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Aktivisten blockieren Kreuzfahrtschiffe – Gruppe widerspricht Polizei

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Von: Sebastian Richter

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Die Aktivisten versuchten unter anderem das Kreuzfahrtschiff MSC Preziosa am pünktlichen Ablegen zu hindern. (Archivbild)
Die Aktivisten versuchten unter anderem das Kreuzfahrtschiff MSC Preziosa (hier an der Küste Brasiliens) am pünktlichen Ablegen zu hindern. (Archivbild) © Jose Lucena/dpa

Aktivisten wollen Kreuzfahrtschiffe am Auslaufen hindern. Auch die Polizei ist vor Ort – beide Gruppen melden unterschiedliche Eindrücke der Blockade.

Kiel – Klimaschutzaktivisten haben und versucht, das Auslaufen von Kreuzfahrtschiffen bei Kiel zu verhindern. Rund 30 Personen blockierten die Kieler Förde, die Wasserschutzpolizei war mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort, wie es von der Polizeidirektion Kiel heißt. Trotz der Blockadeversuche erreichten die Kreuzfahrtschiffe das offene Meer.

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Blockade in Kiel: Aktivisten gegen Kreuzfahrtschiffe

Die Aktivisten umkreisten am Sonntagnachmittag (03. Juli) gegen 16.45 Uhr drei auf dem Ost- und Westufer liegende Kreuzfahrtschiffe, mit Transparenten machten sie auf die Klimaschädlichkeit der Kreuzfahrtschiffe aufmerksam. Doch ein Auslaufen konnten sie die Umweltschützer nicht verhindern: Lediglich eines der Kreuzerfahrtschiffe legte etwas später als geplant ab. Das berichtet zumindest die Polizei.

Die Klimaaktivisten, die unter dem Namen „SmashCruiseShit“ agieren, sehen das anders. Demnach seien zwei der Schiffe mit „deutlich mehr Verzögerung als nur ein paar Minuten“ ausgelaufen, wie die Umweltschützer auf Twitter mitteilen. Zudem seien „mehr als 50“ Aktivisten vor Ort, und nicht wie von der Polizei genannt etwa 30.

Kiel: Polizei sieht keine Straftaten in Blockade

Laut Polizei war die Aktion um 20.45 Uhr beendet, also noch bevor das letzte Kreuzfahrtschiff um 21 Uhr auslaufen sollte. Verletzt wurde niemand, heißt es weiter. „Die Polizei nahm die Personalien der Personen auf und stellte die Boote zunächst sicher.“ Nun ermitteln die Beamten, welche Konsequenzen die Blockade für die Klimaaktivisten haben könnte. Strafbestände seien aber „nach jetzigem Stand nicht erkennbar“.

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