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Prozess gegen KZ-Sekretärin: Erklärungen von Nebenklägern erwartet

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Die 97 Jahre alte Angeklagte Irmgard F. sitzt zu Beginn des Verhandlungstages im Gerichtssaal.
Die 97 Jahre alte Angeklagte Irmgard F. sitzt zu Beginn des Verhandlungstages im Gerichtssaal. © Axel Heimken/DPA

Der Prozess gegen eine ehemalige Sekretärin im KZ Stutthof neigt sich dem Ende zu. Am Dienstag soll die Beweisaufnahme schließen.

Itzehoe – Im Prozess gegen eine ehemalige Sekretärin im KZ Stutthof will das Landgericht Itzehoe am Dienstag die Beweisaufnahme schließen. Zuvor sollen auf Antrag der Nebenklagevertreter noch mindestens zwei Aussagen von Überlebenden verlesen werden, die aufgrund ihres hohen Alters nicht vom Gericht befragt werden konnten. Drei der ursprünglich 31 Nebenkläger sind bereits gestorben.

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Ehemalige KZ-Sekretärin Irmgard F.: Beihilfe zum systematischen Mord an mehr als 11.000 Gefangenen

Die Angeklagte soll von Juni 1943 bis April 1945 als Zivilangestellte in der Kommandantur des Konzentrationslagers bei Danzig gearbeitet haben. Die Staatsanwaltschaft wirft Irmgard F. vor, durch ihre Schreibarbeit Beihilfe zum systematischen Mord an mehr als 11.000 Gefangenen geleistet zu haben.

Jugend- oder Erwachsenenstrafrecht? Richter sind sich uneinig

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Vor dem Abschluss der Beweisaufnahme muss die Jugendkammer die Angeklagte noch zu ihrer Person befragen. Außerdem muss sich ein Vertreter der Jugendgerichtshilfe zu der Frage äußern, ob im Fall der 97-Jährigen Jugend- oder Erwachsenenstrafrecht angewendet werden soll. Zur Zeit der ihr vorgeworfenen Taten war Irmgard F. 18 bis 19 Jahre alt – und damit Heranwachsende. (DPA)

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