Gesundheit

Was hilft wirklich gegen Heuschnupfen? Diese Lebensmittel können die Symptome lindern

Traumhaftes Frühlingswetter schon im Februar. Heuschnupfen trübt die Freude vieler Allergiker. (Symbolbild)
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Traumhaftes Frühlingswetter schon im Februar. Heuschnupfen trübt die Freude vieler Allergiker. (Symbolbild)
  • Yannick Wenig
    vonYannick Wenig
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Der Heuschnupfen macht den Frühling für viele Allergiker zur Hölle. Doch es gibt Lebensmittel, die Linderung schaffen können.

  • Mit den ersten Frühlingstagen fliegen auch wieder Pollen durch die Luft.
  • Für Menschen, die mit Allergien zu kämpfen haben, bedeutet das meist nichts Gutes.
  • Mit der richtigen Ernährung kann der Heuschnupfen gelindert werden.

Frankfurt - Warmes Wetter, Sonne und erstes Vogelgezwitscher. Der Frühling lässt sich in diesem Jahr eigentlich besonders früh genießen. Eigentlich. Wäre dieser nicht bei vielen Menschen in Deutschland mit ständigem Niesreiz, tränenden Augen und einer juckenden und laufenden Nase verbunden. Das warme und sonnige Wetter lässt die Natur explodieren und erste Pollen fliegen. Heuschnupfen kann die schönen Frühlingstage also schnell vermiesen. Aber es gibt Hoffnung für Allergiker:innen. Denn die richtige Ernährung kann dabei helfen, die Symptome zumindest deutlich zu mildern.

Weil der Heuschnupfen so lästig ist, greifen viele Betroffene zu Sprays, Tropfen und verschiedenen Medikamenten. Das muss aber nicht sein. Denn auch eine Anpassung der Ernährung kann wahre Wunder bewirken. Das liegt in erster Linie an Mikronährstoffen in unserer Nahrung. Sie haben einen großen Einfluss auf den menschlichen Organismus und sind entscheidend an der Ausschüttung, Produktion und am Abbau von Botenstoffen und Hormonen beteiligt. Manche Lebensmittel eignen sich also besser und manche schlechter, um gegen den lästigen Heuschnupfen vorzugehen.

Heuschnupfen und Allergie: Welchen Einfluss hat die Ernährung und die Wahl der Lebensmittel?

Wie das Magazin „schweizer-illustrierte.ch“ berichtet, spielt der Naturstoff Histamin eine entscheidende Rolle bei sämtlichen auf Allergien zurückzuführenden Reaktionen des Körpers. Also auch bei Heuschnupfen. Histamin ist unter anderem direkt an der Abwehr körperfremder Stoffe beteiligt. Der Eiweißstoff kommt in vielen Lebensmitteln vor, wird aber auch im Körper selbst produziert. Er kann allergische Reaktionen und Blutdruckabfall hervorrufen, heißt es vonseiten der Vereine für unabhängige Gesundheitsberatung. Es gilt also, den Naturstoff mithilfe der Ernährung zu senken.

Die Leiden der AllergikerHäufigkeit in Prozent
Tränende und juckende Augen74 Prozent
Niesattacken70 Prozent
Laufende Nase70 Prozent
Verstopfte Nase49 Prozent
Juckreiz an Gaumen, Rachen oder Ohren36 Prozent
Geschwollene Lider36 Prozent
Müdigkeit34 Prozent
Atemnot19 Prozent
Quelle: YouGov

Ein natürliches Mittel, das den Abbau von Histamin beschleunigen soll, ist beispielsweise Vitamin C. Auch die Vitamine B3 und D sowie Zink und Omega-3-Fettsäuren verlangsamen die Histamin-Ausschüttung im Körper. Diese Faktoren sollten sich Allergiker:innen bei ihrer Ernährung zunutze machen, um die Leiden bei Heuschnupfen zu lindern. Vielseitig, ausgewogen und entzündungshemmend sollte sie sein. Neben den Omega-3-Fettsäuren trifft das unter anderem auf Mikronährstoffe wie sekundäre Pflanzenstoffe und Antioxidantien zu. Doch in welchen Lebensmitteln sind solche Nährstoffe überhaupt enthalten?

