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„Irgendwann höherklassig trainieren“: Springt Schultz dem FC St. Pauli ab?

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Von: Jan Knötzsch

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Sportchef Andreas Bornemann ist zuversichtlich, was die Verlängerung mit Trainer Timo Schultz angeht. Zu optimistisch? Offenbar hakt es an einigen Stellen noch.

Hamburg – Die Erfolgsgeschichte des FC St. Pauli ist längst auch über die Grenzen der Hansestadt Hamburg bekannt. Völlig logisch, denn schließlich ist die Mannschaft, die ihre Heimat unweit der Reeperbahn im Stadtteil St. Pauli hat, die Nummer eins. Nicht nur in Hamburg, sondern was die gesamte Zweite Bundesliga angeht. Sie überzeugt dabei so sehr, dass Ex-Geschäftsführer Andreas Rettig bereits vom FC St. Pauli-Aufstieg redet.

Nun, bis das Ganze unter Dach und Fach ist, wird noch viel Wasser die Elbe entlang fließen. Klar ist aber, dass sich Trainer Timo Schultz als Architekt des Erfolges mehr als nur einmal auf die Schulter klopfen kann. Entsprechend will der Klub vom Kiez mit seinem Trainer verlängern. Doch da hakt es. Warum? Und: Lässt eine Äußerung auf einen Abschied schließen?

Fußballtrainer:Timo Schultz
Geboren:26. August 1977 (Alter: 44 Jahre), Wittmund
Durchschnittliche Amtszeit als Trainer:2,24 Jahre
Bevorzugte Formation:4-3-1-2

Wird die Vertragsverlängerung mit Timo Schultz für FC St. Pauli-Sportchef Andreas Bornemann härter als gedacht?

Während Kapitän Philipp Ziereis sich in Sachen Aufstieg noch zurückhaltend gibt und Stürmer Guido Burgstaller sogar in den Sphären von Bayern-Stürmer Robert Lewandowski wildert, hat Sportchef Andreas Bornemann so seine Arbeit, wenn es um die kommende Saison geht. Auch das ist logisch, schließlich weckt der Erfolg des FC St. Pauli auch andernorts viele Begehrlichkeiten. FC St. Pauli-Spieler Finn Ole Becker denkt beispielsweise an einen Abschied. Und auch bei Daniel-Kofi Kyereh wäre es nicht das erste Mal, dass Bundesligisten bei ihm auf der Matte stehen.

Im Hintergrund FC St. Pauli- und USP-Fahnen im Millerntorstadion. Im Vordergrund FC St. Pauli-Trainer Timo Schultz.
Nachdenklicher FC St. Pauli-Trainer Timo Schultz: Seine Vertragsverlängerug beim Kiezklub hakt derzeit noch. (24hamburg.de-Montage) © foto2press/imago & Picture Point/imago

Und dann wäre da eben auch noch „Schulle“. Die FC St. Pauli-News von der Vertragsverlängerung des am Millerntor so beliebten Trainers wollte der Klub so schnell wie möglich präsentieren – am besten noch auf der Mitgliederversammlung des Zweitligisten aus Hamburg, ehe der Weihnachtsmann mit den richtigen Geschenken kommt. „Wir bewegen uns auf die Zielgerade zu. Ich glaube, dass wir da relativ weit gekommen sind und bald etwas verkünden können. Zu Weihnachten wäre es ein schönes Geschenk für die Fans“, so Sportchef Bornemann zuletzt im TV bei Sky.

FC St. Pauli-Trainer Timo Schultz und mögliche Angebote von „oben“ – das gibt er den Fans mit auf den Weg

Doch dazu wird es nach Informationen des Hamburger Abendblatts vermutlich nicht so schnell kommen. Auch wenn FC St. Pauli-Sportchef Andres Bornemann sich so optimistisch gegeben hat. Stattdessen ziehen sich die Verhandlungen zwischen Trainer Timo Schultz, der schon bei Werder Bremen auf der Wunschliste stand, und dem Verein in die Länge. Auslöser? Da gibt es nur Spekulationen, wie sie das Abendblatt betreibt: Es soll um eine Gehaltserhöhung, die Laufzeit und womöglich auch eine Ausstiegsklausel gehen, damit Timo Schultz im Falle eines Falles aus seinem Vertrag kann.

Dann nämlich, wenn ein interessantes Angebot lockt. „Ich will irgendwann schon höchstmöglich trainieren, das muss aber nicht sofort sein“, sagt Timo Schultz laut Hamburger Abendblatt. Ihm mache es, so „Schulle“ weiter, „hier wahnsinnig viel Spaß, mit der Mannschaft zu arbeiten. Das ist das Entscheidende für mich“ Das „Geiern nach dem nächstmöglichen Job eine Liga höher oder wo es ein paar Euro mehr gibt“, sei für ihn nicht so wichtig, befindet Schultz.

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Und beruhigt auch die Fans des FC St. Pauli: „Es hakt nirgends. Wir haben doch immer betont, dass wir wissen, was wir aneinander haben. Es ist alles auf einem guten Weg“, so Schultz. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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