1. 24hamburg
  2. Sport
  3. Regionalsport

FC St. Pauli gegen Borussia Dortmund: Die Fakten zum Achtelfinal-Gipfeltreffen

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Antonio José Riether

Kommentare

Der Tabellenführer der Zweiten Liga trifft auf den Zweiten aus dem Oberhaus. Beim Pokal-Achtelfinale zwischen dem FC St. Pauli und dem BVB ist einiges geboten.

Hamburg - Nur drei Tage vor dem anstehenden Stadtderby zwischen dem Hamburger SV und dem FC St. Pauli am Freitagabend stehen für beide Teams schwere Aufgaben an. Am Dienstagabend, 18. Januar 2022, messen sich die beiden Zweitligisten im Achtelfinale des DFB-Pokals jeweils mit Bundesligisten. Der HSV hofft beim 1. FC Köln auf den Einzug ins Viertelfinale, St. Pauli hingegen bekommt es mit Borussia Dortmund zu tun.

Die Fakten zum Achtelfinal-Kracher zwischen dem Zweitliga-Spitzenreiter und dem Bundesliga-Zweiten.

FC St. PauliBorussia Dortmund
2. Bundesliga1. Bundesliga
1. Tabellenplatz2. Tabellenplatz
Gründungsdatum 15. Mai 1910Gründungsdatum 19. Dezember 1909

FC St. Pauli gegen Borussia Dortmund: Kiezkicker dank zwei knappen Siegen im DFB-Pokal-Achtelfinale

Unter Timo Schultz, der gerade seinen Vertrag verlängert hat, entwickelte sich der FC St. Pauli nach einer schwierigen Hinrunde in der vergangenen Saison peu à peu zum einem Spitzenteam der Zweiten Bundesliga. In der laufenden Saison machte die Mannschaft erneut einen Schritt nach vorne und steht nach 19 Spieltagen an der Tabellenspitze, erst vier Niederlagen setzte es bisher. Ähnlich erfolgreich lief es auch im DFB-Pokal, auf den 3:2-Erstrundensieg beim Drittligisten 1. FC Magdeburg folgte ein hart erkämpftes 3:2 nach Verlängerung beim Ligakonkurrenzen Dynamo Dresden. Nun wartet allerdings eine ganz andere Hausnummer auf die Schultz-Elf.

Erling Haaland und Guido Burgstaller sind die Toptorjäger ihrer Mannschaften.
Erling Haaland und Guido Burgstaller sind die Toptorjäger ihrer Mannschaften. (24hamburg.de-Montage) © Claus Bergmann/Christian Schroedter/Sven Simon/imago-images

Mit Borussia Dortmund gastiert nicht nur der aktuelle Bayern-Jäger der Bundesliga am Millerntor, sondern auch ein fünffacher Pokalsieger. Erst in der vergangenen Saison holten die Schwarz-Gelben nach einem furiosen 4:1 im Finale gegen RB Leipzig zuletzt den Pott, damit geht die Mannschaft von Marco Rose als Titelverteidiger in die Begegnung. Im laufenden Wettbewerb gab es zwei unaufgeregte Siege, auf ein 3:0 in Wiesbaden folgte ein 2:0 gegen Ingolstadt. Vor der Partie am Dienstag, 18. Januar 2022, gaben sowohl Rose als auch Schultz bereits einen personellen Einblick in ihre Teams.

FC St. Pauli gegen Borussia Dortmund: BVB-Trainer Rose muss seine Verteidigung umbauen

„Es sind eigentlich alle mehr oder weniger heil aus dem Spiel gegen Aue rausgekommen“, fasste Schultz die Personalsituation gegenüber der Vereins-Homepage zusammen. Zudem könnte auch Luca Zander, der das Trainingslager coronabedingt verpasste, aufgrund seines Trainingsrückstands fehlen. „Bei Afeez Aremu werden wir noch die Länderspielpause nutzen und gar kein Risiko einzugehen“, kündigte der Cheftrainer an, Simon Makienok könnte in den Kader zurückkehren. Außerdem muss St. Pauli weiterhin auf Daniel-Kofi Kyereh verzichten, der mit der ghanaischen Auswahl am Afrika-Cup teilnimmt.

24hamburg.de-Newsletter

Im Newsletter von 24hamburg.de stellt unsere Redaktion Inhalte aus Hamburg, Norddeutschland und über den HSV und den FC St. Pauli zusammen. Täglich um 8:30 Uhr landen sechs aktuelle Artikel in Ihrem Mail-Postfach – die Anmeldung ist kostenlos, eine Abmeldung per Klick am Ende jeder verschickten Newsletter-Ausgabe unkompliziert möglich.

Auf Seiten der Dortmunder fehlen ebenfalls recht wenige Profis, eine große Rotation bleibt laut Rose aus. Allerdings ist der Coach dazu gezwungen, seine Defensive umzubauen, nachdem sich Emre Can einen kleinen Muskelfaserriss im Adduktorenbereich zugezogen hatte. Thomas Meunier, der beim 1:4-Jahresauftakt gegen den SC Freiburg doppelt traf, wurde noch während des Spiels ausgewechselt und ist auch für Dienstagabend fraglich. Auch ein Einsatz von Angreifer Youssoufa Moukoko steht aufgrund von Adduktoren-Problemen noch nicht fest.

FC St. Pauli gegen Borussia Dortmund: Bilanz spricht für den Erstligisten – Wiedersehen für fünf Akteure

Für die 2000 zugelassenen Zuschauer am Millerntor hat das Spiel gegen Dortmund durchaus Seltenheitswert, das letzte Pflichtspiel zwischen den beiden Kultklubs liegt bereits mehr als sieben Jahre zurück. In der zweiten Runde des DFB-Pokals gewann der BVB Ende Oktober 2014 relativ locker mit 3:0 auf St. Pauli. Auch die Bilanz spricht für den Erstligisten: in 21 Partien gab es neben vier Remis insgesamt 15 Siege für Dortmund, nur zweimal gingen die Norddeutschen als Gewinner vom Platz. Der letzte Dreier liegt bereits mehr als drei Jahrzehnte zurück, am 30. November 1989 hieß es 2:1 für St. Pauli.

Es sind eigentlich alle mehr oder weniger heil aus dem Spiel gegen Aue rausgekommen.

FC St. Pauli-Trainer Timo Schultz zur Personallage vor dem DFB-Pokal-Spiel gegen Borussia Dortmund

Besonders für vier Akteure der Braun-Weißen wird die Achtelfinal-Partie etwas ganz Besonderes. Rico Benatelli verbrachte fünf Jahre im Nachwuchs sowie in der Reserve des BVB, Christopher Buchtmann blieb drei Jahre, Maximilian Dittgen sogar nur eines. Am längsten kickte Stürmer Etienne Amenyido in Dortmund. Der Herforder, der am Wochenende mit seinem Treffer eine Niederlage gegen Aue verhinderte, wurde von 2011 bis 2017 beim BVB ausgebildet. Zu einem Einsatz bei den Profis reichte es jedoch für keinen der vier. Bei der Borussia steht mit Moukoko nur ein Profi mit St.-Pauli-Vergangenheit im Kader.

Moukokos Stürmerkollege Erling Haaland steht auch am Dienstagabend im Fokus. Wettbewerbsübergreifend traf der Norweger in 18 Saisonspielen schon 21-mal und bereitete sechs weitere Treffer vor. Ihm gegenüber steht St. Paulis Mittelstürmer und Ex-Schalker Guido Burgstaller, der in 21 Pflichtspielen 16 Mal erfolgreich war und weitere fünf Assists lieferte. (ajr) * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare