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Zu hohe Energiekosten: Freizeitbad „Sylter Welle“ schließt für Sanierung

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Von: Dagmar Schlenz

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Das Freizeitbad „Sylter Welle“ in Westerland auf Sylt wird ab dem 9. Januar 2023 für drei Wochen geschlossen. Grund sind umfangreiche Sanierungsmaßnahmen.

Westerland/Sylt – Im Winter fegt oft ein eisiger Wind über die Nordsee. Kein Wunder also, dass die Sylter Sturmwoche 2023 ausgerechnet im Januar stattfindet. Doch wer sich nach einem Strandspaziergang auf Sylt in der Sauna aufwärmen will, steht bei der für die große Saunalandschaft bekannten „Sylter Welle“ vor verschlossener Tür. Das Freizeitbad in Westerland wird wegen einer umfangreichen Sanierung ab dem 9. Januar 2023 für etwa drei Wochen komplett geschlossen.

Name:Freizeitbad Sylter Welle
Adresse:Strandstraße 32, 25980 Sylt
Geschlossen ab:9. Januar 2023
Wiedereröffnung Sportbecken und Saunalandschaft:Anfang Februar 2023
Komplette Wiedereröffnung:Zu Beginn der Osterferien (6. April 2023)

Freizeitbad „Sylter Welle“: Geringere Eintrittspreise während Teilsperrung

Ab dem 9. Januar 2023 ist erstmal Schluss mit dem Badespaß in der „Sylter Welle“ in Westerland. Dann rücken die Bauarbeiter an, um das Freizeitbad zu sanieren. Der Insel Sylt Tourismus-Service (ISTS) als Betreiber versichert in einer Mitteilung auf der Internetseite der „Sylter Welle“, dass Monats- und Jahreskarten zeitanteilig ersetzt würden. Für den öffentlichen Badebetrieb, vor allem aber auch für das Schul- und Vereinsschwimmen, soll das Sportbecken bereits ab Anfang Februar wieder in Betrieb gehen. Auch die Saunalandschaft soll dann schon wieder genutzt werden können.

Während der Teilsperrung der „Sylter Welle“ ab Februar 2023 werden die Eintrittspreise angepasst. Für ausschließliche Nutzer des Sportbeckens reduziert sich der Eintrittspreis auf acht Euro beim Erwachsenen-Tarif bzw. fünf Euro beim Kinder-/Jugendlichen-Tarif für eine Nutzungsdauer von drei Stunden. „Wir sind bemüht, die Beeinträchtigungen so klein wie möglich zu halten und immer über den neusten Stand der Dinge zu informieren“, gibt die ISTS Pressesprecherin Gritje Stöver bekannt.

Ein Gebäude mit runden Fenstern, links eine gelbe Wasserrutsche. Das Freizeitbad „Sylter Welle“ in Westerland wird im Januar 2023 wegen Sanierungsarbeiten für mehrere Wochen geschlossen.
Das Freizeitbad „Sylter Welle“ in Westerland wird im Januar 2023 wegen Sanierungsarbeiten für mehrere Wochen geschlossen. © Dagmar Schlenz

Freizeitbad „Sylter Welle“: Energiekosten sollen gesenkt werden

Die Nordseeinsel Sylt will mehr Nachhaltigkeit, und gerade Schwimmbäder und Saunen mit ihrem hohen Energie- und Wärmeverbrauch stehen jetzt auf dem Prüfstand. Bereits Mitte Mai 2022 rechnete man laut einer Information auf der Internetseite der „Sylter Welle“ mit einer Steigerung der Energiekosten von etwa 260.000 Euro für das Jahr 2022. Schon damals hatte man als einen auffälligen Energieverbraucher die Wasserrutschen identifiziert, die „wie ein überdimensionaler Tauchsieder“ wirken.

Als Konsequenz wurden die beliebten Wasserrutschen in der „Sylter Welle“ ab November geschlossen und nur zwischen Weihnachten und Neujahr kurz wieder geöffnet. Im Rahmen der energetischen Sanierung der „Sylter Welle“ sollen die drei Rutschen, von denen die längste ganze 120 Meter misst, im Januar eine Dämmung erhalten. Durch diese bleibt die Wassertemperatur von 27 Grad erhalten, ohne Energie zu verschwenden. Außerdem will man im gesamten Freizeitbad moderne, besser regelbare Pumpen einsetzen.

Freizeitbad „Sylter Welle“: Komplette Wiedereröffnung zu Beginn der Osterferien

Zu welchem Termin genau das Freizeitbad wieder die Tore öffnet, ist noch nicht bekannt. Die Arbeiten in der „Sylter Welle“ sollen im Frühjahr 2023 abgeschlossen sein. Eine Wiedereröffnung des gesamten Freizeitbads ist für den Beginn der Osterferien 2023 geplant. Die fangen in Schleswig-Holstein am 6. April 2023 an.

Offen ist, ob dann in der „Sylter Welle“ so wie in den Schwimmbädern in Kiel auch Oben-ohne-Baden möglich sein wird. Bisher habe es noch keine entsprechenden Wünsche von Badegästen gegeben, so ISTS-Geschäftsführer Peter Douven im Gespräch mit shz.de. Relevant für solche Angebote sei allein die Nachfrage.

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