Amtsgericht entscheidet

Moltsfelde: Corona-Quarantäne-Brecher muss in den Knast

Der Blick aus dem Knastfenster in der Jugendarrestanstalt Moltsfelde. Dazu Füße in Handschellen.
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Ein 19-Jährige muss in den Knast in Moltsfelde, weil er gegen seine Quarantäne verstoßen hat. (24hamburg.de-Montage)
  • Natalie-Margaux Rahimi
    vonNatalie-Margaux Rahimi
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Weil er seine Quarantäne nicht eingehalten hat, macht ein Gericht kurzen Prozess und steckt einen 19-Jährigen kurzerhand in den Knast in Moltsfelde.

Moltsfelde bei Neumünster – Mitte März wird ein 19-Jähriger aus Schleswig-Holstein beim Gesundheitsamt als Kontaktperson ersten Grades gemeldet. Drei Tage später ist sei Coronatest positiv – Quarantäne. Doch der junge Mann hält sich nicht an die Auflagen. Mehrfach wird er draußen ohne Maske angetroffen. Wie die shz berichtet, kam er nach einem Verkehrsunfall eines Freundes sogar in Kontakt mit der Polizei und wies die Beamten nicht auf seine Coronainfektion hin. Deshalb mussten vier Polizisten anschließend in Quarantäne.

Nun macht das Amtsgericht kurzen Prozess mit dem Quarantäne-Brecher und steckt ihn kurzerhand in die Jugendarrestanstalt Moltsfelde. Dort soll er bis Mitte April, dem offiziellen Ende seiner Quarantäne, bleiben. Berichten zufolge, sei der junge Mann von vier Polizeibeamten und zwei Kreismitarbeitern in voller Schutzausrüstung abgeholt und in die Arrestanstalt gebracht worden. Professor Dr. Stephan Ott, Leiter des Fachbereich - Soziales, Arbeit und Gesundheit im Kreis Rendsburg-Eckernförde, nannte als Begründung für die Maßnahme, dass der 19-Jährige „mehrfach vorsätzlich und auf dreiste Weise gegen die Quarantäne verstoßen“ habe. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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