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Wacken 2021: „Bullhead City“ – Zeichen für Aufbruch in eine neue Zeit!

  • Yannick Hanke
    VonYannick Hanke
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Die Würfel sind gefallen: Wacken 2021 kann stattfinden. In abgespeckter Version. Das „Bullhead City“ ist ein Statement, birgt aber auch Gefahren. Ein Kommentar.

Wacken – Rocken trotz Corona* – das Wacken Open Air macht es möglich. Zwar fällt die reguläre Ausgabe des Metal-Festivals erneut ins Wasser. Doch steht mit dem „Bullhead City“ eine Alternative bereit. Vom 16. bis zum 18. September 2021 kommen Fans von härteren Klängen auf ihre Kosten. Die Veranstaltung könnte zum Statement für die arg gebeutelte Live-Branche werden. Corona-Risiken bringt das „Bullhead City“ aber auch mit sich.

Festival in Wacken, Schleswig-Holstein:Wacken Open Air
Adresse:Norderstraße, 25596 Wacken
Telefon:04827 999660
Zeitraum:29. Juli – 31. Juli 2021
Genre:Metal

Wacken 2021: Metal-Festival fällt erneut aus – doch Alternative steht mit dem „Bullhead City“ bereit

Vorneweg: Auch ich bin leidenschaftlicher Konzert- und Festivalgänger. Der zweimalige Verzicht auf die populären Open-Air-Veranstaltungen war nicht ohne das Verdrücken von der einen oder anderen Träne zu verkraften. Auch, wenn die Gründe nachvollziehbar und in einer Pandemie Menschenleben das einzige sind, was zählt: Wehmut schwingt bei der Absage von jedem Festival, von jeder Tournee und jedem einzelnen Konzert mit.

Pommesgabeln in die Höhe, es darf wieder gerockt werden: Zwar fällt das Wacken Open Air Corona-bedingt auch 2021 aus, doch steht mit dem „Bullhead City“-Festival eine Alternative bereit. (24hamburg.de-Montage)

Wie muss es erst den eingefleischten Metal-Fans ergangen sein, die teilweise seit Jahrzehnten zum Wacken Open Air* in Schleswig-Holstein pilgern? Umso schöner, dass mit dem „Bullhead City“ eine Alternative bereitsteht. Das Festival ist ein kultureller Befreiungsschlag und Mutmacher in einem – und die einzig richtige Lösung.

„Bullhead City“ in Wacken als starkes Statement: Metal-Festival nimmt sein Schicksal in die eigene Hand

Mit dem „Bullhead City“ setzen die Wacken-Veranstalter ein starkes Zeichen. Stark, weil sich das bisherige Line-up mit Szenegrößen wie Nightwish, Blind Guardian, Powerwolf, Doro oder Saltatio Mortis sehen lassen kann. Stark, weil die Festival-Alternative zum Wacken Open Air zeigt: Wir sind nicht unterzukriegen.

Wo andere Open-Air-Veranstaltungen wie das Hurricane Festival der Corona-Krise erneut Tribut zollen* müssen, nimmt Wacken sein Schicksal selbst in die Hand. Für mich ist das „Bullhead City“ in erster Linie ein Weckruf an alle Kulturschaffenden. Raus aus dem Pandemie-Schlaf, stattdessen voller Tatendrang neue Angebote schaffen. Wenn die Regierung nicht helfen kann oder will, ist Do-it-yourself-Mentalität gefragt!

An Strahlkraft nicht zu unterschätzen: Wacken-Alternative „Bullhead City“ läutet neue Festival-Zeitrechnung ein

In der Hoffnung, dass das „Bullhead City“ ohne Ketten an Corona-Infektionen über die Bühne geht, steht das neue Festival in Wacken für den Aufbruch in eine neue Zeit: Corona ist noch nicht überwunden, aber wir geben nicht auf. Abgesehen vom finanziellen Aspekt ist das „Bullhead City“ alternativlos – weil es mit seiner Strahlkraft vorangeht.

Bis zu 20.000 Metal-Fans wird die Möglichkeit geboten, wieder ein Stück Festivalluft zu schnuppern. Raus aus dem Corona-geplagten Alltag, rein ins rockige Vergnügen. Zudem bietet das „Bullhead City“ die Option, Hygienemaßnahmen zu testen, die vielleicht auch für den Festivalsommer 2022 notwendig sind. Ein Testlauf im großen Stil und das im altehrwürdigen Wacken – was soll da noch schiefgehen?

Restrisiko bleibt: „Bullhead City“-Festival als Wegweise für Corona-geplagte Live-Branche

Klar, sollte das „Bullhead City“ chaotisch ablaufen und Hygienemaßnahmen unzureichend sein, muss sich Wacken-Organisator Thomas Jensen reichlich Kritik gefallen lassen. Aber immerhin hat mal jemand aus der Live-Branche den Mumm, sich an etwas Neuen heranzutrauen.

Abgerechnet wird bekanntlich am Ende. Doch hat das „Bullhead City“ jetzt schon seinen Platz in den Geschichtsbüchern sicher. Als Wegweiser für die unmittelbare Zukunft von Festivals in Deutschland. * 24hamburg.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Fotostand/imago images & Chris Emil Janssen/imago images

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