Weniger Probleme mit Heuschnupfen dank der Ernährung: Omega-3-Fettsäuren helfen

Einen hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren hat vor allem Fisch. Insbesondere Thunfisch oder Lachs (nicht geräuchert) eignen sich demnach ideal, um auf dem Speiseplan von Heuschnupfen-Geplagten zu landen. Reich an Omega 3 ist ebenfalls Leinöl. Ein Esslöffel des geschmacksneutralen Öls lässt sich ganz einfach bei fast jeder Mahlzeit ergänzen. Auch in Smoothies oder in Salatsoßen ist es geschmacklich kaum wahrzunehmen.

Ein weiteres Lebensmittel, das gegen den Heuschnupfen helfen kann, ist die Zitrone. Das reich enthaltene Vitamin C ist gut für das Immunsystem. Aber nicht nur das: Außerdem bindet es Histamin und wandelt es zu anderen nicht allergen wirkenden Verbindungen um. Dieser Effekt kann mit Zitronen-Wasser ausgenutzt werden. Einfach eine oder mehrere Scheiben der Frucht in eine Karaffe Wasser geben und trinken. Viele Menschen geben auch noch ein Stück Ingwer hinzu. Der hemmt zwar ebenfalls die Ausschüttung von Histamin im Körper, hilft aber nicht gegen die Allergie. Höchstens indirekt, wie „schweizer-illustrierte.ch“ berichtet, indem er das durch die allergischen Reize geschwächte Immunsystem unterstützt.

Mittel gegen Heuschnupfen: Spinat kann die Symptome lindern

Und klar ist auch: Viel trinken ist wichtig. Nicht bloß für das allgemeine Wohlbefinden, sondern auch gegen Heuschnupfen. Im Idealfall sollen Betroffene sogar mehr als die allseits empfohlenen zwei bis drei Liter Wasser pro Tag trinken. Denn ist der körpereigene Flüssigkeitsspeicher gefüllt, sind auch die Schleimhäute gut befeuchtet. Pollen haben es dann schwerer, sich festzusetzen. Mineralwasser bietet sogar einen weiteren Vorteil. Unter den enthaltenen Mineralien befindet sich auch Magnesium, dass Calciumionen reguliert. Diese tragen zur Ausschüttung von Histaminen bei, die den unangenehmen Juckreiz an Augen und Nase verursachen.

Ein Lebensmittel, dass sowohl Vitamin C und Magnesium beinhaltet, ist im Übrigen Spinat. Auch den sollten von Heuschnupfen geplagte Menschen bei der Ernährung berücksichtigen. Überhaupt ist grünes Blattgemüse reich an sekundären Pflanzenstoffen wie Carotinoiden und Antioxidantien. Auch Grünkohl, Mangold, Brokkoli und andere Gemüsesorten können laut „gesundheit.de“ Symptome der Allergien bekämpfen.

Welche Lebensmittel helfen gegen Heuschnupfen? Honig wirkt desensibilisierend

Und auch Honig kann helfen, Probleme mit Heuschnupfen zumindest zu regulieren. Vor allem dann, wenn er aus der Region und sozusagen aus den Blüten der direkten Umwelt stammt. Das Prinzip: natürliche Desensibilisierung. Ein Esslöffel Honig am Tag kann also helfen. Und auch ansonsten gilt Honig als Heilmittel für Haut und Schleimhaut*.

Ebenfalls ist es wichtig, solche Lebensmittel bei der Ernährung zu meiden, die Heuschnupfen und andere Allergien sogar fördern können. Das gilt unter anderem für viele tierische Produkte wie Milch und Fleisch. Aber auch für viele weizenhaltige Lebensmittel. (Yannick Wenig)*fr.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Netzwerks.

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