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Tankrabatt ab 1. Juni: Mit welchen Preisen können Autofahrer zum Start wohl rechnen?

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Die Spritpreise werden an einer Tankstelle am frühen Morgen angezeigt.
Die Spritpreise an einer Tankstelle am frühen Morgen des 30. Mai. © Melissa Erichsen/dpa

Am 1. Juni sinkt die Steuer auf Sprit. Autofahrer, die eine sofortige Weitergabe der Entlastung erwarten, könnten enttäuscht werden.

Tanken wird in Deutschland trotz der niedrigeren Kraftstoffsteuer ab dem 1. Juni möglicherweise erst nach und nach billiger. Die Steuerlast der an den Tankstellen abgegebenen Kraftstoffe sinke sukzessive, hieß es am Montag (30. Mai) aus dem Bundesfinanzministerium. Wurden Kraftstoffe bereits im Mai an die Tankstelle geliefert, so seien sie noch mit den alten und höheren Steuern belastet. Diese Kraftstoffe würden nach und nach verkauft, gegebenenfalls auch noch im Juni.

Tanken könnte trotz Steuersenkung erst schrittweise billiger werden

Wegen der gestiegenen Energiepreise senkt der Bund im Juni, Juli und August die Steuer auf Kraftstoffe. Die Energiesteuer fällt nicht erst beim Tanken an, sondern in Raffinerien und Tanklagern. Für die Mineralölkonzerne besteht allerdings keine Pflicht, die Steuersenkung an die Kunden weiterzugeben.

Finanzminister Christian Lindner (FDP) schrieb am Montag auf Twitter: Dass der „Tankrabatt“ bei den Menschen ankomme, das sei nun „Aufgabe von Kartellamt und Co.“. Auch der ADAC hat bereits angekündigt, die Preisentwicklung an der Zapfsäule genau zu beobachten und fordert: „Wir erwarten, dass die Steuersenkung ab 1. Juni in vollem Umfang an die Verbraucher weitergegeben wird. Zudem besteht angesichts des überhöhten Niveaus reichlich Potenzial für Preissenkungen.“

Tankrabatt: Ansturm an Tankstellen am 1. Juni erwartet

Die Tankstellenbranche hatte sich im Zuge der geplanten Entlastungen bei der Energiesteuer für Benzin und Diesel ab 1. Juni auf mögliche Engpässe an den Zapfsäulen eingestellt.

„Autofahrende sollten zum Monatswechsel mit Augenmaß vorgehen und ausreichend Kraftstoff im Tank vorrätig haben“, hieß es zudem auf ADAC.de – um gegebenenfalls erst einige Tage nach dem 1. Juni zum Tanken fahren zu müssen. Tipp: Die aktuellen Preise an den Tankstellen lassen sich zum Beispiel über eine entsprechende App miteinander vergleichen.

Vor dem 1. Juni: Anstieg der Benzinpreise laut ADAC

Vor der Steuerentlastung ab 1. Juni haben die Spritpreise noch einmal kräftig zugelegt. Sowohl Benzin als auch Diesel haben sich im Vergleich zur vergangenen Woche um mehrere Cent verteuert, wie der ADAC am Montag (30. Mai) mitteilte. So kostete Super E10 im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Sonntags 2,129 Euro pro Liter. Das sind 3,9 Cent mehr als am Dienstag vergangener Woche. Diesel schlug mit 2,026 Euro zu Buche – ein Plus von 3,2 Cent pro Liter. Bei E10 setzt sich damit ein seit rund einem Monat anhaltender Aufwärtstrend fort: Ende April war der Kraftstoff noch mehr als 17 Cent billiger als derzeit. Bei Diesel bedeutet es dagegen eine Trendwende nach mehreren Wochen mit Abwärtstendenz. Der ADAC kritisiert beide Werte als zu hoch. Den jüngsten Anstieg führt er allerdings auf gestiegene Ölpreise zurück. dpa/ahu

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