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Auch Fußballprofi Manuel Neuer war betroffen: Hautkrebs mit der ABCDE-Liste erkennen

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Von: Juliane Gutmann

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Hautkrebs ist der häufigste, aber auch der am seltensten tödlichste Krebs. Die bösartigste Variante erkennen Sie nicht nur anhand der Farbe.

Anfang November wurde bekannt, dass der Profi-Fußballer Manuel Neuer dreimal wegen Hautkrebs operiert wurde. „Man hat sehr großen Respekt und auch ein bisschen Angst“, so der 36-jährige Torwart im Welt-Interview über die Diagnose. Hautkrebs ist die häufigste Krebserkrankung in Deutschland, informiert die Techniker Krankenkasse (TK). Weit mehr als 200.000 Menschen erkranken jährlich neu, heißt es weiter. 

Jedoch leiden die meisten Betroffenen an vergleichsweise harmlosen Hautkrebsarten wie dem Basalzellkarzinom oder dem Plattenepithelkarzinom, so die Deutsche Krebsgesellschaft. Außerdem sei Hautkrebs nur für ein Prozent aller Krebstodesfälle verantwortlich, informiert die TK.

Deutsche Nationalmannschaft vor den Spielen gegen Ungarn und England am 19.09.2022. Manuel Neuer unterschreibt ein Autogramm.
FC-Bayern-Torwart und Mitglied der deutschen Nationalmannschaft: Manuel Neuer ist einer der bekanntesten deutschen Fußballer. Seine überstandene Hautkrebs-Erkrankung nutzt der Promi-Sportler, um über die Krankheit aufzuklären. (Archivbild) © Sebastian Gollnow/dpa

Neuer über Hautkrebs: “Wenn ihr bei jemandem Auffälligkeiten seht, sprecht die Leute an”

„Wenn der Dermatologe dich gut aufklärt und sagt, wie es weitergeht, wird dir die Angst genommen“, so Manuel Neuer im Welt-Interview. Nach drei Operationen hat er den Hautkrebs nach eigenen Aussagen überstanden. Allerdings müsse man die Hautstellen weiter im Spiegel beobachten, um Änderungen frühzeitig zu erkennen, so Neuer weiter. Halbjährlich geht der FC-Bayern-Spieler zum Hautarzt. Neuer rät anderen, lieber einmal mehr nachzufragen bei Ärzten oder Vertrauten: „Wenn ihr bei jemandem Auffälligkeiten seht, dann sagt es ruhig, sprecht die Leute an, gerade im Mannschaftssport”. 

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Hautkrebsscreening ab 35: im Zwei-Jahres-Rhythmus wird von den Kassen bezahlt

Wie bei allen anderen Krebskrankheiten gilt auch für Hautkrebs: Je früher er erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Die bösartige Form von Hautkrebs, auch schwarzer Hautkrebs genannt, nennen Mediziner malignes Melanom. Dieser Tumor kann sich schnell im Körper ausbreiten und sich in verschiedenen Organen ansiedeln (metastasieren). 

Ein regelmäßiger Check-Up beim Hautarzt oder bei einer Hautärztin erhöht die Chance enorm, dass schwarzer Hautkrebs frühzeitig erkannt wird. Das Bundesministerium für Gesundheit empfiehlt die Hautkrebs-Früherkennung ab dem 35. Lebensjahr. Ab diesem Zeitpunkt wird das sogenannte Hautkrebsscreening alle zwei Jahre von der Krankenkasse bezahlt. Vor dem 35. Lebensjahr kann man sich ebenfalls checken lassen, muss die Kosten allerdings ganz oder anteilig zahlen. 

Schwarzen Hautkrebs erkennen: Diese Warnsignale sollten Sie ernst nehmen

Ein typisches Melanom ist dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) zufolge ein flacher, dunkler, unregelmäßig gefärbter Hautfleck. Er könne braun bis schwarz, bläulich, rötlich oder selten sogar weiß sein und auch hautfarbene Stellen haben. Auch ein leicht erhabenes braunes oder schwarzes Knötchen kann schwarzer Hautkrebs sein, heißt es weiter.

Die ABCDE-Checkliste kann nach Informationen des IQWiG helfen, eine bösartige Veränderung eines Leberflecks zu erkennen: 

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