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FC St. Pauli-Sportchef Bornemann genervt: Zwölf Verträge laufen aus – wer bleibt?

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Von: Jan Knötzsch

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Der FC St. Pauli führte die Tabelle der Zweiten Bundesliga an, träumt vom Aufstieg – und hat trotzdem große Sorgen. Was bewegt Sportchef Andreas Bornemann?

Hamburg – Eigentlich könnte selbst im Hamburger Winter, in dem in Sachen Coronavirus-Pandemie eine neue Omikron-Studie schockiert und die Pläne für den womöglich milliardenschweren Anbau des Hauptbahnhof Hamburg nun offiziell sind, beim FC St. Pauli eitel Sonnenschein herrschen. Der Zweitligist aus der Hansestadt Hamburg führt die Tabelle der Zweiten Liga an. Und Ex-Präsident Corny Littmann feiert bereits den Machtwechsel in Hamburg, indem er gegen den HSV stichelt. Doch beim Kiezklub ist unweit der Reeperbahn nicht alles so goldig, wie es glänzt.

Da wäre zum einen die Tatsache, dass sich Stürmer Simon Makieniok mit dem Coronavirus infiziert hat. Und ein Problem, das FC St. Pauli-Sportchef Andreas Bornemann aktuell gehörig auf die Nerven geht. Was ist da los auf St. Pauli?

Ex-Fußballspieler und jetziger Fußball-Funktionär:Andreas Bornemann
Geboren:15. September 1971 (Alter 50 Jahre), Neuenburg am Rhein
Aktuelle Position:Sportchef FC St. Pauli
Im Amt seit:1. Juli 2019

FC St. Pauli-Sportchef Andreas Bornemann will mit Trainer Timo Schultz verlängern – und hat weitere Baustellen

Dass der FC St. Pauli derzeit die Massen in der Zweiten Bundesliga und darüber hinaus begeistert, ist nicht von der Hand zu weisen. Ex-Geschäftsführer Andreas Rettig glaubt bereits seit Wochen an St. Paulis Aufstieg. Und auch Sky-Experte Torsten Mattuschka hat sich inzwischen geäußert, auf welchem Platz er den FC St. Pauli am Ende der Saison erwartet. Die Erfolgsserie der Kicker um Top-Torjäger Guido Burgstaller, der statistisch sogar Robert Lewandowski den Rang abgelaufen hat, weckt natürlich auch Begehrlichkeiten, so dass zuletzt bereits das eine oder andere FC St. Pauli-Transfergerücht das Licht der Welt erblickt hat.

Im Hintergrund Fahnen des FC St. Pauli auf einer Tribüne im Stadion. Im Vordergrund FC St. Pauli-Sportchef Andreas Bornemann.
Angespannter Gesichtsausdruck: FC St. Pauli-Sportchef Andreas Bornemann kommt derzeit nicht voran und ist davon wenig begeistert. (24hamburg.de-Montage) © Jan Hübner/Imago

Im Fokus dabei: Finn Ole Becker, der mit dem Gedanken spielen soll, den FC St. Pauli zu verlassen. Oder aber Daniel-Kofi Kyereh, dessen erfolgreiche Saison für den FC St. Pauli zu einem Problem werden könnte. Und da eine Sorge nicht allein kommt, gesellen sich für FC St. Pauli-Sportchef Andreas Bornemann auch noch weitere Problemfälle hinzu. So wie zum Beispiel die noch immer nicht feststehende Antwort auf die Frage, wann der FC St. Pauli mit Trainer Timo Schultz verlängert. Der Coach der Braun-Weißen hat sich zuletzt selbst zu seiner Zukunft beim FC St. Pauli und die Zeit darüber hinaus geäußert.

Bei gleich zwölf FC St. Pauli-Spielern läuft der Vertrag aus – wer hat noch eine Perspektive am Millerntor?

Doch auch das ist noch nicht genug. Denn wenn es kommt, dann kommt‘s dicke. Auch beim Kiezklub, der zuletzt so viele positive FC St. Pauli-News geschrieben hat. Denn auf FCSP-Sportchef Andreas Bornemann wartetet nebenbei auch noch die Aufgabe, zu entscheiden, was mit den insgesamt zwölf (!) Spielern passiert, deren Verträge am Millerntor am Ende der laufenden Saison auslaufen. Unter anderem steht auf dieser Liste auch der derzeitige Kapitän Philipp Ziereis, der zuletzt das Erfolgsrezept des FC St. Pauli verraten hat. Nur bei zwei Spielern ist klar, dass sie keine Perspektive mehr beim FC St. Pauli haben.

Das wären zum einen Luis Coordes, der bereits in die eigene U23 „abgeschoben“ ist und Marvin Knoll, bei dem ein Abgang sicher ist und nur noch die entsprechenden FC St. Pauli-Transfergerüchte ausstehen. Finn Ole Becker liebäugelt – wie erwähnt – mit seinem Abschied. Bleiben also noch einige weitere Kicker, bei denen Andreas Bornemann über ihr Wohl und Wehe beim FC St. Pauli entscheiden muss: Wie die Hamburger Morgenpost berichtet, könnten Rico Benatelli, Max Dittgen, Adam Dzwigala oder Simon Makienok mangels Spielpraxis von selbst auf einen Wechsel aus sein.

FC St. Pauli-Sportchef Andreas Bornemann hängt bei Personalplanungen in der Luft – daran liegt‘s

Ebenfalls nur noch mit einem gültigen Arbeitspapier beim FC St Pauli bis 30. Juni 2022 ausgestattet sind Christopher Buchtmann, James Lawrence, Sebastian Ohlsson und Jannes Wieckhoff. Der große Hemmschuh bei allen Personalien: Corona. „Wir stehen jetzt wieder bei Zuschauerreduktion und Geisterspielen. Das stürzt alles in eine tiefe Ungewissheit“, sagt FC St. Pauli-Sportchef Andreas Bornemann in der Mopo. Dieser Umstand heißt nämlich: Der Kiezklub kann schlecht planen, welche Menge an Geld ihm zur Verfügung steht. Bedeutet wiederum: Auch die Personalplanungen stocken.

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„Jeder möchte Planungssicherheit: die Spieler, wir auch“, zitiert die Mopo Andreas Bornemann. „Aber wir müssen dabei der Gesamtsituation Rechnung tragen“, fügt der FC St. Pauli-Sportchef dort an. Soll nichts anderes heißen als: abwarten und Tee trinken. Etwas anderes bleibt dem FC St. Pauli nicht übrig. Das Coronavirus und die pandemische Lage bestimmen das Geschehen. Nicht nur im Alltagsleben. Sondern auch im Fußball. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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