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Tornado in Kiel: Windhose wirbelt Menschen durch die Luft – sieben Verletzte

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Von: Jan Knötzsch

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Eine Windhose über dem Hamburger Stadtteil Bramfeld.
In Kiel hat eine Windhose mehrere Personen an der Kiellinie, einer Strandpromenade in der Landeshauptstadt Schleswig-Holsteins, verletzt. © Philipp Brandl/dpa

Schweres Unwetter in Kiel: In der Landeshauptstadt von Schleswig-Holstein hat es einen Tornado gegeben. An einer Promenade sind vier Menschen verletzt worden.

Kiel – Es ist 17:53 Uhr am Mittwochnachmittag, 29. September 2021, als bei der Polizei ein Alarm eingeht: In der Hauptstadt des Bundeslandes Schleswig-Holstein herrscht zu dieser Zeit ein Unwetter. Erwartbar. Schließlich gibt es an diesem Tag für Norddeutschland wegen des Orkans Yogi eine Unwetterwarnung*. Das Unwetter in Kiel hat es allerdings richtig in sich: An der Kiellinie, einer Promenade in den beiden Kieler Stadtteilen Düsternbrook und Wik hat sich ein Tornado gebildet. Er wirbelt Menschen durch die Luft und verletzt sie.

Stadt in Deutschland:Kiel
Bundesland:Schleswig-Holstein
Fläche:118,6 km²
Einwohner:247.548

Tornado in Kiel: Unklarheit über Schwere der Verletzungen bei Betroffenen

Dies hat zunächst shz.de unter Berufung auf die Polizei in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt berichtet. Die Kieler Nachrichten berichteten kurze Zeit später von gleich mehreren Tornados, die es in Kiel gegeben haben soll und die für Lebensgefahr gesorgt haben sollen. Mindestens einer davon sei in Richtung Innenstadt gerast, eine weitere traf mit voller Wucht auf die Kiellinie. Nach Angaben der Polizei sind bei dem Tornado in Kiel sieben Menschen entlang der Kiellinie verletzt worden.

Auf Grundlage von Bildern gehen wir davon aus, dass es sich um einen Tornado handelt.

Michael Bauditz vom Deutschen Wetterdienst (DWD)

Laut Feuerwehr wurden sechs Menschen in Krankenhäuser gebracht – drei Schwer- und drei Leichtverletzte. Mehrere Menschen seien auf einem Steg gewesen, um ein Ruderboot zu sichern, berichtete ein Feuerwehr-Sprecher. „Sie sind vollständig durcheinander gewirbelt worden und dabei sind auch Leute ins Wasser gefallen.“, zitiert die Deutsche Presse-Agentur (dpa) den Sprecher. Einige der Menschen hätten umherfliegende Gegenstände an den Kopf bekommen.

Tornado in Kiel: Polizei und Meteorologe bestätigen Wetterphänomen

„Auf Grundlage von Bildern gehen wir davon aus, dass es sich um einen Tornado handelte“, sagte Michael Bauditz vom Deutschen Wetterdienst (DWD) der dpa . Endgültig könne er dies aber noch nicht sagen. Der Tornado soll sich dann in Richtung Ostufer verlagert haben. Experten hatten vor noch gar nicht allzu langer Zeit erklärt, dass man davon ausgehen könne, dass die Tornado-Gefahr in Norddeutschland steige.

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„Sie werden immer heftiger“, so Andreas Friedrich, der Tornado-Beauftragte des Deutschen Wetterdienstes. Unlängst wurde auch der ostfriesische Landkreis Aurich von einem Tornado heimgesucht. Für die Opfer des Tornados wurden 75.000 Euro an Spendengeldern gesammelt*. In Italien hatte es zuletzt auf einer Touristeninsel einen Tornado gegeben*, der Menschen tötete. Auch auf der Baleareninsel Mallorca spitzte sich jüngst eine Unwetterlage zu und es drohten Tornados. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Transparenzhinweis: Dieser Text wurde am 29. September 2021 um 22:00 Uhr aktualisiert.

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