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„Bad Boys“: Diese Skandal-Profis waren für den HSV aktiv

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Von: Denny Konzack

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Es gibt sie immer wieder, die Skandal-Profis. Ob während oder nach ihrem Aufenthalt beim HSV – diese „Bad Boys“ sorgten für massig Schlagzeilen.

Hamburg – Jeder kennt ihn, jeder fürchtet ihn. Diesen einen Teamkollegen, der immer über das Limit in Zweikämpfen geht. Ohne Rücksicht auf Verluste. Der, der jeden, außer sich selbst, für eine Niederlage verantwortlich macht. Auch im Profi-Fußball kommt es immer wieder vor, dass Spieler einen frühzeitigen Wechsel erzwingen wollen, Trainingseinheiten schwänzen, Passanten mit einem Döner bewerfen oder sich in einer Discothek nach einem Alkoholexzess in einer wilden Prügelei wiederfinden.

Beim Hamburger SV* hatte man in den letzten Jahrzehnten auch solche Kandidaten im Kader.

Verein:Hamburger SV
Gegründet:29. September 1887
Präsident:Marcel Jansen
Stadt:Hamburg

Drogen, Ohrfeigen, Schlägereien: Der HSV hatte bereits einige Skandal-Profis und „Bad Boys“ unter Vertrag

Doch was zeichnet einen echten „Bad Boy“ eigentlich aus? Ein echter „Bad Boy“ verfügt über ein überdimensionales Selbstwertgefühl, stellt seine eigenen Fähigkeiten stets über die seiner Teamkollegen, kann sich nur selten bis gar keine Fehler eingestehen und kommt mit Zurechtweisungen sowie aufgezeigten Grenzen nicht sonderlich gut zurecht.

Ehemalige HSV Skandal-Profis und Bad Boys Emir Spahic, Walace und Kucukovic
Der HSV in der Vergangenheit einige Skandal-Profis und „Bad Boys“ unter Vertrag. Unter anderem Walace, Emir Spahic und Mustafa Kucukovic (von links). (24hamburg.de-Montage) © SvenSimon/Philipp Szyza/Claus Bergmann/Imago

Viele HSV-Fans verbinden mit dem Namen Rafael van der Vaart eine sehr erfolgreiche Ära des HSV, die für den Niederländer nach kurzer Unterbrechung nach sechs Jahren zu Ende ging. Zuletzt traute Rafael van der Vaart dem HSV den Aufstieg nicht zu*. Für einen Skandal sorgte der Niederländer lediglich, als er damals einen Wechsel zum FC Valencia erzwingen wollte und sich mit einem Trikot des spanischen Klubs ablichten ließ. Damals ein echter Aufreger, heute aufgrund seiner Treue und Liebe zum Verein von den HSV-Fans jedoch verziehen.

Andere Spieler des HSV haben sich das „Bad Boy“-Image da schon mehr verdient. Der Name Emir Spahic dürfte vielen HSV-Supportern auch Jahre nach seiner Zeit bei den Rothosen noch ein Begriff sein. Dieser streckte in seiner Zeit bei Bayer 04 Leverkusen einen Ordner per Kopfstoß nieder. Nach seinem Wechsel zum HSV soll es dann im März 2016 eine Auseinandersetzung mit Teamkollegen und Ex-HSVer Josip Drmic gegeben haben, in welcher Spahic ihn sogar geohrfeigt haben soll. Davor sollte es die selbige Aktion auch mit Pierre-Michel Lasogga, der vielleicht irgendwann mal zum HSV zurückkehrt*, gegeben haben. Der Hamburger SV trennte sich daraufhin von dem Bosnier.

Spahic, Kucukovic, Wallace und Co.: Skandal-Profis waren beim HSV in der Vergangenheit keine Seltenheit

Vor einigen Wochen zog nun ein ehemaliges HSV-Juwel das aufsehen auf sich. In den Jahren 2004 bis 2007 hatte ein junges Talent namens Mustafa Kucukovic die Chance, in Hamburg* ein ganz großer Spieler zu werden. Doch der Erfolg blieb entgegen aller Erwartungen aus. Der Bosnier schaffte es lediglich 15 Jahre später in die Schlagzeilen. Die allerdings haben eher weniger mit Fußball und dem Profi-Sport zu tun. Das Ex-HSV-Talent Mustafa Kucukovic muss viereinhalb Jahre ins Gefängnis – wegen Drogenbesitz*. Unvorstellbar, welchen Weg der talentierte Kicker in seinem Leben eingeschlagen hat und somit, zwar erst nach seiner Karriere beim HSV, zu einem echten „Skandal-Profi“ wurde.

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Ein anderer Kicker, der für den HSV aktiv war, ist der Brasilianer Wallace. Dieser kam auf die Wechsel der vielen Trainer in den letzten Jahren nicht sonderlich klar. Der damalige Coach Christian Titz wollte den heute 26-jährigen Brasilianer in der Verteidigung spielen lassen, dies sah Walace allerdings nicht ein und bot stattdessen an, von der Bank aus im Mittelfeld zu helfen. Daraufhin wurde er nicht mehr eingesetzt. Zudem kam er verspätet aus dem Urlaub in Brasilien zurück. Kein echter „Bad Boy“ – allerdings dennoch genug für einen Skandal.

Unter dem jetzigen HSV-Trainer Tim Walter gab es vor kurzem auch Unruhen. Der Leih-Däne Mikkel Kaufmann wurde suspendiert, weil er zu oft zum Training zu spät kam. Daraufhin teilte Kaufmann nach der HSV-Suspendierung deutlich aus*. Die Lage in Hamburg, was Skandal-Profis und „Bad Boys“ betrifft, hat sich jedoch in den letzten Jahren entspannt. Die Mannschaft tritt geschlossen auf und auch die Reserve-Spieler wie Manuel Wintzheimer und Jan Gyamerah, die immer Sommer den HSV verlassen könnten*, bringen sich in das Team von Trainer Tim Walter ein. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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