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HSV-Schreck des FC St. Pauli kämpft um seinen Einsatz im Stadtderby

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Von: Antonio José Riether

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Drei Tore in zwei Spielen gegen den HSV, das ist die Derby-Statistik von St. Pauli-Stürmer Simon Makienok. Trotzdem muss der Däne um seinen Einsatz kämpfen.

Hamburg - In den vergangenen Monaten zeigte der FC St. Pauli konstant ansprechende Leistungen und führt seit dem 9. Spieltag durchgängig die Tabelle der Zweiten Bundesliga an. Mit 39 Toren stellen die Kiezkicker die derzeit zweitbeste Offensive hinter Verfolger Darmstadt. Mit 14 Treffern besorgte Guido Burgstaller einen Großteil der bisherigen Saisontore, bei seinem Sturmkollegen Etienne Amenyido scheint nach zwei Treffern in den letzten beiden Spielen der Knoten geplatzt zu sein.

Die Ausbeute der anderen Mittelstürmer ist allerdings überschaubar. Besonders Angreifer Simon Makienok leidet seit einiger Zeit an Ladehemmung – außer es geht gegen den Hamburger SV. Damit stellt der Däne seinen Trainer Timo Schultz vor eine schwierige Entscheidung.

Fußballspieler:Simon Makienok
Geboren21. November 1990 (Alter: 31 Jahre) in Næstved, Dänemark
Position:Mittelstürmer
Pflichtspiele/Tore für den FC St. Pauli:33/5 Tore

FC St. Pauli: Simon Makienok trifft stets gegen den HSV – doch dann sinkt die Formkurve

Beim überraschenden Pokalerfolg im Achtelfinale gegen den BVB machten sowohl Guido Burgstaller als auch Etienne Amenyido einen starken Eindruck. Erst in den Schlussminuten wurde der Führende der Zweitliga-Torschützenliste durch Makienok ersetzt, um beim Stand von 2:1 etwas Zeit von der Uhr zu nehmen. Auch beim Derby könnte sich Schultz für die zuletzt erfolgreiche Doppelspitze entscheiden, dagegen spricht jedoch die Fähigkeit des Reservisten Makienok, stets in den Lokalduellen gegen den HSV zu treffen.

Darf Simon Makienok gegen seinen Lieblingsgegner HSV ran?
Darf Simon Makienok gegen seinen Lieblingsgegner HSV ran? © Torsten Helmke/Claus Bergmann/imago

Der ehemalige dänische Nationalspieler stieß zu Beginn der vergangenen Saison zu den Braun-Weißen und blieb in seinen ersten Spielen weitestgehend blass. Bis zum ersten Derby am 6. Spieltag, als er beim 2:2 im Volksparkstadion den zwischenzeitlichen Ausgleich durch Rodrigo Zalazar vorbereitete und kurz darauf selbst traf. In den restlichen Saisonspielen netzte er nur noch einmal ein, beim Rückspiel gegen dem HSV blieb er bis zum Abpfiff auf der Ersatzbank.

Auch in der laufenden Spielzeit zeichnet sich erneut ein ähnliches Schema beim 2,01-Meter-Mann ab. Am dritten Spieltag kam es zum ersten Stadtderby am Millerntor-Stadion, das St. Pauli mit 3:2 für sich entscheiden konnte. Der gefeierte Mann war erneut Makienok, der die Partie mit einem Doppelpack innerhalb von drei Minuten im Alleingang entschied. Nach seinem vielversprechenden Derby-Auftritt kam jedoch kaum etwas nach, so steuerte er nur noch einen Treffer beim 4:0 gegen Rostock bei.

FC St. Pauli: Kommt Angreifer Simon Makienok im Derby gegen den HSV zum Einsatz?

Der gefeierte Derbyheld verschwand also im zweiten Jahr in Folge von der Bildfläche, die letzten fünf Ligaspielen kam er – auch coronabedingt – nur auf eine Spielminute. Beim letzten Zweitliga-Heimspiel, dem Last-Minute-2:2 gegen Aue, schaffte er es nicht einmal in den Spieltagskader. „Seine Spiele werden noch kommen“, kündigte Sportdirektor Andreas Bornemann im Februar vergangenen Jahres gegenüber der Mopo an, seinen Torinstinkt fand Makienok seitdem jedoch nur gegen den HSV wieder.

Für das Derby könnte er zumindest ein Kandidat für die Bank sein, auch weil Stürmer Nummer vier, Igor Matanovic, mit einem positivem Corona-Befund ausfällt. In der Startelf wird sich Makienok aber mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht wiederfinden, dafür ist das Duo Burgstaller/Amenyido zu gut aufgelegt. Sollte alles gegen den FC St. Pauli laufen, hätte Schultz immerhin eine Wunderwaffe in der Hinterhand. (ajr) *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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