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Strandschlafen ganz legal: Schlafstrandkörbe werden zum Exportschlager

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Von: Natalie-Margaux Rahimi

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Der Strandschlafkorb entwickelt sich zu einer Erfolgsgeschichte. Inzwischen gibt es sie auch an der Nordsee und sogar im Wald als „Waldkorb“.

Hamburg – Übernachten am Strand – das war lange Zeit verboten. Wer es trotzdem tat und dabei erwischt wurde, bekam es oft mit den Ordnungsbehörden zu tun. Doch das ist seit 2016 vorbei. Seither gibt es an 17 Orten an Schleswig-Holsteins Nord- und Ostseeküste insgesamt 53 Schlafstrandkörbe. Darin können Gäste übernachten – ganz legal und auch ganz bequem. „Es war ein tolles Erlebnis, und wir haben wunderbar geschlafen“, sagt Wiltrud Sadlowski.

Die 72-Jährige hat gemeinsam mit ihrer Freundin Marion Schleevoight eine Nacht in einem Schlafstrandkorb am Strand von Travemünde verbracht. „Wir haben vom Korb aus den riesigen Vollmond beobachtet und sind am nächsten Morgen von der aufgehenden Sonne geweckt worden und früh schwimmen gegangen“, schwärmt die Pensionärin aus Göttingen.

Strandschlafkorb: 2014 entwickelt – heute ein Exportschlager

Entwickelt wurde das Strandmöbel im Jahr 2014 von der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (TASH) im Rahmen einer Image-Initiative. Aus anfangs acht Schlafstrandkörben, die 2016 in sechs Orten an der Ostseeküste aufgestellt wurden, sind nach Angaben der TASH inzwischen 53 Körbe an 17 verschiedenen Orten geworden. Inzwischen kann man auch an der Nordseeküste und sogar im Sachsenwald bei Hamburg im Strandkorb übernachten.

Schlafstrandkorb in Travemünde.
Schlafstrandkörbe werden zum Exportschlager. © Christian Charisius/dpa

Auf der Nordseeinsel Föhr beispielsweise gibt es derzeit fünf dieser besonderen Körbe. „Einer steht am Strand von Wyk und jeweils zwei (stehen) in Nieblum und Utersum“, sagt Heike Link von der Föhr Tourismus GmbH. „Die Nachfrage ist an allen Standorten sehr gut, auch wenn das immer ein bisschen vom Wetter abhängt“, sagt sie. Die Körbe würden grundsätzlich immer nur für eine Übernachtung vermietet, so Link. „Es soll keine Konkurrenz zu der Ferienvermietung sein.“

Auch für den Vorsitzenden des Verbandes der Strandkorbvermieter Schleswig-Holstein, Marcus Bade, ist der Schlafstrandkorb eine gute Erfindung. „Die Nachfrage war von Anfang an groß“, sagt Bade, der selbst einen Schlafstrandkorb vermietet. Die meisten Nutzer seien so zwischen 30 und Mitte 50, schätzt er.

Strandschlafkorb: Im Sommer in Niedersachsen jeden Tag ausgebucht

Auch an der niedersächsischen Nordseeküste kann man in Schlafstrandkörben übernachten. Seit einigen Jahren gibt es an mehreren Urlaubsorten solche Angebote – unter anderem in Wangerland, Dangast, Bensersiel und auf Norderney. „Im Juli und August sind unsere Schlafstrandkörbe jeden Tag ausgebucht“, sagt ein Mitarbeiter der Wangerland-Touristik. Eine Nacht zu zweit am Strand sei auch ein beliebtes Hochzeitsgeschenk.

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Insgesamt gibt es nach Angaben der TASH in Niedersachsen 24 Schlafstrandkörbe, in Mecklenburg-Vorpommern sind es zwei. Die Preise liegen zwischen 50 und knapp 100 Euro pro Nacht und Korb, in dem maximal zwei Menschen schlafen können. In einigen Orten ist Bettwäsche im Preis eingeschlossen, in anderen müssen Gäste Schlafsäcke oder eigenes Bettzeug mitbringen.

Sadlowski und ihre Freundin sind sich jedenfalls sicher: „Das ist ein echtes Erlebnis. Wir kommen wieder, um im Schlafstrandkorb zu übernachten“, sagen die Göttingerinnen. (nmr/dpa)

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