Schleswig-Holstein

Jugendlicher dreht durch und greift Polizisten an – Messer sichergestellt

Polizei
+
Ein 17-Jähriger fährt ohne Fahrkarte mit dem Zug. Am Bahnhof sammelt ihn die Bundespolizei ein – dann rastet er aus. (Symbolbild)
  • Sebastian Richter
    VonSebastian Richter
    schließen

Ein 17-Jähriger ist auf einer Polizeiwache ausgerastet. Er griff einen der Beamten an – weil er ein beschlagnahmtes Messer nicht zurückerhielt.

Neumünster – Angriff auf einen Polizeibeamten in Schleswig-Holstein: Ein Jugendlicher wurde nach einer Personenkontrolle so wütend, dass er sich auf einen Polizisten stürzte. Weil der 17-Jährige ein zuvor sichergestelltes Messer nicht zurückbekommen sollte, war der Jugendliche ausgerastet, berichtet die Polizei in Flensburg.

Sei schneller informiert: die Blaulicht-News direkt aufs Handy – ganz einfach via Telegram

Neumünster: Polizei kontrolliert Schwarzfahrer und findet Messer

Die Polizei wurde zunächst gegen 7 Uhr lediglich zu einer Personalienfeststellung an den Bahnhof Neumünster gerufen. Ein Zugbegleiter war gegen 7 Uhr auf einen Jugendlichen ohne Fahrkarte getroffen, der sich partout nicht ausweisen wollte. Der 17-Jährige wurde mit auf die Wache genommen, wo seine Personalien festgestellt wurden.

Dabei fiel den Beamten ein Messer in die Hände. „Das Messer hat eine Klingenlänge von über 8 Zentimetern und ist damit ein verbotener Gegenstand“, erklärt ein Sprecher der Polizei auf Nachfrage. Die Polizei stellte es sicher. Außerdem stellten die Polizeibeamten fest, dass der 17-Jährige ohnehin in Gewahrsam genommen werden sollte. Weswegen, konnte der Sprecher der Polizei nicht sagen. Eine Mitarbeiterin des Jugendamtes sollte ihn schließlich abholen.

Lesen Sie weitere Blaulicht-Meldungen wie: Softair-Waffen lösen SEK-Einsatz aus

Sichergestelltes Messer nicht zurückbekommen: Jugendlicher rastet aus

Doch dann eskalierte die Situation: „Da der Jugendliche sein Messer nicht zurückerhielt, wurde er aggressiv und schlug um sich“, schreibt die Polizei in einer Mitteilung. Er bedrohte, bespuckte und beleidigte die Beamten „aufs übelste“, so der Sprecher der Bundespolizei. Dann griff er auch einen der Bundespolizisten an. Daraufhin klickten die Handschellen.

Das Jugendamt ordnete an, dass der 17-Jährige ins Krankenhaus gebracht werden sollte. Dort soll ein psychisches Gutachten erstellt werden. Das Ergebnis ist bisher unbekannt. Weiterhin war der Randalierer nicht zu beruhigen, auch im Rettungswagen wehrte er sich heftig. Zwischenzeitlich musste er fixiert werden, so der Sprecher der Polizei.

Auf ihn kommen jetzt Strafverfahren wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung, Bedrohung und Erschleichen von Maßnahmen zu. Er befindet sich weiter in Obhut des Jugendamtes.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion