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Neue Erkenntnisse zur Auswirkung von Alkohol auf das Gehirn

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Von: Sophie Waldner

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Dass Alkohol Gift für den Körper ist und von diesem schnell abgebaut werden will, ist kein Geheimnis. Wie sich nun herausstellt, geschieht das nicht nur über die Leber.

Wer kennt ihn nicht, den unangenehmen Kopfschmerz* nach einer durchzechten Nacht mit zu viel Alkohol. Der Kater am Morgen, wie er so schön genannt wird, bleibt dann meist für den restlichen Tag ein treuer Begleiter. Für den Körper wird Alkohol ganz klar als Gift registriert. Weswegen er es schnell unschädlich machen will. Dieser Prozess involviert so manches Organ. Allen voran die Leber. Nun haben neue Forschungen zu der Erkenntnis geführt, dass auch das Gehirn am Alkoholabbau beteiligt ist.

Neue Forschung: Leber doch nicht Zentrum für Alkoholabbau?

In einem Fachblatt mit dem Namen „Nature Metabolism“ berichten Forscher um Li Zhang vom National Institute on Alcohol Abuse and Alcoholism in Bethesda, USA, von neuen Experimenten, die im Hinblick auf den Abbau von Alkohol durchgeführt wurden. Die Forscher untersuchten dabei das Entstehen von Acetat, dem Abbauprodukt von Acetaldehyd, welches als Zwischenprodukt aus Ethanolalkohol hervorgeht, genauer. Dieses Abbauprodukt ist es auch, welches die fiesen Kopfschmerzen verursacht. Daher wird es durch das Alkoholdehydrogenase-Enzym ALDH2 entsorgt, was hauptsächlich in der Zelle vorhanden ist. Daher ging die Forschung bisher auch davon aus, dass durch ALDH2 produzierte Abbauprodukte über die Leber durch das Blut ins Gehirn gelangen würden. Wo dann weitere Schäden entstehen.

In den Experimenten fanden die Forscher aber nun Spannendes heraus. Nämlich, dass auch in Astrozyten (in den Zellen der Glia des zentralen Nervensystems) ALDH2 aktiv ist. Um genauer zu sein, im Cerebellum, einer Hirnregion, die auch für die Motorik verantwortlich ist. Wie es in dem Blatt heißt, eliminierten die Forscher gentechnisch die Fähigkeit der Versuchs-Mäuse zur ALDH2-Produktion im Hirn. Diese Tiere waren dann vor den Folgen des Alkoholabbaus auf die Motorsteuerung geschützt. Auf die Leber hatte das keinen Einfluss.

Welche Auswirkungen hat Alkoholabbau auf das Gehirn?

Im Resultat zeigt sich, dass zumindest im Hinblick auf die Versuchstiere, das Gehirn ein wichtiger Teil des Alkoholabbaus darstellt. Damit sollte auch klar sein, dass die Leber den Abbau nicht allein tragen muss. Wie sich Acetat aber nun auf den Stoffwechsel im menschlichen Hirn auswirkt, bleibt allerdings unklar. Immerhin wissen die Forscher nun, dass die Astrozyten im menschlichen Hirngewebe ebenfalls das Enzym ALDH2 einsetzen. (swa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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