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Bei St. Pauli-Pokalsieg: Skandal-Rapper Gzuz fliegt aus Stadion

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Von: Robin Dittrich

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Die Pokalsensation des FC St. Pauli gegen den BVB sahen nur 2000 Zuschauer live. Zwei von ihnen mussten frühzeitig gehen: Rapper Gzuz und Ex-Towart Pliquett.

Hamburg – Der 2-1-Sieg des FC St. Pauli gegen Borussia Dortmund war die Pokalsensation dieser Saison. Aufgrund der Corona-Pandemie durften das Spiel im Millerntor leider nur rund 2000 Menschen live verfolgen. Zwei von ihnen waren der ehemalige FC St. Pauli-Torwart Benedikt Pliquett und Kristoffer Jonas Klauß. Kris-wer? Herr Klauß ist besser bekannt als der Hamburger Rapper unter dem Namen „Gzuz“. Im Gegensatz zu den anderen Zuschauern wollten sich diese zwei nicht unbedingt an geltende Corona-Regeln halten.

Rapper:Gzuz
Bürgerlicher Name:Kristoffer Jonas Klauß
Geboren:29. Juni 1988, Hamburg
Musiklabels:Auf!Keinen!Fall!, 187 Strassenbande, High & Hungrig Ent.

Gzuz weigert sich, seine Maske zu tragen – Polizei schmeißt ihn aus dem Stadion

Kurz nach Anpfiff der Partie gegen Dortmund fällt Ordnern im Stadion die Nichteinhaltung der Corona-Regeln auf. Das Problem: Gzuz und seine Begleitung Pliquett tragen keine Maske. Die anscheinend angetrunkenen Männer weigern sich auch auf Nachfrage, ihre Gesichtsbedeckung aufzusetzen. Die Ordner sahen sich gezwungen, die Polizei zu alarmieren. Als die eintrifft, verlassen die beiden Maskenverweigerer schließlich das Stadion. Den Erfolg ihrer Mannschaft verpassen sie so leider.

Rapper Gzuz zeigt der Kamera den Mittelfinger. Im Hintergrund ist die vollbesetzte Tribüne inklusive Fahnen des FC St. Pauli zu sehen.
Rapper Gzuz musste das Millerntor-Stadion des FC St. Pauli verlassen (24hamburg.de-Montage) © Torsten Helmke/Imago

Benedikt Pliquett ist eingefleischten St. Pauli-Fans noch durchaus bekannt. Der heute 37-Jährige stand von 2004 bis 2013 im Dienst der Kiezkicker und hielt als Torwart den Kasten sauber. 110 Spiele machte er in dieser Zeit für die ersten beiden Mannschaften von St. Pauli. Mittlerweile betreibt er mehrere Läden auf der Reeperbahn. Rapper Gzuz dürfte mittlerweile in ganz Deutschland bekannt sein. Nicht nur aufgrund seiner Hip-Hop-Gruppe 187 Strassenbande. Gegen den Rapper läuft aktuell ein Gerichtsverfahren, bei dem ihm bis zu anderthalb Jahre Knast drohen.

Prozess gegen Gzuz läuft – muss der Rapper in den Knast?

Im Prozess, bei dem es um Körperverletzung und Verstöße gegen das Waffengesetz geht, zeigte sich der Rapper zuletzt reumütig. Er sei im echten Leben kein Gangster und sein alter Ego „Gzuz“ nur eine Kunstfigur. Das Millerntor-Stadion besuchte Klauß dann offenbar ebenfalls in seiner Funktion als Kunstfigur – anders ist sein Verhalten nicht zu erklären. Aus dem positiven Verhalten vor Gericht ist in nur zwei Tagen ein angetrunkener Pöbel-Auftritt im Stadion geworden.

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Der Rapper fiel in der Vergangenheit auch dadurch auf, weil er sich deutlich für die Einhaltung der Corona-Maßnahmen aussprach. Ob er das ganze so ernst gemeint hat, scheint bei seiner neuerlichen Aktion jedoch fraglich. Auch Pliquett, der bei den Kiezkickern für seinen Tritt gegen die Eckfahne des HSV nach einem Derbysieg bekannt ist, hatte auf Nachfrage der Ordner kein Einsehen.
Das Verfahren um Rapper Gzuz geht noch bis Mitte Februar. Ob der 33-Jährige die Haftstrafe antreten muss, zeigt sich dann. Die Geldstrafe von 510.000 Euro könnte er wohl bezahlen, so viel Gehalt verdient der Stadion-Rüpel nämlich. Ob er nochmal ins Millerntor zurück darf, muss der FC St. Pauli entscheiden. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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