Tipps für Urlauber

Vibrionen an der Ostsee: Infektionsfall bestätigt – So gefährlich sind sie

  • Bona Hyun
    VonBona Hyun
    schließen

Vibrionen können für Menschen lebensgefährlich werden. An der Ostsee zog sich eine Seniorin eine schwere Infektion zu und kam ins Krankenhaus.

Mecklenburg-Vorpommern – Die Badesaison hat schon längst begonnen und viele fahren zum Baden an die Nord- und Ostsee. Eine unsichtbare Gefahr im Meer kann bei Kontakt Badegäste in Lebensgefahr bringen – die gefährlichen Vibrionen können Urlauber töten. Vibrionen vermehren sich ab 20 Grad auf natürliche Weise in Meer- und Brackwasser. Eine Urlauberin musste nach dem Baden an der Ostsee deshalb ins Krankenhaus gebracht werden.

Bezeichnung für Bakterien der Gattung Vibrio:Vibrionen
Familie: Vibrionaceae
Gattung: Vibrionen
Niedrigere Klassifizierungen: Vibrio vulnificus, Vibrionen

Vibrionen Ostsee: Urlauberin (81) schwer infiziert ins Krankenhaus gebracht

Eine 81-jährige Urlauberin infizierte sich beim Baden an der Ostsee mit Vibrionen. Das bestätigte eine Sprecherin des Landesamts für Gesundheit und Soziales (Lagus) dem Zeitungsverlag Schwerin. Wo die ältere Frau in Kontakt mit den Vibrionen kam, ist unbekannt. Das wollte das Lagus nicht mitteilen. Die Frau mit Vorerkrankungen sei nach der Infektion in ein Krankenhaus gebracht worden.

Vibrionen in der Ostsee: Eine Seniorin infizierte sich schwer und musste ins Krankenhaus. (24hamburg.de Montage)

Anfang Juli hatte Lagus vor möglichen Kontakt mit Vibrionen gewarnt „Es muss in der Ostsee mit einem vermehrten Vorkommen an Vibrionen gerechnet werden, die in seltenen Fällen schwere Infektionen verursachen können“, wie Tag24 das Amt zitierte.

Vibrionen für ältere Menschen eine Gefahr: Symptome sind Fieber, Ausschlag, Schüttelfrost

In der vorigen Badesaison im Jahr 2021 gab es laut Angaben von Tag24 sechs Infektionen in Mecklenburg-Vorpommern, darunter ein Sterbefall. Eine Infektion mit dem Bakterium macht sich anhand von Symptomen wie Schüttelfrost, Durchfall, Fieber und Hautausschlag bemerkbar. Beim Baden an der Ostsee ist beim Bestand von Vibrionen also Vorsicht geboten. Auch in Hamburger Gewässern sollten Urlauber achtsam beim Baden sein, denn es ist gefährlich in der Hamburger Elbe zu schwimmen. Von lauernden Gefahren im Gewässer sollten auch Vierbeiner geschützt werden. Für Hundebesitzer gilt deshalb folgendes im Sommer zu beachten.

Vibrionen an der Ostsee: Risikogruppe sollte Wasser meiden – ältere Menschen stark gefährdet

Von einer Infektionsgefahr sind nur wenige Personengruppen betroffen. Dazu zählen besonders ältere Menschen mit offenen Wunden, Personen mit Vorerkrankungen und einer schwachen Immunabwehr. Zudem hätten Menschen laut dem Robert Koch-Institut mit Krebserkrankungen sowie Personen mit schweren Herzerkrankungen ein erhöhtes Risiko, eine Vibrionen-Infektion zu bekommen und daran zu erkranken.

„Wenn Badegäste zu diesen Risikogruppen gehören und Hautverletzungen haben, sollte ein Kontakt mit Meer- oder Brackwasser unterbleiben“, teilte das Lagus der Deutschen Presseagentur mit. Untersuchungen zeigten überraschenderweise, dass die Wasserqualität in Ostsee und Binnenseen Mecklenburg-Vorpommerns gut ist. Das Baden sei eigentlich an fast allen 500 Badestellen möglich. Das habe das Landesamt für Gesundheit und Soziales laut Abendblatt vor einer Woche mitgeteilt.

Vibrionen, Brandung und Strömung: Wie gefährlich ist das Baden an der Ostsee?

Vibrionen sind nicht die einzigen Risiken, die in der Ostsee lauern. Brandungen und Strömungen stellen im Meer eine besondere Gefahr dar. Bei auftürmenden Gewässer kann sich bei zu hohen Wellen ein starker Sog bilden, gegen den selbst erwachsene Schwimmer können nicht gegen ankommen werden. Auch in flachen Ostseen entstehen gefährliche Strömungen, sagte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft dem NDR. Für sicheren Badespaß an Nord- und Ostsee rät die DLRG den Urlaubern nur an bewachten Stränden schwimmen zu gehen. (mit Material der DPA)

Rubriklistenbild: © Janice Carr/James Gathany/Markus Scholz/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare