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Zahnpasta bei Stiftung Warentest: Zählt Ihre Zahncreme zu den Testsiegern oder -verlierern?

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Von: Maria Wendel

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Stiftung Warentest hat 40 Zahnpasten unter die Lupe genommen. Einige der teuersten Produkte fallen im Test durch. Zu den Testsiegern gehören auch sehr günstige Zahncremes.

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Schon 2019 und 2020 hat Stiftung Warentest Zahncreme-Vergleiche durchgeführt, deren Ergebnisse teilweise unverändert im diesjährigen Test enthalten sind. 31 Zahnpasten wurden jetzt neu untersucht. Dabei fallen nicht nur die großen Preisunterschiede auf: zwischen 55 Cent und 11 Euro können Verbraucher für eine Tube Zahncreme bezahlen. Auch die Brandbreite der Qualitätsurteile der Stiftung Warentest reicht von „Sehr gut“ bis „Mangelhaft“. Und hier heißt es wie so oft: Teuer heißt nicht automatisch besser. Auch manch eine Zahnpasta vom Discounter oder Supermarkt für wenig Geld konnte eine Top-Note im Vergleich erreichen. Untersucht wurden sowohl Handels­marken von Aldi, Lidl, dm oder Ross­mann, als auch bekannte Marken wie Colgate, Blend-a-med, Odol-med-3 und Elmex sowie Naturkosmetik-Pasten.

Was heißt Universal-Zahnpasta?

Geprüft wurden Produkte des Typs „Universal-Zahnpasta“. Diese bieten eine Standardversorgung für normale Zähne, das heißt positive Effekte für Zähne, Zahnfleisch und Schutz vor Karies. Damit eignen sie sich für alle Zähne. Darüber hinaus gibt es noch Sensitiv-Zahnpasten für Menschen mit empfindlichen Zähnen – was laut Stiftung Warentest jeden vierten Deutschen betrifft – sowie Weißmacher-Zahnpasten.

Junge Frau beim Zähneputzen, im Vordergrund eine Zahnbürste mit Zahnpasta.
Tägliches Zähneputzen ist für die Mundhygiene und Gesundheit wichtig. Wie gut verschiedene Zahncremes gegen Karies helfen, hat die Stiftung Warentest untersucht. © Andrey Popov/Imago

Das macht eine gute Zahnpasta laut Stiftung Warentest aus: Fluorid, Titandioxid, Abrieb

Fluorid steht, je nachdem, wen man fragt, in der Kritik: In großen Mengen verschluckt kann die Substanz toxisch wirken, eine Überdosierung ist aber in Deutschland kaum denkbar. Nach Ansicht der Kassenärztlichen Bundesvereinigung sind Fluoride das beste Mittel für die Kariesvorsorge. Auch laut Stiftung Warentest ist die Schutzwirkung gegen Karies in zahlreichen hochwertigen Studien belegt worden. Dennoch verzichten manchen Zahncreme-Anbieter auf den Zusatz von Fluorid, vor allem Naturkosmetikhersteller.

Kritisch sieht die Stiftung Warentest hingegen die Verwendung des Stoffes Titan­dioxid, den manche Hersteller zum Weißfärben ihrer Pasten benutzen. Ab August ist dieses Pigment sogar in Lebensmitteln in der EU verboten, da es möglicher­weise das Erbgut schädigt, wenn es in den Körper gelangt – was beim Zähneputzen durch versehentliches Schlucken passieren kann. Titan­dioxid ist für die Zahn­pflege unnötig, deshalb rät Stiftung Warentest zu Zahncreme ohne das Pigment, wovon es 19 Produkte im Test gibt. Des Weiteren ist auch der Abrieb einer Zahnpasta entscheidend. Dieser ist je nach Menge, Größe, Form und Art der beigemengten Putzkörper in der Creme unterschiedlich. Bei gesunden Zähnen ist ein hoher Abrieb in Ordnung, bei empfindlichen Zähnen ein niedriger Abrieb empfehlenswerter. Doch die Untersuchung von Stiftung Warentest zeigt: Manche Pasten entfernen auch mit nied­rigem Abrieb wirk­sam Verfärbungen der Zähne.

Testsieger bei Stiftung Warentest 2022: Die fünf besten Zahnpasten

ZahnpastaMitt­lerer Laden­preisUrteil Stiftung Warentest
Oral-B Professional Zahnfleisch und -schmelz Pro-Repair Extra Frisch3,90 Euro (für 75 ml Inhalt)sehr gut (1,2)
Meridol Zahnfleischschutz Zahnpasta3,30 Euro (für 75 ml Inhalt)sehr gut (1,3)
Kaufland Bevola Zahncreme Fresh0,55 Euro (für 125 ml Inhalt)sehr gut (1,3)
Signal Bio Zahnpasta1,99 Euro (für 75 ml Inhalt)sehr gut (1,4)
dm Dontodent Zahncreme antibakteriell0,75 Euro (für 125 ml Inhalt)sehr gut (1,5)

Im Zahnpasta-Test von 2019 konnte zudem die Colgate Komplett 8 Natürliche Kräuter (werblicher Link) für 0,99 Euro (75 ml Inhalt) mit einem Urteil von „sehr gut“ (1,4) überzeugen. Sechs von 40 untersuchten Zahnpasten konnten somit mit Bestnote abschneiden. Wie Sie sehen, gehören zu den Testsiegern nicht nur teure Markenprodukte, sondern auch Zahncremes von Kaufland und dm, die zu günstigen Preisen erhältlich sind. Auch beim Sonnencreme-Test von Stiftung Warentest konnten Eigenmarken von dm überzeugen.

Urteil „mangelhaft“: Von diesen Zahncremes rät Stiftung Warentest ab

Ganze zwölf Produkte erhalten von Stiftung Warentest nur die Note „mangelhaft“ und fallen damit in den Tests von 2022, 2020 und 2019 durch.

ZahnpastaUrteil Stiftung Warentest
Ajona Medizinisches Zahncremekonzentratmangelhaft (5,0)
Bioniq Repair-Zahncrememangelhaft (5,0)
Sante Dental Med Zahngel Vitamin B12 fluoridfreimangelhaft (5,0)
Weleda Calendula-Zahncrememangelhaft (5,0)
Dr. Hauschka Minze Zahncreme forte*mangelhaft (5,0)
Droste-Laux Zahncreme mit Dreikönigs-Gaben*mangelhaft (5,0)
Eco Cosmetics Zahncreme mit Schwarzkümmel*mangelhaft (5,0)
Himalaya Neem & Granatapfel*mangelhaft (5,0)
Lavera Complete Care Fluoridfrei*mangelhaft (5,0)
Logodent Extra Frische Pfefferminz Zahncreme*mangelhaft (5,0)
Orbimed Bio Zahncreme mit Vitamin B12*mangelhaft (5,0)
Dr. Bronner's Pfefferminze Zahnpasta ohne Fluorid**mangelhaft (5,0)

* Uni­ver­sal-Zahn­pas­ta Vergleich 10/2020
** Uni­ver­sal-Zahn­pas­ta Vergleich 10/2019

Die kompletten Testergebnisse finden Sie auf der Seite der Stiftung Warentest (hinter einer Bezahlschranke). (mad)

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