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Kampfansage von Teutonia 05-Spieler Meyer an RB: „Fahren nicht hin, um zu verlieren“

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Von: Robin Dittrich

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Der FC Teutonia 05 trifft am 30. August im DFB-Pokal auf RB Leipzig. Wir haben exklusiv mit Teutonias Nummer 10, Linus Meyer, über die Partie gesprochen.

Hamburg – Der FC Teutonia 05 Ottensen trifft in der Regionalliga Nord normalerweise auf Mannschaften wie den SC Weiche Flensburg oder den FC Eintracht Norderstedt. Am Dienstag, 30. August 2022, wartet ein um einiges größerer Name auf die Mannschaft aus dem Hamburger Stadtteil Ottensen. Die Mannschaft von Trainer David Bergner tritt im DFB-Pokal gegen Champions League-Teilnehmer RB Leipzig an. Nach gewonnenem Lotto-Pokal 2021/22 hat Teutonia 05 sich dieses Spiel verdient. Bisher gibt sich Teutonia zahm vor der Partie gegen RB, die nach Anschlägen auf den Rasen in Dessau jetzt in Leipzig stattfindet. Der FC St. Pauli und HSV hatten die Austragung des Spiels abgelehnt.

Beim FC Teutonia 05 mit an Bord: Linus Meyer. Der Mittelfeldspieler hat seine ganz eigene DFB-Pokal-Historie. Für den SV Rödinghausen, einen seiner Ex-Vereine, traf der 30-Jährige im DFB-Pokal gegen niemand geringeren als den großen FC Bayern München ins Schwarze.

Fußballspieler:Linus Meyer
Verein:FC Teutonia 05 Ottensen
Geboren:7. Januar 1992 in Hamburg
Position:Offensives Mittelfeld

Interview mit Linus Meyer: Teutonias Nummer 10 blickt auf das DFB-Pokalspiel gegen RB Leipzig voraus

Im exklusiven 24hamburg.de-Interview hat sich Meyer zum Spiel gegen RB Leipzig geäußert, das am Dienstag, 30. August 2022, live im TV läuft. Der Mittelfeldspieler trägt die Nummer 10 beim FC Teutonia und spielt seit der Saison 2022/23 im Verein. Er wechselte vom Drittligisten TSV Havelse zurück nach Hamburg, wo er schon für den FC Eintracht Norderstedt in der Regionalliga Nord vor den Ball getreten hat.

Im Hintergrund eine Choreografie von RB Leipzig-Fans zum DFB-Pokal. Im Vordergrund Teutonia 05-Spieler Linus Meyer.
Er weiß, wie DFB-Pokal geht: Linus Meyer traf für Ex-Club Rödinghausen gegen Bayern München – und findet nun deutliche Worte Richtung Teutonia 05-Gegner RB Leipzig. (24hamburg.de-Montage) © Hanno Bode/Picture Point LE/imago

Hallo Linus, die Saison hat vor noch nicht allzu langer Zeit begonnen. Wie läuft‘s bei dir persönlich?

Linus Meyer: Ganz gut soweit.

Ihr habt zuletzt im Lotto-Pokal mit 3:1 gegen die SV Halstenbek-Rellingen gewonnen. Wie war diese Pokal-Partie kurz vor dem DFB-Pokalspiel?

Meyer: Es ist immer schwierig, gegen tief stehende Mannschaften zu spielen. Für viele unterklassige Vereine sind das oft richtige Highlight-Spiele. Aber wir haben das Ganze recht souverän über die Bühne gebracht. Der Gegner hat es uns aber reichlich schwer gemacht.

Im Gegensatz zum Lotto-Pokal läuft es in der Regionalliga Nord noch nicht so gut. Bisher stehen nach fünf Spielen nur sieben Punkte zu Buche – woran liegt das?

Meyer: Wir fragen uns auch häufiger, warum das so ist. Wir sind ein relativ neues Team, haben viele neue Spieler – da muss sich die Mannschaft erst noch finden. Wir konnten aber schon eine gute Steigerung erkennen. Vor allem, wenn man das erste Spiel mit der aktuellen Situation vergleicht. Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind – wenn wir so weiter machen, werden auch weiter bessere Ergebnisse kommen.

Teutonia 05 vorm Pokalspiel gegen RB Leipzig – Meyer: „Wir haben dort einmalig die Chance, uns deutschlandweit zu präsentieren.

Was traust du deiner Mannschaft im Laufe der Saison noch zu?

Meyer: Ich würde gar nicht sagen, dass man da unbedingt ein konkretes Ziel haben muss. Nach dem Start mit zwei Niederlagen in Folge sollten wir erst mal gucken, dass wir uns weiterentwickeln und unsere Punkte holen. Wenn wir so wie jetzt weiterspielen, dann wird es aber natürlich noch besser als Platz 15 (lacht). Daran arbeiten wir auch in jedem Training hart.

Ist es ein persönliches Ziel vor dir, vor Eintracht Norderstedt zu landen? Dort hast du ja sieben Jahre lang gespielt ...

