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Statistik zeigt: So steigt Herbstmeister FC St. Pauli in die Bundesliga auf

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Von: Robin Dittrich

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FC St. Pauli gegen FC Bayern 2002. Damals wurde der Rekordmeister mit 2-1 aus dem Millerntor-Stadion geschossen. Weltpokalsiegerbesieger. Steigt das Duell in der nächsten Saison erneut?

Hamburg – In der letzten Saison schaffte es der FC St. Pauli am 17. Spieltag knapp, die Abstiegsränge zu verlassen. 16 Punkte hatten die Kiezkicker da auf dem Konto. Es ist beeindruckend, was in einem Jahr am Millerntor passiert ist. Mit dem 2-1 Sieg gegen Schalke 04 sicherte sich St. Pauli schon am 16. Spieltag die Herbstmeisterschaft. Auch dank Ex-Schalker Guido Burgstaller. Der 32-Jährige traf gegen seinen ehemaligen Verein gleich doppelt. Der Aufstieg wird immer wahrscheinlicher – sagt auch die Statistik.

Fußballverein:1. FC St. Pauli
Letztes Ergebnis:2-1 Sieg gegen Schalke 04
Zuschauer:19.950
Nächste Gegner:Fortuna Düsseldorf (11. Dezember), Holstein Kiel (17. Dezember)

Der FC St. Pauli zeigt gegen Schalke wieder mal eine überragende Leistung

Es fühlt sich an, als wäre der FC St. Pauli unantastbar. Die Kiezkicker marschieren von einem Sieg zum nächsten. Auch gegen Bundesliga-Absteiger Schalke 04 wurden drei Punkte eingefahren. Die Männer aus Hamburg zeigten dabei einen unfassbaren Einsatz. Fünf gelaufene Kilometer mehr gelaufen als der Gegner sprechen eine deutliche Sprache. Auch sonst wirkte St. Pauli spritziger und entschlossener. Sie wollten diesen Sieg. Die Herbstmeisterschaft ist damit sicher. Geht es jetzt ganz nach oben?

Daniel-Kofi Kyereh zeigt mit dem Finger nach oben und schaut dorthin. Im Hintergrund ist die St. Pauli-Tribüne mit Fans zu sehen.
Steigt der FC St. Pauli mit Daniel-Kofi Kyereh in die Erste Bundesliga auf? © Imago

Das Spiel am Millerntor sollte ein Ungewohntes werden. Das Besondere: beide Teams spielten ohne ihren Cheftrainer. St. Pauli-Coach Timo Schultz musste aufgrund seiner Corona-Infektion schon das zweite Spiel von Zuhause verfolgen. Jetzt hatte es auch den Trainer der Knappen erwischt. Kurz vor dem Spitzenspiel der Zweiten Bundesliga wurde Dimitros Grammozis positiv auf COVID-19 getestet. Dem Spiel tat es nicht weh. Beide Teams spielten guten Fußball. Mit einem verdienten Sieger: FC St. Pauli.

Die Herbstmeister der letzten Jahre stiegen selten auf, kann St. Pauli es trotzdem schaffen?

Die Herbstmeisterschaft der Zweiten Bundesliga ist nicht gleichbedeutend mit dem Aufstieg – darüber kann der Hamburger SV ein Lied singen. Gleich zweimal schafften es die Rothosen in den vergangenen drei Jahren auf den ersten Platz nach 17 Spielen. Wie in Fußball-Deutschland bekannt, spielt der HSV aber immer noch in Liga zwei. Allgemein hatten es die Herbstmeister der letzten fünf Jahre schwer. Nur Bielefeld stieg 2019/20 auf, nachdem sie auch am 17. Spieltag die Tabelle angeführt hatten.

Trotzdem schafften es in zehn Jahren immerhin sechs Herbstmeister am Ende in die Erste Bundesliga. Auch die Punkteausbeute könnte entscheidend werden. Seit Einführung der 3-Punkte-Regel 1995/96 kamen 15 Vereine auf über 37 Punkte nach 17 Spielen. Zwölf von ihnen stiegen am Ende auf. Mit ihren 35 Punkten liegt St. Pauli jetzt schon auf Kurs. Sollte bei Fortuna Düsseldorf der nächste Sieg eingefahren werden, stünden 38 Zähler auf dem Konto – ein Aufstieg der Kiezkicker wäre wahrscheinlich.

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Dass Statistiken für den Einzelfall keine Bedeutung haben, ist bekannt. Trotzdem geben sie einen guten Hinweis darauf, wie viele Punkte am Ende der Saison für den Aufstieg reichen könnten. Kann der FC St. Pauli seinen bisherigen Schnitt beibehalten, geht es sehr sicher ins Oberhaus des deutschen Fußballs.

Dass das aber nicht immer ganz leicht ist, hat der HSV in den letzten Jahren bewiesen. Doch auch für die Rothosen sieht es aktuell wieder besser aus. Mit einem Sieg gegen Hannover 96 könnten die Hamburger bis auf den zweiten Platz vorstoßen. Ein Hamburger Doppel-Aufstieg – bisher noch ein imaginäres Weihnachtswunder. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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