Kriminalpolizei ermittelt wegen Feuer-Hölle

Pferde-Drama bei Bäcker-Flammen-Inferno

  • Carolina Baldin
    vonCarolina Baldin
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In der Nacht zu Donnerstag spielen sich auf dem Hof des Bäckerei-Riesen Manfred von Allwörden dramatische Szene ab. Ein Großbrand verwüstet den Hof in Grönwohld. Zwei Pferde verlieren durch das Feuer ihr Leben.

  • Feuer-Hölle auf dem Grönwohldhof zerstört Wohn- und Stallgebäude.
  • Pferde verbrennen vor den Augen des Betriebsleiters.
  • Brandursache ist noch unklar - die Kriminalpolizei ermittelt.

Schleswig-Holstein/Grönwohld - Auf dem Gestüt des Bäckerei-Unternehmers Manfred von Allwörden, der auch in Hamburg zahlreiche Filialen hat, schlagen am Donnerstag gegen 2:20 Uhr meterhohe Flammen aus einer Scheune.

OrtGrönwohld
BundeslandSchleswig-Holstein
KreisStormarn
Einwohner1.331 (Stand: 31. Dez. 2008)
Fläche9,79 km²
BürgermeisterRalf Breisacher

Feuer-Hölle auf dem Grönwohldhof von Bäckerei-Gigant von Allwörden

Der Grönwohldhof in der gleichnamigen Gemeinde im Kreis Stormarn (Schleswig-Holstein) ist vor allem für seine Reitzucht und Nähe zum Reitsport bekannt. Bereits seit mehr als vier Jahrzehnten werden dort Dressur- und Springpferde erfolgreich aufgezogen und trainiert.

Es ist 2:30 Uhr als die ersten Notrufe bei der regionalen Polizei und Feuerwehr eintreffen. Wenige Minuten zuvor schlugen die ersten Flammen aus einem kombinierten Wohn- und Stallgebäude auf dem Grönwohldhof.

Von Allwörden: Mitarbeiter und Pferde befinden sich im Gebäude als das Feuer ausbricht

Die Szenen, die sich binnen weniger Minuten auf dem Pferdehof abspielen, sind dramatisch. Rund 200 Tiere und sechs Mitarbeiter befinden sich auf dem Gestüt als das Feuer ausbricht. Für zwei Pferde kam jede Hilfe zu spät. Der dreigeschossige Teil des Gebäudes mit insgesamt sechs Wohnungen wurde komplett zerstört.

Noch bevor die Beamten eintreffen, erreicht Michael Möller, Betriebsleiter, den Hof. Der 45-Jährige wohnt nur wenige Kilometer vom Brandort entfernt. „Ich bekam [...] den Anruf von meinen Mitarbeitern, dass es brennt. Ich bin sofort mit dem Jeep zum Hof gefahren“, so Möller gegenüber bild.de.

21 Pferde können aus dem Feuer gerettet werden - zwei Vierbeiner sterben in den Flammen

Möller und ein weiterer Mitarbeiter, Ivan Ivanov, wollen das Schlimmste verhindern. Die beiden Männer rennen ins Innere des verqualmten Stalls und reißen die Boxen der Tiere auf, damit die Pferde ins Freie entkommen können.

„Die Sicht war so schlecht, dass man gar nicht mehr in alle Ecken blicken konnte“, erklärt Ivanov dem Hamburger Abendblatt. Trotz der unsäglichen Hitze des Feuers können sie 21 Pferden das Leben retten. Zwei Holsteiner verenden in den Flammen: ein neun Jahre alter Wallach sowie eine siebenjährige Stute. Die Tiere mussten sterben, weil das einstürzende Dach den Weg nach draußen versperrte. Sie verbrennen vor den Augen des Betriebsleiters.

Großfeuer auf dem Grönwohldhof des Bäckerei-Königs von Allwörden. (Symbolbild)

Das historische Gemäuer auf dem Grönwohldhof brennt komplett nieder

Rund 70 Feuerwehrkräfte sind im Einsatz. Viele ehrenamtliche Helfer kommen aus den umliegenden Gemeinden. Mit Schläuchen, Drehleitern und Atemschutz versuchen sie das Feuer unter Kontrolle zu bekommen.

Grönwohlds Gemeindewehrführer Frank Grau äußert sich gegenüber dem Hamburger Abendblatt: „Das war für uns der schwerste Einsatz in diesem Jahr. Als wir eingetroffen sind, war der Stall in Vollbrand. Da war nichts mehr zu retten.“

Brandursache des Flammen-Infernos auf dem von-Allwörden-Hof

Derzeit ist die Ursache für den Brand auf dem Grünwohldhof noch nicht bekannt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Michael Möller schätzt den Schaden der Feuer-Hölle auf mehrere Hunderttausend Euro. Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis in den Donnerstagvormittag hinein. Für die 21 geretteten Pferde ist dennoch gesorgt, sie werden vorübergehend in speziellen Zelten untergebracht.

Auch in Hamm-Süd war ein Tier in einen Unfall verwickelt. Ein Mercedes krachte in einen besetzen Polizeiwagen. Zwei Personen mussten ins Krankenhaus. Im Kofferraum saß noch ein Polizeihund. In Norderstedt kam es zu einem dramatischen Einsatz, als ein Passant ein frisch entbundenes Baby in einem Gebüsch fand.

Quelle: 24.hamburg.de

Rubriklistenbild: © Sven Friebe/SDMG/dpa/picturealliance

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