Abbruch der Handball-Saison

Virtuelle Feier: THW Kiel ist Deutscher Meister 2019/2020

Die Spieler des THW Kiel freuen sich über ihren Titelgewinnen. Sie stehen nebeneinander. Im Vordergrund hält ein Spieler die Meisterschale hoch.
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Seinen Meistertitel kann der THW Kiel aufgrund des Coronavirus-Sars-CoV-2 2020 nur virtuell feiern.
  • Wiebke Kaßmann
    vonWiebke Kaßmann
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Kein Fan Jubel, keine Sektfontänen, keine Siegerehrung, der Grund: das Coronavirus-Sars-CoV-2. Der THW Kiel ist „Deutscher Meister Saison 2019/20 – die Unvollendete“, wie er selbst auf seiner Homepage schreibt.

  • THW Kiel ist Deutscher Handball-Meister der Saison 2019/2020.
  • Die Mannschaft feierte den Titelgewinn aufgrund des Coronavirus-Sars-CoV-2 virtuell.
  • Die Siegerehrung wird nachgeholt.

Kiel – Trotz des Abbruchs der Handball-Saison wegen des Coronavirus-Sars-CoV2 bezweifeln die Spieler des THW Kiel eines nicht: Sie haben den Titel Deutscher Handball-Meister 2019/2020 verdient, wie nordbuzz.de* berichtet. Feiern können sie allerdings nur virtuell in einer 30-minütige Videokonferenz. Coronavirus-Sars-CoV2-bedingt stießen die Spieler mit Trainer Filip Jicha online auf den 21. Titel des deutschen Rekordmeisters an.

Fünf Jahre lang hatten die Kieler auf die Meisterschaft warten müssen. Aber nicht deshalb wird der Titel besonders in Erinnerung bleiben. „Die Meisterschaft 2020 ist einmalig und bleibt hoffentlich auch einmalig. Denn wir wurden nach 26 Spieltagen gestoppt, weil die ganze Welt eingebremst wurde“, sagte der 38-jährige Jicha, der gleich in seinem ersten Jahr als Cheftrainer seinen ersten Titel holte.

Für Nationalspieler Rune Dahmke ist es „komisch, wie plötzlich jetzt alles zu Ende gegangen ist. Wir hatten bis zuletzt gehofft, dass wir die Saison zu Ende spielen und gemeinsam mit unseren Fans feiern können.“

THW Kiel ist trotz Coronavirus-Sars-CoV-2 Handball-Meister

Aus einer gemeinsamen Feier mit den Fans wurde nichts. Via WhatsApp hatte THW Geschäftsführer Viktor Szilagyi die Spieler über den Titelgewinn informiert. Kurz zuvor hatte die große Mehrheit der 36 Clubs der 1. und 2. Bundesliga beschlossen, die Saison wegen des Coronavirus-Sars-CoV2 abzubrechen.

„So etwas erlebt man auch nicht alle Tage“, sagte Kreisläufer Hendrik Pekeler. Doch Zweifel daran, dass der THW ein würdiger Meister ist, hatte der Nationalspieler ebenso wie seine Teamkollegen nicht. „Natürlich wären wir lieber nach dem 34. Spieltag Meister geworden, aber nichtsdestotrotz sind wir stolz darauf, was wir in drei Viertel dieser Saison geleistet haben. Der Meistertitel ist dafür eine Anerkennung.“

Coronavirus-Sars-CoV-2 bremst THW Kiel aus

Wann und wie die Meisterschale übergeben wird, ist derzeit völlig offen. „Wir werden es in jedem Falle noch machen“, sagte Liga-Chef Uwe Schwenker. „Ich denke, ein entsprechender Rahmen sollte natürlich dafür vorhanden sein.“ Wann der THW noch weitere Titel feiern kann, ist ebenso offen. Im DHB-Pokal und in der Champions League sind die Norddeutschen im Wartestand. In Deutschland sind alle Großveranstaltungen bis zum 31. August untersagt.

So gibt es für das ursprünglich für April geplante Pokal-Final-4 in Hamburg noch keinen neuen Termin. In der europäischen Königsklasse, in der die Kieler im Viertelfinale stehen, ist der Fortgang ebenfalls ungewiss. Das Final-4 in Köln ist aktuell für Ende Dezember geplant.

dpa/wka

* nordbuzz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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