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DFB-Pokal-Sensation: FC St. Pauli wirft Titelverteidiger Borussia Dortmund raus

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Von: Jan Knötzsch

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Der FC St. Pauli hat im Achtelfinale des DFB-Pokals überrascht. Nein, mehr als das. Der Kiezklub hat den Wahnsinn vollbracht: den Titelverteidiger eliminiert.

Hamburg – Der FC St. Pauli begeistert die Massen. Na gut, zumindest den Teil an Fans, die in Hamburg und dem Rest von Deutschland nicht unbedingt zu den Sympathisanten des Hamburger SV zählen. Die wiederum durften sich gerade erst über den 5:4-Sieg des HSV beim 1. FC Köln im Achtelfinale des DFB-Pokals freuen. Doch zurück zum FC St. Pauli. Der ist Tabellenführer der Zweiten Bundesliga und steuert mit den berühmten Sieben-Meilen-Stiefeln in Richtung Erste Liga – auch wenn Ex-HSV-Trainer Huub Stevens nicht an den Aufstieg glaubt.

Auch im DFB-Pokal begeistert der Klub vom Kiez, dessen Erfolgsgeheimnis Kapitän Philipp Ziereis unlängst verraten hat, nachhaltig. Und wie: Die Mannschaft von Trainer Timo Schultz hat mit einem 1:0-Erfolg gegen Borussia Dortmund niemand geringeren als den amtierenden DFB-Pokalsieger aus dem Wettbewerb geworfen.

DFB-Pokal-Achtelfinale:FC St. Pauli – Borussia Dortmund
Austragungsort:Millerntorstadion
Ergebnis:2:1

DFB-Pokal-Achtelfinale: Borussia Dortmund fällt gegen den FC St. Pauli nach Rückstand nur wenig ein

Im zweiten Durchgang mussten die St. Pauli-Kicker allerdings noch einmal um ihren Erfolg und den Einzug ins Viertelfinale zittern. Denn die Dortmunder hatten nach ihrem Aha-Erlebnis aus der ersten Hälfte nach dem Seitenwechsel vor allem in der Schlussphase des Spiels enorm viel Ballbesitz. So richtig etwas daraus machen konnten sie allerdings nicht. Zwölf Minuten vor dem Ende der Begegnung brachte Thomas Meunier den Ball von rechts in den Strafraum, wo er bei Donyell Malen landete. Der allerdings setzte die Kugel ans Außennetz statt sie im Gehäuse des FC St. Pauli zu versenken. Es war die größte Gelegenheit des BVB in den zweiten 45 Minuten.

St. Paulis Etienne Amenyido und der Dortmunder Thomas Meunier kämpfen im DFB-Pokal-Achtelfinalspiel ihrer Teams um den Ball.
Etienne Amenyido, der Torschütze des FC St. Pauli zum 1:0, im Zweikampf mit dem Dortmunder Thomas Meunier (rechts). © Revierfoto/imago

Zuvor hatten die St. Paulianer im zweiten Durchgang nach 54 Minuten eine Chance, das Resultat auf 3:0 zu ihren Gunsten hochzuschrauben. Nach einem Freistoß kam FC St. Pauli-Torjäger Guido Burgstaller im rechten Halbfeld aus neun Metern zum Kopfball – und der wäre beinahe drin gewesen. Wenn, ja wenn da nicht BVB-Torhüter Gregor Konbel gewesen wäre, der den Ball aus dem rechten Eck fischte. Auf der anderen Seite musste derweil FC St. Pauli-Torhüter Dennis Smarsch nach 58 Minuten hinter sich greifen. Wegen eines Handspiels Jakov Medic gab es einen Elfmeter. Dortmuns Stürmer-Star Erling Haaland verwandelte sicher zum 1:2-Anschlusstreffer für die Borussia.

DFB-Pokal-Achtelfinale: Früher Treffer zum 1:0 für den FC St. Pauli – dann trifft der BVB ins eigene Netz

Zum Ende der ersten Halbzeit des DFB-Pokal-Achtelfinalspiels zwischen dem FC St. Pauli, dessen Fans auch am 21. Januar 2022 zumindest in kleiner Zahl beim Derby gegen den HSV dabei sein können, und Borussia Dortmund dürfte sich vorher der eine oder andere Anhänger des Klubs aus dem Stadtteil mit der Reeperbahn gedacht haben: Kann mich bitte mal einer kneifen – das kann doch nicht wahr sein!? Doch, kann es – schließlich haben es etliche Zuschauer an den TV-Bildschirmen und die kleine Kulisse im Millentorstadion auf St. Pauli mit eigenen Augen gesehen – und auch die Anzeigetafel im Stadion lieferte Zeugnis von dem, was da gerade passiert war.

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Und das war passiert: Nach 45 Minuten DFB-Pokal-Achtelfinale in der Hansestadt Hamburg stand dort an eben jener Anzeigetafel eine 2:0-Führung für den FC St. Pauli im Duell mit dem DFB-Pokal-Titelverteidiger Borussia Dortmund. Genauso unglaublich wie wahr. Der FC St. Pauli, dessen Trainer Timo Schultz gerade erst seinen Vertrag verlängert hat, erwischte den berühmten Auftakt nach Maß: Nach vier Minuten traf Etienne Amenyido zur 1:0-Führung für die Braun-Weißen. Dortmunds Axel Witsel sorgte dann mit einem Eigentor für das 2:0 zugunsten der Kiezkicker (40.). Der Rest der Geschichte ist bekannt. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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