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Nach Kyereh-Ausfall im Aufstiegsrennen: Legt St. Pauli jetzt personell nach?

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Von: Antonio José Riether

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Reagiert der FC St. Pauli auf dem Transfermarkt auf den jüngsten Ausfall eines Leistungsträgers? Sportchef Andreas Bornemann reagierte bereits auf diese Frage.

Hamburg - Vor exakt einem Jahr rutschte der FC St. Pauli in der zweiten Liga auf den Abstiegs-Relegationsplatz 16. Die damals schon von Timo Schultz trainierten Kiezkicker nahmen den Abstiegskampf jedoch früh an und spielten sich regelrecht in einen Rausch, nach zehn Siegen in der Rückrunde beendeten sie die Saison auf Platz zehn. Die Euphorie schwappte auch auf die laufende Saison über, die Schultz-Truppe entwickelte sich zu einem ernsthaften Anwärter auf den Bundesliga-Aufstieg.

Mitten im Rennen um die begehrten ersten Plätze musste der Tabellenzweite einen personellen Rückschlag hinnehmen. Mit Daniel-Kofi Kyereh verletzte sich einer der wichtigsten Leistungsträger. Müssen die Verantwortlichen nun auf dem Transfermarkt reagieren, um das große Ziel noch zu erreichen?

Verein:FC St. Pauli
Gegründet:15. Mai 1910 in Hamburg
Präsident:Oke Göttlich
Spielstätte:Millerntor-Stadion

FC St. Pauli: Kyereh fehlt nach Muskelverletzung „bis auf Weiteres“ - kommt nun kurzfristiger Ersatz?

Kyereh, mit zehn Assists bester Vorbereiter seiner Mannschaft, war zuletzt mit seiner ghanaischen Nationalelf beim Afrika-Cup unterwegs. Dort schied er allerdings schon in der Gruppenphase aus, weshalb ein Ex-HSVer als neuer Nationaltrainer Ghanas gehandelt wird. Das frühe Turnier-Aus ließ die St. Pauli-Fans auf eine frühe Rückkehr des offensiven Mittelfeldspielers hoffen, doch es sollte ganz anders kommen. Vor dem Stadtderby beim Hamburger SV am vergangenen Freitag erklärte Schultz noch das Fehlen Kyerehs, der einen Tag zuvor in Hamburg gelandet war. Sein Schützling sei „einfach tierisch platt nach der Reise“, er wolle „nur Leute mitnehmen, die 100 Prozent fit sind“.

Andreas Bornemann sprach bereits über möglichen Ersatz für den verletzten Kyereh.
Andreas Bornemann sprach bereits über möglichen Ersatz für den verletzten Kyereh. © Baering/Jan Huebner/Fotostand/imago

Am Dienstag sah sich der Zweitligist gezwungen, eine ernüchternde Mitteilung zu veröffentlichen. Demnach habe ich Kyereh beim Kontinentalturnier „eine muskuläre Verletzung im rechten Oberschenkel zugezogen“. Der 25-Jährige soll der Mopo zufolge beim Spiel gegen die Komoren einen Faserriss erlitten haben, somit fehlt der Top-Vorlagengeber „bis auf Weiteres“. Das könnte nun für unerwartete Bewegungen auf dem Transfermarkt sorgen, noch vier Tage dauert die aktuelle Winter-Wechselperiode an.

FC St. Pauli: Sportchef Andreas Bornemann spricht über mögliche Winter-Verpflichtungen

St. Paulis Sportchef Andreas Bornemann reagierte gegenüber der Mopo auf die Verletzung Kyerehs und kommentierte mögliche personelle Folgen des Ausfalls. „Wir gehen nicht davon aus, dass wir jetzt mit einer Nachverpflichtung auf eine längerfristige Verletzung reagieren müssen“, stellte der 50-Jährige klar. „Wir haben ohnehin die Möglichkeit einberechnet, dass Kofi länger beim Afrika-Cup sein würde“, fügte er hinzu. 

Der Ghanaer hätte theoretisch bis zum Finale am Sonntag, den 6. Februar, im Kamerun verweilen können, nun muss er in Hamburg seine Blessur auskurieren und anschließend für sein Comeback ackern. Aktuell hoffen die Entscheider beim FC St. Pauli darauf, dass Kyereh zeitnah auf den Platz zurückkehrt. Ein Comeback des Spielmachers zum nächsten Ligaspiel gegen den SC Paderborn am 5. Februar scheint dem Bericht zufolge nicht ausgeschlossen.

FC St. Pauli: So will Sportchef Andreas Bornemann den „Ausfall kompensieren“

Sollte der Ghanaer jedoch mehr Zeit brauchen, würde ihn ein Kollege ersetzen. „Wir trauen den anderen Spielern im Kader zu, den Ausfall zu kompensieren“, meinte Bornemann. Neben dem Australier Jackson Irvine, der sich letztens in seiner australischen Heimat kritisch zur Katar-WM äußerte, könnten auch Christopher Buchtmann oder Rückkehrer Lukas Daschner für Kyereh auf der Zehn spielen. Ein neues Gesicht im Kader des Kiezklubs wäre angesichts der Aussagen des Sportlichen Leiters eine große Überraschung. Endgültige Gewissheit herrscht im schnelllebigen Fußballgeschäft aber erst ab Montag um 18 Uhr, wenn das Transferfenster schließt. (ajr) *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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