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Identitätsstreit um HSV-Spieler Bakery Jatta: Gericht lehnt Befangenheitsantrag ab

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Von: Jan Knötzsch

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Der „Fall Bakery Jatta“ und kein Ende. Die Staatsanwaltschaft Hamburg versucht, den Identitätsstreit um den HSV-Spieler weiterhin am Leben zu halten.

Hamburg – Ein bisschen was hat es inzwischen vom Hamburger Dom* und der allseits beliebten Frage „Wer will nochmal, wer hat noch nicht?“, die an so manchem Fahrgeschäft gerne über die Lautsprecher-Anlage geplärrt wird, um noch ein paar Kunden und Euros mehr zu generieren. Nur: In diesem Fall geht‘s um keine wilde Fahrt und die handelnden Personen sind immer identisch. Aber es wiederholt sich halt wieder und wieder. Was genau? Der Versuch der Staatsanwaltschaft Hamburg, HSV-Spieler Bakery Jatta im Streit um dessen Identität irgendetwas anzuhängen und das Verfahren gegen den Offensivspieler des Hamburger SV* irgendwie am Leben zu erhalten.

Die aktuellste HSV-News in diesem Fall: Die Staatsanwaltschaft Hamburg* hat jetzt einen Befangenheitsantrag gegen den Richter im möglichen Verfahren gegen HSV-Kicker Bakery Jatta* eingelegt. Die Staatsanwaltschaft wirft Jatta immer noch vor, er sei nicht Jatta sondern Bakary Daffeh. Die Einzelheiten zum neusten Antrags im Überblick.

Fußballspieler:Bakery Jatta
Geboren:6. Juni 1998 (Alter: 23 Jahre) in Gunjur/Gambia
Vertragslaufzeit beim HSV bis:30. Juni 2024
Marktwert:1,3 Millionen Euro (Quelle: transfermarkt.de)

Identitätsstreit um Bakery Jatta: So reagiert der Anwalt des HSV-Profis auf Antrag der Hamburger Staatsanwaltschaft

Inzwischen dürfte wohl niemand mehr daneben liegen, wenn er den Streit um die Identität von HSV-Spieler Bakery Jatta als Never-Ending-Story tituliert. Ein Happyend in der inzwischen seit 2019 andauernden Frage, ob Bakery Jatta denn nun wirklich Bakery Jatta ist oder aber doch Bakary Daffeh, ist noch immer nicht wirklich absehbar. Zwar gab es jüngst erst im März 2022 den HSV-News-Hammer, dass das Verfahren gegen Bakery Jatta eingestellt ist*, doch die Frage, ob nun die Staatsanwaltschaft Hamburg Beschwerde gegen das Urteil Im Fall Jatta* einlegt, ist inzwischen beantwortet: Ja, die Beschwerde der Staatsanwaltschaft ist eingelegt.

Im Hintergrund HSV-Fans mit Fahnen auf der Tribüne im Stadion. Im Vordergrund HSV-Spieler Bakery Jatta.
Im Streit um die Identität von HSV-Profi Bakery Jatta gibt es kein Ende – sondern vielmehr den nächsten Akt. (24hamburg.de-Montage) © Philipp Szyza/Team 2/imago

Auch der Anwalt von HSV-Kicker Bakery Jatta* hat sich nach der Beschwerde der Staatsanwaltschaft Hamburg gegen die Entscheidung des Amtsgerichts Hamburg-Altona zu Wort gemeldet, gleiches gilt für den Richterverein, der sich im Fall Jatta zu Rassismus-Vorwürfen geäußert hat*. Wer nun aber glaubt, dass mit der vorliegenden Entscheidung des Gerichts Ruhe herrscht, der sieht sich getäuscht: Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, hat die Staatsanwaltschaft Hamburg einen Befangenheitsantrag gegen Amtsrichter Volker Stegmann eingereicht, der im Identitätsstreit um HSV-Spieler Bakery Jatta ein Verfahren abgelehnt hat.

Identitätsstreit um HSV-Profi: So geht es nach dem abgelehnten Antrag im „Fall Bakery Jatta“ jetzt weiter

Apropos Ablehnung: Genau dies ist mit dem Antrag auf Befangenheit, den die Staatsanwaltschaft dem Abendblatt bestätigt hat, passiert. Richterin Heike Flatau vom Amtsgericht Altona hat diese Ablehnung jetzt in einem neuerlichen Beschluss mitgeteilt. „Es gibt keinen Raum für eine Befangenheit von Herrn Stegmann. Nur weil der Staatsanwaltschaft das Ergebnis nicht passt, ist das noch lange keine Grundlage für eine Befangenheit“, zitiert das Abendblatt in dieser Sache den Anwalt von HSV-Profi Bakery Jatta, Thomas Bliwier, der den Befangenheitsantrag der Staatsanwaltschaft Hamburg für einen Versucht hält, ein „unerwünschte Ergebnis zu korrigieren.“

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Sollte nun die Staatsanwaltschaft Hamburg in einem nächsten Akt im Identitätsstreit um HSV-Fußballer Bakery Jatta auch gegen die Ablehnung des Befangenheitsantrags eine Beschwerde einlegen, wird darüber dann das Landgericht in der Hansestadt Hamburg* entscheiden. Heißt letztlich nichts anderes, als dass das letzte Kapitel im „Fall Bakery Jatta“ auch Wochen nach der eigentlichen Entscheidung des Amtsgerichts Hamburg-Altona noch immer nicht geschrieben ist. Vielmehr geht der Streit um Bakery Jatta, der Rückendeckung von den HSV-Fans bekommt* und zu dessen Fall sich auch HSV-Sportvorstand Jonas Boldt geäußert hat*, noch weiter. Eine typische Never-Ending-Story eben. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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