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FC St. Pauli News: Hansa Rostock unter der Beobachtung der Hamburger Polizei

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Von: Sebastian Peters

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Nachdem Hansa Rostock tausende Millerntor-Tickets wieder zurückgegeben hat, rechnet die Polizei weiterhin mit Auseinandersetzungen im Stadtbereich.

Hamburg – Der aktuelle Gegner des FC St. Pauli, Hansa Rostock, verzichtet komplett auf ihr Ticketkontingent für den eigenen Fanblock. Wegen der aktuellen 2G-Regelung dürfen nur Geimpfte und Genesene in das Millerntor-Stadion. Die Hansa-Fans wollten diese Regelung scheinbar nicht akzeptieren und geben nun die Tickets zurück.

Wer nun davon ausgeht, dass die Hansa-Fans nicht nach Hamburg reisen, wird sich vermutlich am Sonntag wundern. Aus mehreren Kreisen hört man, dass zahlreiche Hardcore-Fans dennoch den Weg in die Hansestadt Hamburg antreten. Die Polizei versucht daher, ein Aufeinandertreffen der Fan-Lager zu verhindern.

Fußballverein aus Hamburg:FC St. Pauli
Gründung:15. Mai 1910
Stadion:Millerntor-Stadion
Vereinsfarben:Brau-Weiß

FC St. Pauli News: Polizei geht von Krawallen rund um das Millerntor-Stadion aus

Für die Polizei Hamburg wird das Aufeinandertreffen mit den Hansa-Rostock Fans sicher kein leichtes Spiel. Erst vor wenigen Wochen verstarb ein Kollege der Bereitschaftspolizei bei einer Übung in Mecklenburg-Vorpommern. Die Fans von Hansa-Rostock hatten danach ein Banner beim Heimspiel gegen Sandhausen im Fanblock hochgehalten, wo geschrieben stand: „Einer weniger - ACAB“

Hansa-Rostock gegen St.Pauli in Hamburg
Die Lage bleibt angespannt. Einsatzkräfte aus Hamburg sind in Alarmbereitschaft. (24hamburg.de-Fotomontage) © xcitepress/imago & Fotostand/imago

Hansa-Rostock Fans bejubeln tot von jungem Hamburger Polizisten – Andy Grote schreibt Wut-Brief an Hansa-Rostock

Der Verein distanzierte sich öffentlich von dem Banner. Auch der Innensenator von Hamburg, Andy Grote, verurteilt das Banner auf das Schärfste. In einem Brief, der direkt an Hansa-Rostock ging, schrieb er: „Dass hier offen der tragische und viel zu frühe Tod eines Hamburger Polizisten mit höhnischer Genugtuung begrüßt wird, ist unerträglich und eine Stufe von Menschenverachtung, die wir in deutschen Stadien noch nicht erlebt haben“.

„Einer weniger ACAB“ prangt auf dem XXL Banner beim Heimspiel von Hansa-Rostock gegen Sandhausen.
„Einer weniger ACAB“ prangt auf dem XXL Banner beim Heimspiel von Hansa-Rostock gegen Sandhausen. © Fotostand/Imago

Hansa-Rostock Fans verhöhnen verstorbenen Polizisten mit widerlichem Banner – Kollegen des verstorbenen werden gegen Fans am Sonntag eingesetzt

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Die Hamburger Polizei wird am Sonntag im gesamten Stadtgebiet verstärkt unterwegs sein. Auf 24hamburg.de-Nachfrage bestätigt die Pressesprecherin der Polizei Hamburg, Sandra Levgrün, dass auch die direkten Kollegen des verstorbenen Beamten im Einsatz gegen die Hansa-Fans sein werden.

Sie betonte aber auch, dass alle Kollegen mit der emotionalen Situation professionell umgehen werden. Sollten von den Hansa-Fans erneut ein Plakat wie im Stadion gegen Sandhausen zeigen, wird genaustens geprüft, ob eine Strafbarkeit vorliegt.

Fakt ist: Die Hamburger Polizei wird gewissermaßen ein „Aufklärungsnetz“ über die Hansestadt legen. Somit sollen Fangruppen frühzeitig erkannt werden und eine Konfrontation mit gegnerischen Fangruppen verhindert werden. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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