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Wattenmeer kein Hindernis: Neue Raubtiere bedrohen Brutvögel auf Sylt

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Von: Steffen Maas

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Fuchs und Kiebitz-Nest vor dem Wattenmeer auf Sylt.
Raubsäuger wie Füchse und Marder, die übers Wattenmeer kommen, werden ein immer größeres Problem für die Nester der bodenbrütenden Vögel auf Sylt. (24hamburg.de-Montage) © Axel Heimken/dpa/Bodo Schackow/dpa/Krista Dziewiaty/dpa

Für bodenbrütende Vogelarten und ihre Nester sind Raubsäuger eine echte Bedrohung. Neben Füchsen und Mardern könnten bald noch weitere Raubtiere Probleme machen.

Sylt/Norderney – Um Brutvögel auf Nordseeinseln vor Raubtieren zu schützen, rechnen Nationalparkverwaltung und Jägerschaft künftig mit noch stärkeren Anstrengungen. So wird bereits jetzt der Einfluss etwa von Füchsen und Mardern, die nicht von Natur aus auf Inseln und Halligen vorkommen, durch Jagd, Fallen und Vergrämungsmaßnahmen reguliert.

Name:Sylt (friesisch Söl, dänisch Sild)
Kreis:Nordfriesland
Fläche:99,14 km²
Einwohner:18.118 (2019) 183 Einwohner/km²

Die Bemühungen hätten sich in den vergangenen Jahren bereits vervielfacht, sagte Gundolf Reichert von der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer in Wilhelmshaven. „Wir fürchten aber, dass noch weitere Arten kommen.“

Vom Festland nach Sylt: Ausbreitungsdruck steigt

Noch gibt es laut Nationalparkverwaltung etwa auf den Ostfriesischen Inseln keine Marderhunde oder Waschbären. Der Ausbreitungsdruck vom Festland aus aber steige bereits, bestätigte auch der Kreisjägermeister im Landkreis Aurich in Ostfriesland, Peter Lienau.

Das Wattenmeer sei für größere Raubsäuger kein Hindernis. Die Tiere seien schnell und könnten nachts viele Kilometer über das Watt bis auf die Inseln kommen, sagte er. Raubsäuger sind eine Bedrohung für die Gelege vieler bodenbrütender Vogelarten auf den Inseln. (dpa)

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