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Hat keiner Lust auf Urlaub in Schleswig-Holstein? Buchungslage verhalten

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Von: Sebastian Peters

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Buchungslage für die Herbstferien in SH verhalten
Buchungslage für die Herbstferien in SH verhalten © Sina Schuldt/dpa

Bislang ist das Buchungsverhalten für die Herbstferien in Schleswig-Holstein mager. Dies könnte an den generell gestiegenen Preisen liegen.

Kiel –  Vor den Herbstferien halten sich Feriengäste mit Buchungen in Schleswig-Holstein nach Angaben der Tourismus-Agentur (TA.SH) noch zurück. „Der Schleswig-Holstein-Tourismus entwickelte sich in den ersten acht Monaten dieses Jahres sehr positiv“, sagte TA.SH-Geschäftsführerin Bettina Bunge der dpa. „Für den Herbst und Winter ist aber noch unklar, ob sich dieser positive Trend flächendeckend fortsetzen kann.“

Buchungslage verhalten: Konsumzurückhaltung wegen höhere Allgemeinpreise

Die aktuellen Kosten- und Preissteigerungen, der Arbeitskräftemangel und die generelle Konsumzurückhaltung zeigen Bunge zufolge bereits jetzt erste Auswirkungen auf Buchungslage und Gästeaufkommen in den Tourismusregionen des Landes. Die große Herausforderung komme aber erst 2023 auf die Tourismusbranche zu, wenn die Preissteigerungen voll durchschlagen und das verfügbar Einkommen der privaten Haushalte umgeschichtet werde. „Gäste werden vermutlich die Anzahl ihrer Urlaubsreisen pro Jahr reduzieren, Kurzreisen vielleicht komplett zugunsten des Jahresurlaubes streichen und generell bei den Reisekosten zu sparen versuchen.“

Die touristische Betriebe müssten bei diesen Herausforderungen teilweise ihre Preise erhöhen, die Wirtschaftlichkeit ihrer Geschäftsmodelle überprüfen und möglicherweise bei Angeboten und Service sparen, sagte die Geschäftsführerin. Sie äußerte sich aber überzeugt, dass die Reisesehnsucht und die Reiseabsicht der Menschen auch in Krisenzeiten ungebrochen bleibe.

Aus den Urlaubsgebieten Schleswig-Holsteins kommen unterschiedliche Angaben zur Buchungslage. In Büsum und Grömitz etwa sei die Buchungslage wie erwartet und in Kiel gebe es sogar ein Plus im Vergleich zum Vorjahr. In St. Peter-Ording ist die Lage noch verhalten und aus Lübeck und Travemünde wird von einem Rückgang der Auslastung berichtet. (DPA)

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