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„Problem am Ende der Leine“: PETA will nach Beißattacke in Wedel Hundeführerschein

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Von: Kevin Goonewardena

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Die Tierschutzorganisation PETA fordert nach einer Beißattacke eines Huskys auf einen Zweijährigen am Wedeler Elbstrand den Hundeführerschein für Halter.

Wedel/Hamburg – Die Attacke liegt erst ein paar Tage zurück. Doch sie schlägt immer noch hohe Wellen – und am besten soll es auch endlich Konsequenzen daraus geben: Nach dem Angriff eines Hundes auf ein Kleinkind am Elbstrand in Wedel vor den Toren der Hansestadt Hamburg am 22. September 2022 greift die Tierschutzorganisation PETA eine alte Forderung wieder auf. Als Folge der Attacke eines Huskys auf ein zweijähriges Kleinkind fordern Vertreter der Organisation einen sogenannten Hundeführerschein für das Land Schleswig-Holstein.

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Name:PETA (People for the Ethical Treatment of Animals)
Ziel:Tierschutz, Tierrechte
Gründung:22. März 1980, Rockville, Maryland, Vereinigte Staaten
Mitglieder:rund 800.000

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Beißattacke am Elbstrand: Zweijähriger gebissen – Mutter und Halterin tauschen keine Kontaktdaten aus

Der nicht angeleinte Hund war am frühen Donnerstagabend vergangener Woche am Hundestrand nahe dem Parkweg auf das Kind zugelaufen und hatte es gebissen, wie das Hamburger Abendblatt berichtet. Zwar sei die Halterin des Hundes sofort herbeigeeilt und habe den Hund an die Leine genommen, doch verzichteten die Mutter des Kindes und die Hundehalterin auf den Austausch von Kontaktdaten – weil der Junge keine offensichtlichen Verletzungen erlitten hatte. Der Zweijährige kam dennoch zunächst zur Beobachtung in ein Krankenhaus, schreibt das Hamburger Abendblatt.

Ein Husky
Nach Beißattacke auf Kleinkind durch einen Husky in der vergangenen Woche fordert Tierrechtsorganisation PETA den Hundeführerschein für Halter in Schleswig-Holstein (Symbolbild). © Barbara Walton / dpa

Doch für die Tierschutzorganisation PETA ist das nicht genug. Die Fachreferentin der Organisation, Monic Moll, wird in Zusammenhang mit der Beißattacke im Hamburger Abendblatt wie folgt zitiert: „Meist liegt das Problem nicht beim Hund, sondern am anderen Ende der Leine“ Und offenbar ist es ein Problem, das in Hamburg weder neu ist, noch hat es dagegen bislang eine Abhilfe gegeben, die wirklich zu einem Resultat geführt hat, das aus PETA-Sicht akzeptabel ist. Das Abendblatt liefert dazu eine Liste der Zahlen, mit den Beißattacken von Hunden in den letzten zehn Jahren

Beißattacken in Hamburg: So oft beißen Hunde in der Hansestadt zu – die Zahlen der letzten zehn Jahre

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Nach Beißattacke von Husky: Polizei nimmt Ermittlungen auf – Zeugen gesucht

Die Polizei Wedel hat nun die Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung aufgenommen und sucht deswegen nach Zeugen des Vorfalls, so wie nach der Hundehalterin. Diese werden gebeten, sich unter folgender Rufnummer 04103/50180an die Polizei Wedel zu wenden.

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PETA: Hundehalter können oft Signale ihrer Vierbeiner nicht richtig einschätzen

„Viele Halterinnen und Halter können das Verhalten, die Signale und die Körpersprache ihrer Vierbeiner nicht richtig deuten und einschätzen. Somit ist die wahre Ursache für Beißattacken bei ihnen zu suchen – nicht beim Tier“, argumentiert die Tierrechtsorganisation PETA in einer Erklärung für die Einführung eines Hundeführerscheins.

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