1. 24hamburg
  2. Sport
  3. Regionalsport

Paukenschlag! FC St. Pauli stellt Trainer Timo Schultz frei

Erstellt:

Von: Robin Dittrich

Kommentare

Timo Schultz ist nicht länger Trainer beim FC St. Pauli. Wie der Verein am 6. Dezember mitteilte, werden der Coach sowie Co-Trainer Loic Favè freigestellt.

Hamburg – „Der FC St. Pauli hat Konsequenzen aus der negativen sportlichen Entwicklung im Kalenderjahr 2022 gezogen und Cheftrainer Timo Schultz sowie Co-Trainer Loic Favè von ihren Aufgaben entbunden.“ Mit dieser Meldung überraschten die Kiezkicker am Nikolaustag. Vorerst übernehmen soll der zweite Co-Trainer Fabian Hürzeler.

Fußballverein:FC St. Pauli
Gründung:25. Mai 1910
Stadion:Millerntor, 29.546 Plätze
Ex-Trainer:Timo Schultz

Paukenschlag am Nikolaustag: Timo Schultz ist nicht länger Trainer beim FC St. Pauli

Die Hinrunde der aktuellen Saison 2022/23 lief gänzlich anders als noch ein Jahr zuvor. Nur drei Siege stehen nach 17 Spieltagen zu Buche: darunter ein 3:0 am Millerntor gegen den HSV. Mit 17 Punkten liegt der FC St. Pauli aktuell nur auf dem 15. Tabellenplatz. Schlusslicht SV Sandhausen hat lediglich einen Punkt weniger. Die Abstiegsangst machte sich in Hamburg breit, Präsident Oke Göttlich und Sportchef Andreas Bornemann trafen deshalb die „schwere, aber notwendige Entscheidung“, Trainer Timo Schultz freizustellen.

Timo Schultz ist nicht länger Trainer beim FC St. Pauli. Die Kiezkicker stellten ihn und Co-Trainer Favè frei.
Timo Schultz ist nicht länger Trainer beim FC St. Pauli. Die Kiezkicker stellten ihn und Co-Trainer Favè frei. © Norbert Gettschat/Imago

„Timo ist ein verdienter und echter St. Paulianer. Wir sehen uns aber leider gezwungen, zu handeln. Unsere sportliche Bilanz im Kalenderjahr 2022 ist die eines Absteigers“, kommentierte Präsident Göttlich die Freistellung. Ausschlaggebend soll laut Sportchef Andreas Bornemann nicht nur die spielerische Schwäche der aktuellen Saison gewesen sein: „Wir haben seit Längerem verschiedene Muster bei den sportlichen Problemen erkannt.“ Dazu zählt unter anderem die „fatale Auswärtsschwäche.“ In der Ferne holte der FC St. Pauli in den 9 bisherigen Auswärtsspielen der Saison nur drei Punkte, gewann kein einziges Mal.

Auch 2021/22 war die Auswärtsbilanz verheerend. Während St. Pauli im heimischen Millerntorstadion auf dem ersten Tabellenplatz thronte, gab es auswärts lediglich 20 Punkte und Platz zehn. Göttlich und Bornemann sahen eine fehlende Weiterentwicklung sowie wenig Ansätze, die den Verein aus der Krise bringen könnten. „Die lange Winterpause ist der richtige Moment, um die Weichen für eine erfolgreiche Rückrunde zu stellen“, stellte Bornemann klar. Wer zu Beginn der Rückrunde am 9. Januar 2023 an der Seitenlinie stehen wird, ist noch nicht bekannt. Co-Trainer Kürzeler wird den FC St. Pauli vorerst übernehmen.

Timo Schultz vom FC St. Pauli freigestellt – fehlender Erfolg ausschlaggebend

In der Zweitliga-Saison 2021/22 verpasste der FC St. Pauli mit Trainer Timo Schultz den Aufstieg in die Bundesliga nur knapp. Lange Zeit führten die Kiezkicker die Tabelle an. Mit 36 Punkten lag der FC St. Pauli nach der Hinrunde ganze sieben Punkte vor einem Nicht-Aufstiegsplatz. In der Rückrunde lief es dann nicht mehr so berauschend wie zu Beginn. Die Kiezkicker verloren teilweise hoch, wie am 23. Spieltag 0:3 gegen Hannover 96. Nach 34 Spieltagen reichte es für St. Pauli dann nur noch zu Platz fünf.

24hamburg.de-Newsletter

Im Newsletter von 24hamburg.de stellt unsere Redaktion Inhalte aus Hamburg, Norddeutschland und über den HSV zusammen. Täglich um 8:30 Uhr landen sechs aktuelle Artikel in Ihrem Mail-Postfach – die Anmeldung ist kostenlos, eine Abmeldung per Klick am Ende jeder verschickten Newsletter-Ausgabe unkompliziert möglich.

Selbst Stadtrivale HSV zog noch vorbei auf den dritten Platz – auch wenn es dort ebenfalls nicht für den Aufstieg reichte. Beim FC St. Pauli sorgte der Rückrunden-Absturz für viel Frust. Einige Leistungsträger verließen den Verein in der Folge. Star-Spieler Daniel-Kofi Kyereh ging zu Europa League Teilnehmer SC Freiburg in die Bundesliga. Mittelstürmer und Goalgetter Guido Burgstaller schloss sich seinem früheren Club Rapid Wien an. Es gab nicht viele Beobachter, die Burgstallers Torflaute in der Rückrunde den verpassten Aufstieg anlasteten. Trotzdem musste jetzt Trainer Timo Schultz dran glauben.

Auch interessant

Kommentare