine Torjäger-Qualitäten bekannt – es war sein erstes Saisontor. Er ist damit schon der zwölfte Torschütze des FC St. Pauli in dieser Saison. Nachlegen konnten sie leider nicht, stattdessen netzte Düsseldorfs Rouwen Hennings in der 68. Minute zum Endstand ein. Schon vor der Partie galt der ehemalige Kiezkicker als Schlüsselspieler für die Düsseldorfer.

Es war furchtbar.

FC St. Pauli-Trainer Timo Schultz über seine Zeit in der Quarantäne.

Anders erging es St. Paulis-Knipser Guido Burgstaller. Der Mittelstürmer erzielte kein eigenes Tor und stand beim vermeintlichen 2-1 für St. Pauli im Abseits. Trainer Timo Schultz war trotz des Punktverlustes zufrieden mit seiner Mannschaft – mit ein bisschen Wehmut: „Es ist sowohl ein gewonnener Punkt, den wir gern mitnehmen, als auch ein verpasster Sieg.“ Der FC St. Pauli kommt durch das 1-1 auf 36 Punkte in der Hinrunde, so viele wie schon lange nicht mehr. Die Statistik spricht dafür, dass die Kiezkicker am Ende der Saison in die Erste Liga aufsteigen.

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Timo Schultz denkt eher an die einzelnen Spiele als an Aufstiegsfragen: „Wir waren dem Sieg am Ende etwas näher, wenn ich sehe, wie oft der Ball durch den Düsseldorfer Strafraum gerollt ist und wie noch knapp dran waren.“ Gegen Holstein Kiel kann am 17. Dezember der nächste Sieg im Aufstiegsrennen eingefahren werden. Bis dahin muss sich St. Pauli mit anderen Dingen beschäftigen. Gleich zwölf Verträge von Spielern laufen bei den Kiezkickern aus. St. Pauli-Sportchef Andreas Bornemann hat einiges zu tun. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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