Regionalligist qualifiziert sich

Mit HSV und FC St. Pauli: Auch Eintracht Norderstedt im DFB-Pokal dabei

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Sie spielen eigentlich in der Regionalliga. Weit entfernt von HSV und FC St. Pauli. Doch Eintracht Norderstedt ist neben Hamburgs Top-Klubs im DFB-Pokal dabei.

Hamburg/Norderstedt – Der Hamburger SV hat gerade erst sein Training für die nächste Saison wieder aufgenommen. Für den FC St. Pauli gilt das nach einer kurzen Sommerpause auch. Pause? Die hatten Hamburgs Amateurfußballer genug. Wegen der Coronavirus-Pandemie hat der Hamburger Fußball-Verband (HFV) die Saison 2020/2021 abgebrochen. Einen Teilnehmer für den DFB-Pokal muss der HFV trotzdem benennen. Jetzt ist er gefunden. Eintracht Norderstedt ist hinter St. Pauli und dem HSV die Nummer drei in Hamburg – zumindest im Pokal.

Fußballverein:Fußballclub Eintracht Norderstedt von 2003 e. V.
Gegründet:2003
Ligazugehörigkeit:Regionalliga Nord
Trainer:Jens Martens/Olufemi Smith

Mit HSV und St. Pauli im DFB-Pokal: Norderstedt qualifiziert sich durch einen 1:0-Sieg gegen FC Teutonia 05

Im Qualifikationsspiel zur Teilnahme am Pokalwettbewerb des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) besiegt die Eintracht am Samstag, 26. Juni 2021, im heimischen Edmund-Plambeck-Stadion den FC Teutonia 05. Damit wiederholt der Verein aus der Regionalliga Nord seinen Triumph aus dem Vorjahr, als die Mannschaft des Trainerduos Jens Martens und Olufemi Smith den Oberligisten TSV Sasel mit 5:1 besiegte. Damals qualifizierte sich Norderstedt über eine normale Pokalrunde in der Hansestadt Hamburg für den DFB-Pokal. Diesmal gibt es einen kleinen, aber feinen Unterschied.

Jan Lüneburg jubelt: Der Stürmer hat Eintracht Norderstedt in den DFB-Pokal geschossen, wo der Regionalligist Seite an Seite mit dem FC St. Pauli und dem HSV die Farben Hamburgs vertritt. (24hamburg.de-Montage)

Weil der Hamburger Fußball-Verband wegen der Corona-Pandemie die Saison 2020/2021 abgebrochen hat, war auch der sogenannte Lotto-Pokal nach der Ersten Runde auf Eis gelegt. Die Ober- und Regionalligisten – also auch Norderstedt und Teutonia 05 aus dem Stadtteil Hamburg-Ottensen – sollten erst ab Runde drei einsteigen. Das passierte wegen der Pandemie-Pause nicht. Die Regeln des HFV sehen für diesen Fall vor: Das am höchsten platzierte Hamburger Team darf in den DFB-Pokal einziehen.

DFB-Pokal: Eintracht Norderstedt kassiert im Wettbewerb an der Seite von HSV und FC St. Pauli 137.000 Euro Prämien

Das große Problem: Weil auch die Regionalliga Nord, die unter dem Dach des Norddeutschen Fußball-Verbandes (NFV) spielt, abgebrochen werden musste, gab es keine am höchsten platzierte Mannschaft. Die Entscheidung des HFV: ein Final-Turnier mit den drei Hamburger Regionalligisten Norderstedt, Teutonia 05 und Altona 93. Weil Altona 93 bereits im Vorfeld dankend abwinkt, ermittelten Norderstedt und Teutonia 05 in einem Qualifikationsspiel den DFB-Pokalteilnehmer. Mit dem besseren Ende für Eintracht Norderstedt.

Die Mannschaft ist dank eines Treffers von Mittelstürmer Jan Lüneburg aus der 48. Minute alter und neuer Hamburger Pokalsieger. In der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals können die Amateurfußballer von Trainer Jens Martens und Olufemi Smith (gewann einst als Teilnehmer beim TV-Format „Schlag den Raab“ eine Millionensumme) nun nicht nur darauf hoffen, auf einen Profiverein zu treffen, sondern bekommen auch eine mit der Teilnahme am Wettbewerb verbundene Prämie vom DFB in Höhe von rund 137.000 Euro. Ein netter Geldsegen schon ehe man Seite an Seite mit dem HSV und dem FC St. Pauli in der Erste Runde antritt. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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