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KZ-Sekretärin vor Gericht – Erklärung zu früheren Aussagen erwartet

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Von: Elias Bartl

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Die 96-jährige Angeklagte Irmgard F. sitzt zu Beginn des Prozesstages im Gerichtssaal.
Die 96-jährige Angeklagte Irmgard F. sitzt zu Beginn des Prozesstages im Gerichtssaal. © Marcus Brandt/dpa

Der Prozess gegen die ehemalige KZ-Sekretärin vor dem Landgericht Itzehoe wird fortgesetzt. Der 96-Jährigen wird Beihilfe zum Mord in über 11.000 Fällen zur Last gelegt. 

Itzehoe – Im Prozess gegen eine ehemalige KZ-Sekretärin vor dem Landgericht Itzehoe wird am Dienstag (10.00 Uhr) eine Erklärung ihres Verteidigers erwartet. Das Gericht hat ihn gebeten, mit seiner 96 Jahre alten Mandantin zu klären, ob frühere Zeugenaussagen von ihr in dem Verfahren eine Rolle spielen dürfen.

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KZ-Sekretärin sagte vor Gericht bereits 1954, 1964, 1966 und 1982 aus.

Nach Angaben von Anwalt Wolf Molkentin war seine Mandantin bereits 1954 vor dem Prozess gegen KZ-Kommandant Paul Werner Hoppe als Zeugin gehört worden. Weitere Zeugenaussagen hatte sie 1964, 1966 und 1982 gemacht.

Die Protokolle dieser Aussagen darf das Gericht jetzt nur mit Zustimmung der Angeklagten verwenden. Der Historiker Stefan Hördler hat jedoch für ein Gutachten bereits auf die Äußerungen zurückgegriffen. Die Strafkammer will Hördler am Dienstag weiter anhören.

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Beihilfe zum Mord in über 11 000 Fällen: Irmgard F. war Schreibkraft im KZ Stutthof

Irmgard F. war nach Angaben der Staatsanwaltschaft Schreibkraft in der Kommandantur des KZ Stutthof bei Danzig. Die Anklage wirft ihr Beihilfe zum Mord in über 11 000 Fällen vor. Sie habe von Juni 1943 bis April 1945 als Zivilangestellte in der Kommandantur des deutschen Konzentrationslagers gearbeitet. (DPA/EB) * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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