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Sturmtief im Norden sorgt für Schäden: Tankstelle auf Sylt verliert Dach

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Von: Steffen Maas

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Sturmtief zwingt Feuerwehr Hamburg zum Einsatz
Auch in Hamburg tobt der Sturm: Im Stadtteil Lohbrügge beseitigt die Feuerwehr auf die Straße gestürzte Äste. © Daniel Bockwoldt/dpa

Aufgrund orkanartiger Böen herrscht in Norddeutschland Ausnahmezustand. Sturmtief Egbert zerstört auf Sylt ein ganzes Dach. Die Feuerwehren sind im Einsatz.

Sylt/Hamburg – Auf Sylt ist am Sonntag das Dach einer Tankstelle durch das Sturmtief Egbert beschädigt worden. Bereits am Morgen gegen acht Uhr sei das Dach eingestürzt, teilte die Polizei am Sonntagnachmittag mit.

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Tankstelle ohne Dach: Kein Personenschaden auf Sylt

Die Feuerwehr sicherte das Gelände der Tankstelle in Westerland und sperrte den Bereich ab. Zu einem Personenschaden kam es laut Angaben der Polizei nicht. Die Höhe des Sachschadens war zunächst unbekannt.

Schuld an der Zerstörung des Tankstellendaches ist das Sturmtief Egbert, das aktuell über Südskandinavien zieht und damit auch Norddeutschland in Mitleidenschaft zieht. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte am Sonntagmittag davor, dass die Ausläufer dafür sorgen würden, dass das Wetter auch in Schleswig-Holstein und Hamburg „stark wechselhaft und stürmisch“ werde.

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Sturmtief Egbert tobt im Norden: Feuerwehr im Dauereinsatz

Für die Küstengebiete im Nordwesten des Landes sprach der DWD daher eine Unwetterwarnung vor orkanartigen Böen aus: Mit Geschwindigkeiten von 95 bis 115 Stundenkilometern peitschen die Winde dort aus südwestlicher und westlicher Richtung unter anderem auf die Nordseeinsel Sylt ein. Der Fährbetrieb im Norden wurde deswegen bereits größtenteils eingestellt.

Feuerwehr im Einsatz während dem Sturmtief in Wentorf bei Hamburg
Die Feuerwehren haben mit den etwaigen Sturmschäden alle Hände voll zu tun: Hier zersägt ein Feuerwehrmann einen umgestürzten Baum in Wentorf bei Hamburg. © Daniel Bockwoldt/dpa

Doch auch landeinwärts wird vor Sturmböen gewarnt. Neben Winden zwischen 70 und 80 Stundenkilometern muss im Binnenland „in Schauernähe sowie in exponierten Lagen“ mit schweren Sturmböen bis 100 Kilometern pro Stunde gerechnet werden, meldet der Wetterdienst. Vielerorts rief das bereits die Feuerwehr auf den Plan, die sich um umgestürzte Bäume und andere Unwetterschäden kümmern muss.

Das stürmische Wetter soll noch in der Nacht nachlassen und sich am Montag wieder beruhigt haben. Allerdings bringt die neue Woche auch niedrigere Temperaturen mit sich. Der Wetterdienst erwartet Höchstwerte von fünf Grad Celsius. In der Nacht zum Dienstag ist bei null bis drei Grad Celsius mit Glättegefahr zu rechnen. (Mit Material der dpa)

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