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FC St. Pauli blamiert sich gegen Hannover: Das ist zu wenig für einen Aufstieg

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Von: Robin Dittrich

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Das beste Heimteam der Liga geht im Millerntor mit 0:3 unter. Der FC St. Pauli verspielt die Tabellenführung – und so langsam auch den Aufstieg?

Hamburg – Was für eine Blamage für den FC St. Pauli. Nachdem es in der letzten Woche mit dem 3-2 bei Jahn Regensburg noch bergauf zu gehen schien, setzte es gegen Hannover 96 im Millerntor eine krachende 0-3 Niederlage. Die Hannoveraner begannen stark und blieben über die gesamte Partie das bestimmende Team. Bei den Kiezkickern schien in den letzten Spielen der Wurm drin zu sein. Nur sechs Punkte aus den vergangenen sieben Partien sind zu wenig für einen Aufstieg.

Fußballverein:FC St. Pauli
Gegner 23. Spieltag:Hannover 96
Endergebnis:0-3 für Hannover 96
Torschützen:Kaiser, Kerk, Stolze

Start verschlafen: Zur Pause hätte es schon 0-3 stehen müssen

Der FC St. Pauli kam in der ersten Halbzeit überhaupt nicht in die Gänge. Das Team des frisch verlängerten Trainers Timo Schultz hätte zur Pause schon gut und gerne 0-3 zurückliegen können. Hannover 96 hatte mehrere Hochkaräter, die jedoch nie den Weg ins Tor fanden. Selbst ein Kopfball auf den leeren Kasten führte nicht zu einem Treffer. Es lag also mehr am Glück und Unvermögen des Gegners, dass das Spiel nicht schon zur Pause entschieden wurde.

Guido Burgstaller schreit mit ausgebreiteten Armen in Richtung seiner Mitspieler. Im Hintergrund ist eine volle Tribüne im Millerntor mit einer FC St. Pauli-Flagge zu sehen.
Guido Burgstaller ist unzufrieden mit den Leistungen des FC St. Pauli. (24hamburg.de-Montage) © Jan Huebner/Imago

Der FC St. Pauli kam dann deutlich verbessert aus der Halbzeitpause. Die Kiezkicker machten deutlich, dass sie mit dem 0-1 nicht zufrieden waren. Zu einem gefährlichen Torschuss sollte es trotzdem nicht kommen. Stattdessen netzte erneut Hannover 96 ein – Sebastian Kerk traf für die Niedersachsen. Das 3-0 in der 72. Minute brachte dann die endgültige Entscheidung. Vom FC St. Pauli kam in der gesamten Partie zu wenig. Einzige Auffälligkeit im Offensivspiel war zunächst der Versuch von Guido Burgstaller, einen Elfmeter zu schinden.

FC St. Pauli vergibt zwei Elfmeter – mehr gab es vom Tabellenführer nicht zu sehen

Zu einer kuriosen Szene kam es rund zehn Minuten vor dem Ende des Spiels. Der unglücklich agierende Daniel-Kofi Kyereh wurde im Strafraum gefoult, Schiedsrichter Dankert entschied auf Elfmeter. Stürmerstar Guido Burgstaller trat an – und verschoss. Doch Dankert pfiff erneut, Hannovers Torwart Zieler hatte sich zu früh von der Linie bewegt. Es gab eine Wiederholung des Strafstoßes, diesmal versuchte Kyereh sein Glück. Das Ergebnis blieb das gleiche – auch Kyereh verschoss. Der Ghanaer wirkte im gesamten Spiel nach seiner Verletzung noch nicht zu 100 Prozent fit.

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Erst kürzlich sorgte Kyereh für Trubel – verlässt er St. Pauli am Saisonende? Wenn die Kiezkicker im Leistungstief stecken bleiben, rückt der Aufstieg mit ihm in weite Ferne. Liegt der Herbstmeister-Fluch auf dem Verein? In den letzten fünf Jahren stieg nur ein Herbstmeister am Ende der Saison in die Bundesliga auf. Die Tabellenführung sind die Kiezkicker jedenfalls erstmal los – aktuell liegen sie sogar hinter dem Hamburger SV nur auf Platz vier. Die gewannen zwar auch nicht, wirken aber deutlich frischer und holten immerhin einen Punkt beim SV Sandhausen. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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