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Trotz 2G-Plus: Über 800 Disco-Besucher aus „Joy“ bei Hamburg in Quarantäne

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Von: Natalie-Margaux Rahimi

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Ein Disco-Besuch mit Folgen. Rund 820 Partygänger müssen nach einem Besuch in der Diskothek „Joy“ in Henstedt-Ulzburg bei Hamburg in Quarantäne – wegen Omikron.

Henstedt-Ulzburg – An diesen Disco-Besuch werden sich die Besucher wohl ihr Leben lang erinnern. Denn alle Disco-Besucher, die am Heiligabend oder am 1. Weihnachtsfeiertag in der Diskothek „Joy“ in Henstedt-Ulzburg nördlich vom Hamburg gefeiert haben, müssen nun für mindestens 14-Tage in Quarantäne. Dies betrifft laut Kreis Segeberg rund 820 Personen. Grund für die Quarantäne ist eine Corona-Infektion. Bei mindestens einem Gast ist die neue Virus-Variante Omikron bestätigt worden.

Virus:Coronavirus
Krankheitserreger:SARS-CoV-2
Vorkommen:Weltweit
Variante:Omikron

Omikron-Ausbruch bei 2G-Plus-Party im „Joy“ bei Hamburg: 820 Personen in Quarantäne

Weil für die hochansteckende Omikron-Variante strengere Quarantäne-Regeln gelten als bei anderen Varianten, müssen nun alle 820 Besucher, die Vorort gefeiert haben, in Quarantäne. Und das, obwohl es sich bei der Party um eine 2G-Plus-Veranstaltung gehandelt hat. Bei Omikron spielt der Impfstatus kaum noch eine Rolle, weil die doppelte Impfung nicht mehr ausreichend gegen eine Infektion schützt.

Disco-Besucher feiern im Joy in Henstedt-Ulzburg, dazu ein Röhrchen mit einer positiven Omikron-Probe.
820 Disco-Besucher vom „Joy“ in Omikron-Quarantäne – trotz 2G-Plus. (24hamburg.de-Montage) © Markus Scholz/dpa & Christian Ohde/imago

Besonders tragisch: Aufgrund der aktuellen 2G-Plus-Regeln durfte im „Joy“ ohne Abstand und Maske getanzt und gefeiert werden, wodurch das Ansteckungsrisiko noch einmal erhöht sein dürfte. Laut Kreisverwaltung Segeberg wurden die 2G-Plus-Regeln im „Joy“ an den beiden Tagen aber korrekt kontrolliert.

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Geschäftsführer vom „Joy“ kontaktiert Besucher per Mail: „Seit September alle geltenden Vorgaben umgesetzt“

Der Geschäftsführer Joey Claussen habe laut Kreisverwaltung nun alle 622 Besucher per Mail kontaktiert, die im Vorfeld ein Online-Ticket für die Party gebucht hatten. Circa 200 weitere Gäste haben demnach ein Ticket an der Abendkasse erworben und müssen derzeit noch ausfindig gemacht werden. Dabei hofft Claussen auch auf die Mithilfe der Disco-Besucher.

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„Wir haben seit September alle geltenden Vorgaben umgesetzt und unser Möglichstes getan, um eine Situation wie diese zu verhindern“, zitiert die Hamburger Morgenpost den Joy-Geschäftsführer. Und weiter: „Aber wir wussten immer, dass es keine hundertprozentige Sicherheit gibt, und nun müssen wir gemeinsam versuchen, größeren Schaden zu verhindern“.

Und das ist nicht die erste größere Quarantäne-Maßnahme in Schleswig-Holstein wegen Omikron. Über Weihnachten mussten circa 90 Schüler und 20 Lehrer eines Gymnasiums in Norderstedt wegen Omikron-Verdacht in eine 14-tägige Quarantäne.

Nach Omikron-Ausbruch im „Joy“: Haushaltsangehörige zunächst nicht in Quarantäne

Die Quarantäne der betroffenen Partygänger endet laut Mopo erst mit einer behördlichen Anordnung, wird also nach aktuellem Kenntnisstand nicht nach 14 Tagen automatisch auslaufen. Die Haushaltsangehörigen der 820 Disco-Besucher müssen zunächst aber nicht in Quarantäne. Allerdings wird auch ihnen ans Herz gelegt, auf nicht notwendige Kontakte zu verzichten. Sollten sich weitere Personen mit der Omikron-Variante infiziert haben, müssten deren Haushaltsangehörige jedoch ebenfalls zu Hause bleiben. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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