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Hunderte Impfpässe im Norden gefälscht – auch Chefarzt unter Verdacht

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Von: Sebastian Peters

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Impfbetrug - Sichergestellte Impfpässe
Die Polizei hat eine neue Ermittlungsgruppe gegründet. © Stefan Puchner/dpa

Seit Beginn 2022 wurden bereits knapp 100 Fälle registriert. Im vergangenen Jahr waren es insgesamt 750. Ein Chefarzt steht wegen Fälschungsverdacht im Mittelpunkt.

Kiel – Mit gefälschten Impfzertifikaten versuchen auch in Schleswig-Holstein zunehmend Menschen, Corona-Regeln zu umgehen. Laut Landeskriminalamt wurden allein seit Beginn des neuen Jahres knapp 100 solcher Fälle registriert. Im vergangenen Jahr seien es 750 gewesen, die fast alle im letzten Quartal bekannt wurden.

Gefälschte Impfpässe überfluten den Norden – Chefarzt unter Verdacht

Besonders nach Einführung der 2G-plus-Regel – diese beschränkt den Zugang auf Genesene und Geimpfte, die jeweils einen aktuellen Negativ-Test oder eine Auffrischungsimpfung nachweisen müssen – am 22. November sei ein schneller Anstieg der Fallzahlen beobachtet worden, sagte eine LKA-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur.

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Der Handel mit gefälschten Impfzertifikaten laufe sowohl über soziale Medien wie Telegram, Instagram, Whatsapp und Facebook als auch über Privatpersonen. Die Landespolizei sei in ständigem Austausch mit den für die Kontrollen zuständigen Ordnungsbehörden und mit der Apothekerkammer, sagte die Sprecherin. In Hamburg gibt es inzwischen eine neu gegründete Ermittlungsgruppe, um gefälschte Impfpässe aufzuspüren.

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Die Staatsanwaltschaften ermitteln in vielen Fälschungsfällen, wobei die Verfahren häufig erst angelaufen sind. In Schleswig-Holstein steht auch ein Chefarzt wegen Fälschungsverdachts in eigener Sache im Fokus der Ermittler.

In Hamburg scheint es hingegen mitunter so, als würde die Polizei Hamburg den Kampf gegen die Corona-Verstöße teilweise aufgeben. In einer Event-Halle feierten hunderte Hochzeitsgäste. Einsatzkräfte der Polizei schauten hingegen nur zu. (mit Material der dpa)* 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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