Meyer: Ich glaube, wir sollten eher auf uns gucken und unser Ding machen. Was andere Vereine machen, ist erstmal zweitrangig. Ich verfolge Norderstedt noch immer, aktuell hat Teutonia 05 aber natürlich Priorität.

Kommen wir zum Pokalspiel gegen RB Leipzig: Wie sieht es gerade innerhalb der Mannschaft aus – habt ihr Bock auf das Spiel oder herrscht Panik, weil der große Champions League-Teilnehmer wartet?

Meyer: Panik haben wir auf keinen Fall. Vor dem Spiel gegen RB hatten wir zuletzt ja noch zwei für unsere Verhältnisse viel wichtigere Spiele im Lotto-Pokal und der Regionalliga. Die beiden Wettbewerbe werden uns noch die gesamte Saison über verfolgen – der DFB-Pokal ist eher ein Bonus-Spiel. Wir haben dort einmalig die Chance, uns deutschlandweit zu präsentieren. Das ist zwar schön, die anderen Wettbewerbe sind aber deutlich wichtiger.

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DFB-Pokalspiel gegen RB Leipzig: Teutonia 05-Kicker Linus Meyer kennt große Gegner – er traf schon gegen Bayern München

Heißt das, im DFB-Pokal gilt eher das Prinzip „dabei sein ist alles“ oder wollt ihr die Partie gewinnen?

Meyer: „Dabei sein ist alles“ gilt definitiv nicht! Wir wollen alles heraushauen und es Leipzig so schwer wie möglich machen. Die Jungs aus dem Team haben sich im letzten Jahr für den DFB-Pokal qualifiziert und somit haben wir uns dieses Spiel verdient. Es geht niemand in ein solches Spiel rein und sagt: „Wir wollen verlieren“. Wir wollen unsere beste Leistung abrufen und damit das beste Ergebnis herausholen.

Traut ihr euch denn zu, zu gewinnen?

Meyer: Da muss schon viel für passieren! Aber unmöglich ist es nicht. Man sieht ja, dass auch andere große Vereine Probleme hatten – so wie Bayer Leverkusen beim 3:4 gegen den SV Elversberg. Auch wenn uns das wahrscheinlich nur wenige zutrauen, ist die Chance da.

Durch die Beschädigung des Rasens im Stadion in Dessau muss das Spiel jetzt in der Red Bull-Arena in Leipzig stattfinden, Hat sich eure Stimmungslage dadurch verändert?

Meyer: Ist das wirklich ein Müssen? Die Red Bull-Arena ist ja auch einfach ein schönes Stadion. Natürlich hätten wir gerne in Hamburg gespielt, aber ein Champions League-Stadion ist auch etwas Schönes. Ich hoffe, dass einige Zuschauer in der Arena sein werden, damit das Stadion nicht so leer wirkt. Auch für die Stimmung wäre es super, nicht vor halbleeren Rängen zu spielen – das kann ich mir aber eigentlich auch nicht vorstellen. Die paar Kilometer mehr machen uns nichts aus, dafür können wir dann in dem schönen Stadion spielen.

Das wäre natürlich das nächste Highlight.

Linus Meyer, Mittelfeldspieler des FC Teutonia 05, auf die Frage, ob er gegen RB Leipzig ein Tor erzielt

Auf wie viele Teutonia-Fans hofft ihr denn in Leipzig?

Meyer: Durch die Verlegung mussten leider alle Tickets storniert werden. Wir hoffen natürlich auf eine große Unterstützung und ein volles Stadion.

Du hast im Jahr 2018 noch im Dress des SV Rödinghausen ein Tor zum 1:2 gegen den FC Bayern München erzielt – war das das Highlight deiner bisherigen Karriere?

Meyer: Es war auf jeden Fall eins der Highlights. Ich erinnere mich gern daran zurück. Ich habe für den SV Rödinghausen 2019/20 auch gegen Dynamo Dresden getroffen und damals sind wir dann sogar eine Runde weitergekommen – das war auch ein sehr schönes Erlebnis. Gegen Bayern sind wir ja leider ausgeschieden.

Was hast du zukünftig noch vor? Hast du Träume im Fußball, die du verwirklichen möchtest?

Meyer: Ich bin mit 30 Jahren nicht mehr der Jüngste. Ich habe jetzt zwei Jahre Vertrag bei Teutonia und werde in dieser Zeit alles für den Verein geben. Hoffentlich werden wir eine erfolgreiche Zeit zusammen haben und bestmögliche Ergebnisse erzielen – dabei will ich eine große Rolle spielen. Wo der Weg danach hinführt, kann ich jetzt nicht sagen. Damit will ich mich jetzt auch nicht beschäftigen. Mit Teutonia wäre es auf jeden Fall super, nochmals den Hamburger Pokal zu gewinnen. Wir sind eine hungrige Truppe und wollen einiges erreichen.

Vielen Dank für das Interview Linus, vielleicht gelingt dir ja auch ein Treffer gegen RB Leipzig ...

Meyer: (lacht) Das wäre natürlich das nächste Highlight.

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