97:98-Pleite in Chemnitz

Hamburg Towers: Später Spiel-Schock – Siegesserie vorbei

  • Thanh Nguyen
    vonThanh Nguyen
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Bittere Nummer für die „Türme“, mit der Herrlichkeit ist es vorbei: Die Hamburg Towers verlieren in Chemnitz – nach neun Siegen in Folge in der BBL.

Update vom Montag, 19. April 2021, 23:10 Uhr: Hamburg – Die Hamburg Towers können doch noch. Leider – aus Sicht der Mannschaft von Trainer Pedro Calles. Nach zuletzt neun Siegen in Folge kassierten die „Türme“ in der Basketball-Bundesliga BBL bei den NINERS Chemnitz am Montagabend eine knappe 97:98-Niederlage. Der Negativ-Hammer für die Hamburgs Vorzeige-Basketballer: Die Entscheidung fiel in der letzten Sekunde des Spiels!

Marcus Thornton versenkte kurz vor dem Ende für die Gastgeber einen Dreierwurf – und die Köpfe der Towers, bei denen Kameron Taylor mit 23 Punkten bester Werfer war, gingen nach unten. Zuvor glich die Partie einem Wechselbad der Gefühle: Nach einer 29:20-Führung für die Towers drehte Chemnitz die Partie binnen fünf Minuten mit einer 18:2-Serie. Zwar gelang dem Team von Towers-Trainer Pedro Calles zwischenzeitlich der Ausgleich zum 40:40, danach aber zogen die NINERS mit acht Punkten in Folge wieder klar davon.

Auch im zweiten Abschnitt glänzte der Tabellen-Zwölfte gegen den Sechsten vor allem von der Dreierlinie, während die Hanseaten eine Vielzahl von Fehlversuchen aus der Distanz verbuchten. Knapp sechs Minuten vor dem Ende schien die Partie angesichts eines Rückstandes von 13 Punkten für die Hamburger entschieden. Doch dann gingen die Hanseaten kurz vor Schluss noch einmal in Führung. Am Ende aber hatten die Sachsen das bessere Ende für sich.

Basketball-Team: Hamburg Towers
Homepage: hamburgtowers.de
Arena: edel-optics.de-Arena
Gründung:2013
Geschäftsführer: Marvin Willoughby, Jan Fischer

Hamburg Towers: Rechnung offen – jetzt ist Chemnitz dran!

Erstmeldung vom 17. April 2021, 17:12:

Hamburg – Sieg! Sieg! Sieg! Sieg! Sieg! Sieg! Sieg! Sieg! Sieg! Neunmal in Folge haben die Hamburg Towers in der Basketball-Bundesliga BBL nun schon gewonnen und damit einen neuen Rekord aufgestellt. Hamburg ist sportlich gesehen wieder obenauf!

Am Montagabend, 18. April 2021, steht das Gastspiel bei den NINERS Chemnitz (ab 20:30 Uhr, live auf Magenta Sport) auf dem Programm. Folgt nun der zehnte Streich? „Wir befinden uns ab sofort in der Playoff-Vorbereitung. Wir arbeiten über neun, zehn Monate auf unseren Höhepunkt hin. Nur auf einem Level zu spielen, ist für mich keine Option“, mahnt Trainer Pedro Calles. „Stattdessen möchte ich mein Team auf unterschiedlichste Szenarien vorbereiten“, sagt der Towers-Trainer.

Diesmal will sich Justus Hollatz von den Hamburg Tower nicht von Jan Niklas Wirnberg und den NINERS Chemnitz schlagen lassen. (24hamburg.de-Montage)

„Wir haben aber noch einige Fragezeichen: Marvin Ogunsipe fehlte bereits beim letzten Spiel. Maik Kotsar und Bryce Taylor sind etwas angeschlagen, ihr Einsatz wird sich kurzfristig entscheiden“, erklärt Calles und ergänzt: „Dafür haben wir mit der Rückkehr von Johannes Richter eine erfreuliche Nachricht. Wir hoffen, dass er uns fortan wieder weiterhelfen kann.“

Sieg gegen Oldenburg bringt die Playoffs

Zur Erinnerung: Dank des 80:74-Erfolges gegen Oldenburg am vergangenen Mittwoch konnten sich die Türme bereits vorzeitig das Ticket für die Playoffs sichern – erstmals in ihrer zweiten Saison in der BBL. „Das fühlt sich super an. In der Kabine haben wir ein wenig gefeiert, sind rumgehüpft und haben geschrien. Aber nun liegt der Fokus auf dem Spiel gegen Chemnitz“, warnt Kotsar im exklusiven 24hamburg.de-Interview vor verfrühter Euphorie.

Nichtsdestotrotz „ist das ein super Gefühl und eine tolle Leistung. Wir wollten die Towers im zweiten Bundesliga-Jahr einfach nur in der Liga etablieren. Und nun stehen wir vorzeitig in den Playoffs. Unglaublich“, so Kotsar weiter. Gegen die Sachsen soll die Siegesserie der Basketballer von der Elbe natürlich weitergehen. Dazu haben die Hamburg Towers noch eine Rechnung offen: Kurz vor dem Jahreswechsel siegte Chemnitz deutlich 95:75 in der edel-optics.de-Arena.

Hamburg Towers: Mit Chemnitz ist noch eine Rechnung offen – Calles-Team will Revanche

„Es war nicht einfach im Hinspiel, aber das lag vor allem an uns. Sie haben den Ball sehr gut bewegt. Anstatt ihren Angriff durch unsere Defense zu beeinflussen, haben sie unsere Verteidigung mit ihrer Offensive diktiert. Wir müssen ihnen es jetzt also schwer machen, den Ball zu bewegen und ihnen keine freien Würfe gestatten“, analysiert T.J. Shorts, der Woche für Woche neben Kotsar zu den Besten gehört.

„Seit einiger Zeit bestreiten wir zwei Spiele pro Woche. Aber Müdigkeit darf in keinem Spiel eine Ausrede sein. Es ist unser Job, auch abseits des Feldes professionell zu sein. Wir müssen uns ausruhen, Physiotherapie und Eisbäder nutzen, auf unsere Körper achten“, fügt er hinzu.

Wir müssen ihnen es schwer machen, den Ball zu bewegen und ihnen keine freien Würfe gestatten.

- T.J. Shorts zu den Towers-Plänen für das Spiel gegen Chemnitz -

Angesichts der aktuellen Leistungen ist der Tabellen-Sechste von der Elbe im Duell gegen den 13. klarer Favorit und scheinbar unschlagbar. Jüngst wurden sogar die Riesen vom FC Bayern München wurden von den Towers geknackt, genauso wie Titelverteidiger ALBA Berlin. Zunächst überraschten die Towers den Titelverteidiger, dann machten sie ALBA Berlin erneut fertig. Auch gegen Brose Bamberg gab es einen Erfolg – allesamt Basketball-Schwergewichte und drei derzeitige Playoff-Teams. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Claus Bergmann / IMAGO

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