Großveranstaltung trotz Pandemie?

Wacken 2021: Hoffnung für Metal-Fans – Corona-Studie soll Festival retten

  • Yannick Hanke
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Das „Wacken Open Air“ 2021 ist nicht kleinzukriegen. Noch besteht Hoffnung für das Metal-Festival. Corona-Studie könnte entscheiden, ob dieses Jahr gerockt wird.

Schenefeld/Wacken – Die Open-Air-Saison naht und wirft eine große Frage auf: Dürfen in diesem Jahr überhaupt Freiluftveranstaltungen stattfinden? Eine Thematik, die auch die Organisatoren vom „Wacken Open Air*“ beschäftigt. Noch ist nicht abzusehen, ob das Metal-Festival trotz Coronavirus*-Krise 2021 über die Bühne laufen kann. Was den Fans Hoffnung schenken könnte: eine Studie, die Antworten liefern soll.

Gemeinde in Schleswig-Holstein:Wacken
Fläche:7,1 km²
Bevölkerung:1.840 (31. Dez. 2008)
Postleitzahl:25596
Vorwahl:04827

Wacken 2021: Corona-Studie macht Hoffnung aufs Metal-Festival – Förderung in fünfstelliger Höhe

Das Amt Schenefeld im schleswig-holsteinischen Landkreis Steinburg, in dem auch Wacken gelegen ist, führt eine Projektstudie durch. Thematisiert wird die „Erstellung von Hygienekonzepten für Großveranstaltungen“. Um dieses aufwendige Vorhaben in die Tat umzusetzen, erhält das Amt Schenefeld eine finanzielle Förderung in Höhe von 74.300 Euro aus Landesmitteln. Ein sogenannter Zuwendungsbescheid, der den Zuschuss bestätigt, ist bereits überreicht worden.

Die Hoffnung aufs „Wacken Open Air“ 2021 lebt weiterhin – trotz Corona. Eine Projektstudie zur „Erstellung von Hygienekonzepten für Großveranstaltungen“ könnten helfen. (24hamburg.de-Montage)

„Durch die Corona-Pandemie sind in den vergangenen Monaten zahlreiche Veranstaltungen ausgefallen. Die Veranstaltungsbranche steht damit seit über einem Jahr großen finanziellen Herausforderungen gegenüber. Die Infektionsrisiken bei Großveranstaltungen beschäftigen derzeit auch sehr viele Behörden“, heißt es von Staatssekretär Dirk Schrödter. Es darf auch nicht außer Acht gelassen werden, dass der Inzidenzwert im Kreis Steinburg Einfluss auf das „Wacken Open Air“ hat.

Corona-Inzidenzen sinken, Impfzahlen steigen – kann Wacken 2021 doch noch stattfinden?

„Die aktuell sinkenden Inzidenzen bei gleichzeitig steigenden Impfzahlen schaffen absehbar wieder mehr Möglichkeiten für die Branche“, zeigt sich Schrödter grundsätzlich optimistisch. Die Studie sei eine „fundierte Grundlage“ und werde dazu beitragen, Rahmenbedingungen zu schaffen, „unter denen künftige Großveranstaltungen wieder ermöglicht werden“. So heißt es zumindest auf dem Online-Auftritt Schleswig-Holsteins.

Andreas Faust, Amtsdirektor des Amtes Schenefeld, weist auf die relevante Historie seiner Behörde hin: „Das Amt Schenefeld hat als zuständige Ordnungsbehörde für das Wacken-Open-Air-Festival große Erfahrung mit robusten Sicherheitskonzepten. Regeln, die hier funktionieren, sind auch auf andere Veranstaltungen übertragbar“. Dementsprechend könnte das Metal-Festival im Erfolgsfall als Vorzeigebeispiel fungieren. Doch müsste Wacken 2021 ohne seine legendäre Dorfparty auskommen.

Campen, Feiern, Moshen – Wacken-Fans sehnen sich nach Metal-Festival

Grundsätzlich sei es das Ziel der Studie, eine „umfassende Grundlage für die Durchführung zukünftiger Großveranstaltungen zu erstellen“. Die Ergebnisse der Studie könnten politische Diskussionen über weitere Öffnungsschritte anregen, aber auch „als Informationsquelle für die Veranstaltungswirtschaft genutzt werden“. Für die wirtschaftlich arg gebeutelte Live-Branche* ein kleiner Hoffnungsschimmer.

Insgesamt belaufen sich die Kosten für die Projektstudie auf 85.000 Euro. Die komplette Studie ist zeitnah unter www.schleswig-holstein.de und www.kommunalesicherheit.de kostenlos abrufbar. Vor allem die treuen Wacken-Fans werden gespannt auf das Ergebnis der Studie vom Amt Schenefeld warten. Vielleicht sind im Sommer 2021 doch noch Moshpits, Wall of Deaths und feuchtfröhliches Camping möglich. * 24hamburg.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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