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Heizkosten explodieren: Müssen Mieter jetzt höhere Vorauszahlungen leisten?

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Von: Jasmin Farah

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Gas- und Ölpreise sind auf einem Rekordniveau: Vermieter und Vermieterinnen geben diese an ihre Mieter weiter. Lässt sich ein Kostenschock vermeiden?

Der Herbst ist da, die Temperaturen fallen. Für viele heißt es schon im September, die Heizung anzuschmeißen. Sehr zum Verdruss der Verbraucher. Denn gleichzeitig explodieren Gas- und Strompreise. Viele Energieversorger haben infolgedessen ihre Preise erhöht. Vermieter und Vermieterinnen reichen die Kosten für Heizung und Warmwasser an ihre Mieter und Mieterinnen durch. Nun heißt es: Geld sparen, um nicht bei der nächsten Abrechnung im kommenden Jahr ein böses Wunder zu erleben.

Heizkosten explodieren: Soll ich als Mieter jetzt höhere Vorauszahlungen leisten?

Der Deutsche Mieterbund geht davon aus, dass sich die Nachzahlungen im Abrechnungsjahr 2023 auf eine Höhe von bis zu zwei Monatskaltmieten belaufen können. Wie hoch diese aber tatsächlich ausfallen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählen unter anderem das individuelle Verbrauchsverhalten der Mieter und Mieterinnen sowie, falls Vorauszahlungen geplant sind.

Ein Heizungsthermostat auf Stufe Drei
Verbraucher müssen mit höheren Vorauszahlungen auf Nebenkosten rechnen. (Symbolbild) © sasel77/Imago

Bei einigen bleibt daher vorerst die Heizung noch aus. Um warm zu bleiben, kommen stattdessen Schichten an Pullis und Socken zum Einsatz. Doch der Winter kommt bestimmt – und dann wird das Heizen unvermeidlich. Manche Mieter und Mieterinnen haben bereits Aufforderungen zur Erhöhung ihrer Abschlagszahlungen auf die Nebenkosten vom Vermieter oder der Vermieterin erhalten, um die Preisanstiege zu decken, weiß der Deutsche Mieterbund. Die Höhe einer monatlichen Vorauszahlung ergibt sich aus dem Ergebnis der Jahresabrechnung, geteilt durch zwölf, heißt es weiter.

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Heizkosten explodieren: Monatliche Vorauszahlung ist rechtlich erlaubt

Dazu hat der Vermieter oder die Vermieterin auch das Recht, nachdem er dem Mieter oder der Mieterin eine formal und inhaltlich korrekte Abrechnung über die Nebenkosten zugestellt hat. Das sollte in Textform, als zum Beispiel als Brief oder E-Mail erfolgen. Allerdings ist ihm das nur ein Mal pro Abrechnungsjahr erlaubt. Das bedeutet, dass der Vermieter oder die Vermieterin keine weitere Anpassung im laufenden Jahr vornehmen darf.

Abschließend ist es für Mieter und Mieterinnen empfehlenswert, die erhöhten Vorauszahlungen umgehend mit der nächsten Monatsmiete zu überweisen, damit es zu keinen Problemen kommt. Zuvor sollten Mieter und Mieterinnen dem Deutschen Mieterbund zufolge darauf bestehen, inwiefern sich die Erhöhung zusammensetzt. Dazu können Sie auch fordern, sich Verträge und Rechnungen von Energiedienstleistern vorlegen zu lassen. Darüber hinaus muss der Vermieter oder die Vermieter glaubhaft versichern können, stets auf ein preisgünstiges Angebot zu achten.

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