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Corona-Schock beim FC St. Pauli – auch der HSV kämpft mit ungeimpften Spielern

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Von: Robin Dittrich

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Am Sonntag um 13:30 Uhr will der FC St. Pauli seine Tabellenführung zurückerobern. Verzichten müssen sie auf Trainer Timo Schultz – er hat sich mit Corona infiziert.

Hamburg – Es war ein später Schock am Samstagabend. FC St. Pauli-Trainer Timo Schultz hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Kurz vor dem Spiel beim 1. FC Nürnberg müssen die Kiezkicker auf ihren Cheftrainer verzichten. Aufgrund leichter Erkältungssymptome machte Schultz einen PCR-Test und bekam kurz darauf die schlechte Nachricht. Der 44-Jährige befindet sich aktuell in häuslicher Quarantäne und wird die nächsten zwei St. Pauli-Spiele wohl verpassen.

Fußballtrainer:Timo Schultz
Geboren:26. August 1977 in Wittmund
Familienstand:Verheiratet, drei Kinder
Bisherige Trainerstationen:FC St. Pauli Jugend

Der FC St. Pauli spielt gegen Nürnberg ohne seinen Trainer um die Tabellenführung

Nur ein Punkt trennt den FC St. Pauli von der Tabellenführung. Weil Darmstadt 98 sein Auswärtsspiel bei Erzgebirge Aue gewinnen konnte, schoben sie sich abermals vorbei an den Kiezkickern. Erst letzte Woche erlebte St. Pauli gegen Darmstadt ein Debakel und verlor mit 0-4. Im Fernduell will St. Pauli also aus mehreren Gründen ein Zeichen setzen. Der heutige Gegner ist nicht zu unterschätzen. Auch der 1. FC Nürnberg schnuppert an den Aufstiegsrängen. Nur fünf Punkte trennen die heutigen Kontrahenten voneinander. Dieses Spiel verspricht Spannung pur.

Timo Schultz schaut geknickt nach seiner Corona-bedingten Pause.
FC St. Pauli-Trainer Timo Schultz hat sich mit dem Coronavirus infiziert (24hamburg.de-Montage) © Jan Huebner/Imago

Um 13:30 Uhr wird nun aber nicht Timo Schultz, sondern seine beiden Co-Trainer an der Seitenlinie stehen. Loic Favé und Fabian Hürzeler kennen die Mannschaft bestens und werden ein adäquater Ersatz sein. Beide sind seit Beginn der letzten Saison an der Seite von Timo Schultz im Einsatz. Die letzten Trainingseinheiten am Donnerstag und Freitag verliefen zumindest positiv. Weitere Corona-bedingte Auffälligkeiten gab es innerhalb des Teams nicht. Auch der vollständig geimpfte Trainer Timo Schultz soll nur leichte Symptome zeigen.

Der HSV will all seine Spieler bis Weihnachten geimpft haben

Aufgrund der neuen Omikron-Variante könnte es hierzulande bald zu einem erneuten Lockdown kommen. Bis dahin will sich der HSV um die Sicherheit seiner Spieler bemühen. Kurz vor dem Spiel der Hamburger ließ sich HSV-Talent Faride Alidou erstmals gegen Corona impfen. Trainer Tim Walter freut sich: „Wir haben eine sehr prekäre Lage in Deutschland und auf der Welt. Gerade als Fußballer ist es jetzt wichtiger denn je, den Schritt zu gehen, um alles aufrechtzuerhalten. Das hat Faride auch erkannt.“ Alidou steht aktuell auf den Zetteln vieler Bundesliga-Clubs und will weiterhin für Aufsehen sorgen – auf dem Platz.

Der Hamburger SV will all seine Profis bis Weihnachten zumindest einmal impfen lassen. Laut Abendblatt war Alidou nicht der letzte ungeimpfte Spieler der Rothosen. Das Problem beim HSV: ab Montag gilt in fast ganz Deutschland die 2G-Regel. Ungeimpfte Spieler kommen so nicht mehr in Hotels. Auswärtsspiele wären für Alidou und Co. gestrichen. In diesem Jahr steht nur noch das Auswärtsspiel in Hannover an – diese kurze Strecke kann am Spieltag zurückgelegt werden.

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Im nächsten Jahr sieht es dann komplizierter aus. So wird in Hamburg überlegt, ob das Trainingslager im Januar 2022 ausnahmsweise im heimischen Volksparkstadion stattfinden muss. Eine Vorbereitung im Ausland ist bei der aktuellen Corona-Lage nicht denkbar. So oder so: jeder Fußballprofi sollte sich impfen lassen. Wenn die Fans nur mit 2G-Regelung ins Stadion kommen, sollten diese Regeln auch für die Spieler auf dem Platz gelten. Im Heimspiel heute um 13:30 Uhr wird zumindest ein weiterer HSV-Profi geimpft sein – Faride Alidou. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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